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Der Schild · 1929-07-19 · 29 (19.7.1929) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
29 (19.7.1929)
Date
1929-07-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Ehrenkameraben Wroha» Metzger Worm» , Llo» Metzger Vavld Rosen bäum Mayer Wallen stein Worm» tzSrnehei» Obborn yosen Antisemitisches Allerlei Sech» Wochen Gefängnis für einen nalionalfozioilstifchen Verleumder. Im Anschluß an einen Strafprozeß, der mit der Verurteilung des ehemaligen Redakteurs des nationalsozialistischen Blättchens „Frankfurter Beobachter" Leopold Gutterer wegen Beleidigung des Rabbiners Dr. Salzberger endete, brachte der „Frankfurter Beobachter" in seinen Spalten einen Artikel, in dem schwere Beleidigungen gegen den jüdischen Religionslehrer Isaak aus Limburg erhoben wurden. Dem Religionslehrer wurde nachgesagt, daß er bei einer Ausstellung in Limburg den Versuch unternommen habe, mit einer Dauerkarte seine ganze Familie in die Ausstellung zu schmuggeln. Es war dann weiter die Rede davon, daß Isaak sich im Kriege gedrückt habe. Nach eingehender Verhandlung stellte das Gericht fest, daß die Behauptungen einem haltlosen Gerücht entsprungen sind. Das Gericht verurteilte den mehrfach wegen Beleidigung vorbestraften Gutterer zu einer Gefängnisstrafe von sechs Wochen. Ter Reichstcg erteilt die Genehmigung zur Verhaftung des Rationalsozialisten Straffer. In einer der l.-tztcn Sitzungen de» Reichstags erhoben oie Nationalsozialisten ungeheuren Lärm, als der Antrag, des Geschäftsordnungsausschusses, dem Verlangen der Gerichte aus Erlaubnis zur Vorführung und Verhaftung des nationalsozialistischen Abgeordneten Straffer stattzugeben, zur Verhandlung gelangte. Straffer hatte seine Immunität dazu ausgenutzt, um jür mehrere antisemitische Zeitungen, in denen Juden und Judentum schwer beleidigt werden, als verantwortlicher Redakteur zu zeichnen. Ter Reichstag hatte die Asfhebung seiner Immunität beschlossen, aber Straffer weigerte sich, den Ladungen vor Gericht Folge zu leisten. Die Gerichte haben deshalb beim Reichstag um die Erlaubnis ersucht, einen Dorführungs- und Haftbefehl vollstrecken zu dürfen.. Das Benehmeen der Nationalsozialisten während der Verhandlung über diese Anträge war unbeschreiblich. Straffer mußte vom Präsidenten Loebe aus dem Saale gewiesen werden. Der Antrag des Ausschusses, die Verhaftung Straffers zuzulaffen, wurde gegen die Stimmen der Teutschnationalen, der Kommunisten und der Nationalsozialisten angenommen. Die Zeitungen stellen fest, daß man selten den Reichstag in solch einmütiger Empörung gesehen hat, wie jetzt bei dem Exzeß der Nationalsozialisten; die Empörung erreichte ihren Höhepunkt, als Abg. Frick versuchte, die unflätigen Beschimpfungen gegen Judentum und Republik, wegen deren Straffer angeklagt war, von der Tribüne des Hauses zu wiederholen. MeabelSfohn-Feier der Mische» Gemeinde Berlin Die wir erfahren, ist von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin die große öffentliche Mendelssohn-Kundgebung, welche die Gemeinde in Gemeinschaft mit der Akademie für die Wissenschaft des Judentums und der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums veranstaltet, nunmehr endgültig aus Sonntag, den 8. September, vormittags 11 H Uhr, festgesetzt worden. Von verschiedenen Seiten war eine Verlegung dieser Feier aus einen anderen Tag angeregt worden, um Kollisionen mit der Feier in Dessau zu vermeiden. Die Bemühungen der Jüdischen Gemeinde in dieser Richtung blieben jedoch ohne Erfolg. Die Feier findet in der Singakademie unter Mitwirkung des Berliner Philharmonischen Orchesters (Leitung Dr. Heinz Unger) statt. Die Festrede hält Herr Rabbiner Dr. Baeck. Bisher haben sich von den eingeladenen Ehrenyästen der Reichsinnenminister S e v e r i n g und der Oberbürgermeister Büß bereit erklärt. Ansprachen zu halten. Die Anregung der Israelitischen Kultusgemeinde Dessau folgend, wird die von der Jüdischen Gemeinde und der Preußischen Staatsbibliothek veranstaltete Mendelssohn-Ausstesiung erst am Montag, dem 16. September, gemeinsam eröffnet werden. Dadurch ist die Möglichkeit geschaffen, daß die gesamten Leihgaben, welche in der Berliner Ausstellung gezeigt werden, eine ganze Woche hindurch auch in Deffau zur Ausstellung gelangen. Sport im AjF. Tr«i»t»gStag« »er JI».JI«s»^r»vve. Berti». Sainpfmannfchaft: jeden Montag ab 8.30 Ubr. — Aortgeschrtttene: Irden Mittwoch ad 8,30 Uhr. '— Anfänger: jeden Donnerstag ab 8,30 Ubr. — TralningSräume: Schöneberg. , ltellerlokal. — Gäste willkommen! Kameraden, Training! betucht . 