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Der Schild · 1929-07-05 · 27 (5.7.1929) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
27 (5.7.1929)
Date
1929-07-05
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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seines Landes zu Kämpfen, sind zahlreiche Freiwillige aus Stadt- und Landkreis Hanau zu den Fahnen geeilt. Die aus. führlichen Niederschriften aus jener Zeit find bei dem Synagogenbrand im Jahre 1830 mit so vielen anderen wertvolle» Dokumenten der israelitischen Gemeinde vernichtet worden. Die Gemeinde Hanau zählte (nach der Statistik von Ernst I. Zimmermonn) während der Freiheitskriege etwa 80 Familien Ich konnte bisher noch folgende Teilnehmer feststellen: Moritz Cleve, Baruch Eschwege, Sakob Gans, eopold Gutmann David Neustettel, Freiw. Jäger zu Pferde Die Namen der übrigen Freiwilligen zu Futz fehlen mir „och, so datz meine Liste auf Vollständigkeit keinen Anspruch erhebet, kann. Bei der am 30. Dezember 1838 in Wilhelmsbad ilattgefundenen Jubelfeier der Freiwilligen 1813/11 ist in der Festschrift unter den Iubilaren der damalige Jäger zu Pferd baruch Eschwege genannt. Ebenso fehlen mir noch die Namen der Teilnehmer aus dem Landkreis Hanau, und es ist mit Sicherheit anzunehmen, datz auch dort eine entsprechende Analst dem Rufe des Landesfürsten gefolgt sind. Nach einer sorgfältig zusammengestellten Statistik von Herrn Lehrer L. Horwitz. Kassel, haben z. B. aus dem Stadtkreis Kaffel 11 und aus der Provinz 15 Freiwillige dem Rufe ,u den Fahnen Folge geleistet. Es wäre deshalb sehr wünschenswert, wenn die betreffenden Kameraden des RjF. aus dem Landkreise Hanau in ihren Gemeinden Nachforschungen unternehmen würden, um meine Liste ergänzen zu können. Nach der Hanauer Chronik über Kultur- und Sittengeschichte aus Stadt und Land Hanau, von Prof. E. I. Zimmer-. inann, S. 180—81, umfatzte der Landkreis Hanau 28 Orte, und zwar: Dörnigheinr Rumpenheim, Hochstadt, Wachenbuchen, Bergen, Seckbach, Bischofsheim, Fechenheim, Eschersheim, Breungesheim, Windecken, Ostheim, Marköbel, Rothenbergen, Niedereschbach, Steinbach, Nauheim, Altenhatzlau, Bieber, Lorhaupten, Elm, Schlüchtern. Hintersteinau, Bruchköbel, Niederrodenbach. Erbstadt, Holzhausen. Auch bei dieser Gelegenheit möchte ich Herrn L. Horwitz, Lehrer i. R., Kassel, für seine freundliche Unterstützung bei der Nachforschung dieser Einzelheiten meinen verbindlichsten Dank aiissprechen. Mit kameradschaftlichem Gruh! Kam. Max Schwab. Rathenan und Deutschlands Außenpolitik Während der außenpolitischen Debatte im Deutschen Reichslag in der Sitzung vom Montag, dem 21. Juni, abends, rechnete unser Kamerad, Dr. Ludwig Haas, mit den deutschnationalen Rednern, die über den heutigen außenpolitischen "iurs Deutschlands den Stab breche«, ab und schloß seine Rede mit den folgenden Worten: „Heute jährt sich der Tag, an dem uns Walther Rathenau leraubt wurde. Wir dürfen gerade in dieser Stunde darauf Hinweisen, daß keiner bis heute einen anderen Weg zur dcutschey Freiheit gezeigt hat als den Weg der Berständigung. >!eden zu halten ohne Rücksicht auf die Machtverhältnisse der Welt ist jammervolle Schwäche. Stärke aber ist es, in klarer rrkenntnis der realen Tatsachen ein Bold in Frieden aus üesster Rot einer neuen Zukunft entgegenzuführen." (Lebhafter Beifall.) Boa Stufe zu Stufe In der letzten außenpolitischen Debatte im Reichstag ergriff auch der nationalsozialistische Abgeordnete Graf Reventlow aas Wort-Lu einer antisemitischen Rede, Die Presse stellt fest, daß Reventloürs Ansprache voller öder Plattheiten war. Der Berichterstatter 'der „Bossischen Zeitung findet es unfaßbar, daß dieser Mann, der mühselig seine holperigen Sätze zuiammenstottert, einmal einen politischen Machtfaktor dargeftellt hat. mit dem die kaiserliche