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Der Schild · 1929-08-23 · 34 (23.8.1929) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
34 (23.8.1929)
Date
1929-08-23
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Völker- und Rassenbegabung ie objektiven Borausfi Hungen der Begabungssorschung — Sind die Juden «niederrassig- und minderbegabt? In den „Abwehrblätti rn" veröffentlicht Tr. Bruno Altmann folgenden Aufsat: Darum geht es den völkisch en Theoretikern ja eigent- .h: zu beweisen oder vielme,r das große Publikum auben zu machen, daß die ji dische Rasse — das Wort fasse" in dem Sinne gebraucht, in dem man mit wissengastlicher Berechtigung von hm sprechen kann — in der Beziehung die minde wertige gegenüber der rischen, nordischen, dinarisch, n oder sonst einer von nen bevorzugten und als voll vertig anerkannten Rasse Die Juden, so wird verkür det, sind minderwertig in!'rer körperlichen Erban age und Entfaltung: sie nd moralisch durchschnit sich oder gar durchweg chlechter geraten als ihre „W rtsvölker": sie sind auch, geht man von den Fähigkeiten ab, in denen sich skrupelgser „Mammonismus" ausleb«n kann, weniger begabt als die Angehörigen ter anderen Rassen, mit' denen sie Zusammenleben. Run heißt es auch in Schriften und Reden von Autoren, die sich n i ch t zu den völkischen Schriftstellern >öer Politikern rechnen, daß mit bestens die Begabung des Judentums überschätzt wo den sei, dah seine Leitung in der Kulturgeschichte nickt heranreiche an den Beirag. den andere Völker geliefert haben. Ernest i! e n a n, der kein Antisemit w lr, obwohl ihn die Völkichen dafür halten, hat sozusage l das Stichwort für diese Ansicht ausgegeben: „Ich Kami mich nicht auf die Seite der Iudenhasser schlagen, weil i h die Juden als Gesamttasse von heute nicht fürchte. 9 us zwei Gründen fürchte ch sie nicht. Ich glaube nicht an ihre Feindseligkeit gegen die christlichen Völker und ich , laube auch nicht, daß sie geistige Ueberlegenheit besitzen. Im Gegenteil, nimmt uan alles in allem, so sind die I^lden eher minderbegabt." xnifton Stewart Chamberlain hat das hinterher iel gröber herausgepoltert: se ne Lebensarbeit war ja um großen Tleil dem Versuch gl widmet, den Begabungs- >angel des Judentums nach «llen Richtungen geistigünstlerischer Produktion darzu tun. Das Thema war also schon lange gestellt: es wird ur heute sozusagen konzentri:rter und umfangreicher rörtert. Und! nun macht man d eselbe Erfahrung wie bei len Problemen, über die zuers populär debattiert wird, der die sich Laien und Diletta tten vorneweg ihr Urteil lden und an die dann schlief lich als letzte die ernste Forschung herantritt. Die Lös mg ist unendlich schwer ud sie wird nicht eher geling arderlichen logischen Vor »twortet hat. Es war so mft ucklung, es war so mit der L * steht heute so mit dem Problem von der Völker- bzw iassenbegabung. Zunächst ist da die Frage zu aupt eine Volksode: Rassenbegabung ud woran läßt sie sich erkennen? Bei oberuchlichem. aber auch bei gr Endlichem Studium der ulturgeschichte wird man zur rer Feststellung genötigt, 'ß jeder Fortschritt, jede wisst nschaftliche, künstlerische, 'limonsstiftende Tat einem Individuum zu verulken ist. Die Leistungen sch inen sich ohne Rest auf c großen Persönlichkeiten zu verteilen, und das hat cle Theoretiker irre gemacht un ihrem Vertrauen zum iolksgenius", zum „Zeitgeist", .ur „Stammesbegabung", 'd wie alltz diese Kouektivbeze chnungen heißen mögen, .hinen wir die volle Reihe de Dichter, Historiker, Geldgeber, Philosophen. Stal tsmänner, Feldherren, ustler, die etwa in Griechi nland gewirkt haben. >fl — nach der „indioidualistisi )en Geschichtsauffassung" >n, als bis man die erlagen gestellt und beder Lehre von der Enthre