31. unser Lvvrtgrnpp« i« Retchsb,,d jstdifcher Aranisoldate». Ortsgruppe Verl!,. Geschäftsstelle: Berlin <£. 2, Burgftr. 28, Zimmer 10 (Norden 8903). Training für alle: irden Dienstag ab 8 Ubr Sportplatz Einsame Papp«!: jeden Donnerstag ab'8 Ukw. Sportplatz Einsame Pappel. Training für Handballer: jeden Mittwoch ab 8 Ubr Svorivlatz Einsame Pappel. Training für alte Herren: Turnball« Alt-Moabit jeden Montag von 8-r-10 Ubr. — Die Geschäftsstelle erteilt gern Auskunft! Tretet der „Sportgruvoe i« Re>chsb,,d jüdischer Freui» laldat«»" bei. Mitteilungen der Bundesleitnng > Vetrlsft J»1i-R»»»schreibe» A« 16 J»li er. sst a» alle La»de»v«r»L»»« ««t OrtSgr, f»»i« die Kamerad«» deS v»»deSv«rst»»d«S «i» I»li-R»»dfchr alS „wichtige Drucksache" zu« Versand gebrach« ward«». Wir bitte» »« ansmerklame Beacht»»« des R»»dschr»ib«»S. neue« Ladungen sind deigelest ward«». Di« Aus den Landesverbänden und Ortsgruppen Landesverband Baden-Pfalz. Lauda» (Pfalz). Am 1. Juli veranstaltete der erl ' L « w i n Sk» aus Köln im Kress« unserer Kameraden cbltndet« _ _ Am 1. , Kamerad L « winSko aus ___ _ __ und der Mitglieder der itr. Kultusgemeinde einen Abend ernster und beiterer jüdischer Sun st. der sehr gut besucht war. “ ' ‘ glückliche Wahl deS Gebotenen vttfeblten Hörer, die mit reichem Applaus e» OrtSgr«»»«» ««r «mpleble». Kamerad«« LemtuSk» f» ihrem Kreis« »» Wart kämme» z» laste». uno oeirrrrr luoiiwrr xun Vorzüglicher Vortrag und glückliche S nicht ihren Eindruck aus die Zubö dankten. Wir kSnne» deshalb den Rote Soldaten wegen systematischer Verfolgung jüdischer Soldaten verurteilt. Mehrere Soldaten der Roten Armee aus einem Läget bei Moskau wurden zu je 20 Tagen Gefängnis wegen antisemitischen Ueberfalls auf den jüdischen Soldaten Komforbwitsch verurteilt. i Mehrere Soldaten eines anderen Roten Regiments mit dem politischen Führer des Regiments. Gorlianski, an der Spitze, ivurden zu je anderthalb Jahren Gefängnis wegen fortgesetzter Verfolgung und Peinigung des jüdischen Soldaten Linezki verurteilt. Die Beweisaufnahme ergab, daß Linezki längere Zeit hindurch in nicht wiederzugebender Weise antisemitisch beschimpft und gepeiniat 'wurde. In der Glasfabrik von Marianow bei Zytomir entstand eine schwere Schlägerei zwischen den jüdischen Arbeitern d«! Fabrik und den antisemitischen Arbeitern, die die Juden verfolgten. Auf seiten der Juden kämpften mehrere christliche Arbeiter. Viele jüdische Arbeiter trugen Verletzungen davon. Einen Tag darauf hielt die Fabrikarbeiterschaft eine Versammlung ab, und forderte die Entfernung der antisemitischen Hooligans, die die Schlägerei provoziert hatten. La»d«S»«rba»d «»rhesteu-Waldeck mit Oftwrstfale« »»> Lüdh««»»»er. Gittti»««». Ueber die Gründung unserer Ortsgruppe teilt di« Ortsgruppe folaendeS mit: Sie erfolgte durch 28 Kameraden am 28. Mär, 1924. Wesentlichen Anteil an dem Zustandekommen batte», nächst den unten aufaefübrtrn Vorstandsmitglieder», dt« Kameraden Rechtsanwalt ProSkauer und Mar Jacobson. Dejr Borftand setzte sich bet der Gründung aus folgenden Kameraden»^ lammen: 1. Borsttzender Dr. Walter Schiff. Kassierer Jriedrich Rofcnberg. Schrtftübrer IN Nuhbaum. Beisitzer: DaaobeN Kaiser. Jacob Nuhbaum. Dem jetzigen Vorstand gehören folgende Kameraden an: I. Vorsitzender «am. I. MaanuS. TBorNnenber «am. Dr. Pohla, 1. Schriftsührer «am. ®. valk. 2. Schriftführer Kam. Ad. Rolenstetn. 1. Kassierer «am. Ad. Neubau», 2. Üassterer «am. Leo Rosentbal. SiHiunt*. HalbiabrS-Bericht. Im letzten Halbjahr fanLen bis jetzt dt« MonatSverlammlungen reaelmahia statt. „Der Besuch war zufriedenstellend. Im Vordergrund der letzte» «ersammlaogen standen dt« Beratungen über das auf dem jüdische»„Jrtedbof errichtete Ehrenmal. Die Einweihung findet voraussichtlich Ende August statt. Am BolkStraucrtaa wurde ein TrauergotteS.bienst r» der Svnagoge abgehalten, wonach auf dem Ehrenfriedhof ein Krau, ntrderarlegt wurde, «am. LevinSki-Köln hielt tm Mär, «inen Vortrag über „Ist der RtS. lebensfähig'?" Der Vortrag fand ungeteilten Beifall. Bei Einweihung des von der Stadt Götttnae» errichteten Kriegerdenkmal» am 18. Juni legte Kam. IN Nuhbaum tm Aufträge unserer Ortsgruppe einen «ranz nieder.. E» fei auch 239 •<

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