von der Vererbung. teilen: Gibtesttberalles aufgezählt, was den präsentiert. Darüber hinaus griechischen Volksgenius besteht keine einheitlich urkende Gruppe oder Masse, >er ein Kulturanteil zu kommt. Mit anderen Worten: Die individualistische Geschichtsauffassung gibt zwar zu, daß die Volksgesamtheit auf allen Gebieten stoffliche Vorarbeit leistet, aber sie betont demgegenüber mit entscheidendem Nachdruck, daß die wahrhaft großen Entscheidungen des wissenschaftlich-philosophischen Nachdenk« ns. die säkularen Werke der Kunst, die folgenschweren Entdeckungen der Erfinder, die gelungenen Operationen des Staatsmannes'samt und sonders Leistungen der übex Individuen herausragenden Thales, Anaxakorajs, Heraklit us v. haben die griechische Philosophie: Herohot, Thukydites usw. die griechische Geschichtsschreibung, Homer, Scphokles usw. die griechische Dichtung geschaffen. Einq genannt griechischer „Gesamtgeist ln der Absicht bezeichnet, ihm letzten Grundes alle Leistungen der einzelnen Persönli hkeiten zuzuerkennen, läßt die individualistische Geschic itsouffassung nichts gel ten. Auch jene st o!f f l i ch e Bor gesamtheit vollbringt, wird von Handlangerdienst eingeschätzt, al > fälligkeit", wie Nietzsche es ausdiückte. a r b e i t, die die Boksihr als ein reiner eine „belanglose Ge- «s usw Diese Lehren über den Volk >> begabung vertragen sich recht gut schen Theorien, die seit einx die Aeußerungen l er Massenbet den. Das Verhalten von vielen Masse vereinigten Menschen, sei Institution. Heer, Parlament soziologischen Behauptungen - wendige Schwächurg des Geistes läge jedes Individuums, das in Solon soll es sch,n von seinen „Meine Landsleute sind, jeder zusammen sind sie Barbaren dem ist unzählige Male versuch! intellektuelle Nivea Senkung des zeitiger Affektsteigerung im Fall« Massenaktivität als biologische liches Lebensgesetz der Kollektivs Wäre nun das Massenwirken Umständen verbunden mit einer Verhaltens und fortiit an den n moralischer Leistun; gefesselt, dc keinen Sinn, von Volksgenius sprechen und nach ihnen in Gesch suchen. un i T» Nun ist tvtsächsi Und gerade auch d Grund, die von den _ keil und Unfähigk, i teil, ihre Neigung - Zornesausbrüche I alle Affektentladung vor sich gehen zu alles Hundertemal haben. Hier aber lische Soziologe M langt — Masse anderhalten, einer Masse, die Lynchjustiz, des jali flugs und sonstiger <i mit rasch erreichtem ist, und einer Mastes ihresgleichen für gl leben. ich viel Wah: e Juden hl Soziologen fe it einer M a zur uneingesi) -ii gleichzeitig^;cn unter den lassen, abzustrriten, nachdem sie das an ihrem e genius und die Volksmit den s o z i o l o g i - m Menschenalter über üitigung vertreten wer- _3U emer einheitlichen Rasse, Statnm. Volk, , . , ift — nach diesen bestimmt durch eine not- und der sittlichen Anr Gesamtheit verweilt. Athenern gesagt haben: sich, gescheite Leute, Dummköpfe." Seitworden, die sittlich- Zndividuums bei gleichder Hingabe an eine itsache, als unabänderät zu erweisen, für m der Tat unter allen Minderung des Einzelledriysten Grad geistignn hätte es wirklich und Volksbegabung zu ichte und Gegenwart zu .es an diesen Lehren, den wahrhaftig keinen tgestellte Wankelmütigs e zum gerechten Urjränkten Abfuhr aller austretender Neigung, härtesten Bedingungen genen Leibe erfahren muß man — d, >s hat kürzlich der eng l i c D o u g a l mit aller Schärfe verrjund Masse streng auseinist ein grof er Unterschied zwischen la zum Zwr cke des Aufruhrs, der narktlichen Vergnügens, des Aus- < Selegenheiten wn kurzfristiger Dauer oder verfehltem Zweck beisammen innerhalb de Lr sich Individuen mit lecheinsame Weitverwirklichungen einlFortsetzung folgt.) 279

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