Regierung zu rechnen hatte. — Reventlow? Rede klang in die folgenden Worte aus: - „Der Schriftsteller Cohn, genannt Emil Ludwig, ist kein Erponent deutschen Geistes,- aber Dr. Stresemann ist «in frei, williger Exponent jüdischen Geistes. »Emil Ludwig-Cohn lobt stresemann in den höchsten Tönen und tanzt vor ihm her wie David vor der Bundeslade, Das ist eine Reklameoersicherung auf Gegenseitigkeit. Gerhart Hauptmann wird auch bei jeder Belegmchen als -Tafelaufsatz der deutschen Republik gezeigt. >Abg. Schuldt (Dem.): „So spricht er von einem deutschen Dichter!") Hauptmann ist ein alter Iudenschützling." Sport im RjF. TraluIngStqke »er Jiu-JItlu-Sruvve. Berti». . , ßoweftnannWaft; Jeden Montag ab 8,80 Uhr. — FortgeschritteneI 1^.»>">,?^"woch ab 8.30 Ubr. — Anfänger: Jeden Tonnerotag ab &e'8eÄ. ^Wäfite"nfilffommenT*0frfl'?°ben,.-ufenf.r. Training! Kameraden, besucht unser Sporigruope I« Relchsbuu» Jüdischer Srvuisvldateu. ' Ortsgruppe «er«». Geschäftsstelle: Berlin Cs. 2, Burgstr. 28, Zimmer 10 (Norden 8903). ... T rpijtinj Einsame Pappel. _.. _ __ H Ubr Sportplatz Iftiitame Ifnppcl. Training für iTlic Strien : Turnballe Alt-Moabtt jeden Montag von 8-tu Ubr. — Tie Geschäftsstelle erteilt gern Auokunit! Tretet ,der .Svortgruvve i« Reichst« ud Jüdischer Srout» loldate» bei. t»» Vi vUlUlü. 1U vivlVvIl 9vUi)). rpiniita für olle; Jeden Dienstag ab 8 Ubr Sportplatz me Pappel: Jeden Donnerstag ab 8 llbr Svortplatz Einsame l.^Training sürHandballer: jeden Mittwoch ab Fraueusportsest des Berdandes Braudendnrgilcher Atblettk-Ber»i»e. Tie Svortgruvve im RiF. batte »um Berbaudssrauculvorticit zum 100-Mtter-Mat-Lausen sowie »» der Iü-m„l-200-Meter Stasscl gemeldet. 3m 100-Meter-Lausen siegte die Zportgruppe durch prachtvolles Lausen von Fräulein.Margot Ansbach. Ju der 10-mal-2»«-Meter-Ltassel blieb der Erfolg anö. weil wir mit mebreren Ersableuten antreten muhten. Am Tage des lOJäbrigen Jubiläum» der Deutschen Retchsverfässuna veranstalten unter dem Protektorat des Borstandes der jüdischen Gemeinde der Bar »ochba gemeinsam mit dem Hakoah ein indische» Svort-Meeting ans dem Tteraartensvortplav. Ter Borstand bat beschlossen. Meldungen für die ausgeschriebenen Wettbewerbe abzugeben. Mitteilungen der Buudeslettung In mittlerer Stadt Norddeutschlands ist für jüdischen Rechtsanwalt und jüdischen Arzt gute Niederlassungsmöglichkeit gegeben. Gute Klientel von der jüdischen Gemeinde gewährleistet. Nähere Auskunft gibt das Bundesbüro. Bersamml« ugs-Protvkalle. Tie Ortsgruppen werden gebeten, die Protokolle ibrer General- Bersammlungen oder sonstiger wichtiger Sitzungen stet» a» da» Bundesbüro zur evtl. BerSnentlichung im »schtld" etNzuseirde». — Zu beachten ist bitte, dak die-Protokolle wie alle Manuskripte sur den .Schild" ltet» nur einseitig beschrieben werden dürfen, also nicht etwa auch aus der Rückseite. Aus den Landesverbänden und Ortsgruppen - Landesverband Pommer«.. _ SiMti». Am Montag. fteitJ24. Juni, hielten wir als letzte Betinstallung vor den Sommerserien eine Mitgliederversammlung ab. >ie trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit, gut besucht war. Nach iner vorangegangenen Borstandsbesorechnng eröisnete der Boritzende. »am. JackS, die Bersammlung und btek die Kameraden lerzlich willkommen. E» wurden dann zunächst die wahrend des -ommers zu treffenden «bwebrmaknabmen besprochen, um beion- >er» auch in den Sommerfrischen usw. gegen den Antisemitismus u geeigneter Weise gewappnet zu sein. Sam. Jacks wie» besonder» »araus bin. dak man nicht verkennen,darf, dak der Antisemitismus inbedtngt wieder i« Anwachsen begriffen ist. wie die ganze völkische llgitattoN beweist, und auch die Erfolge der entsprechenden Parteien n letzter Zeit. Man muh also aufmerksam bleiben und auch trotz -oarmerruhe und Aussvannung nicht an diesen Sachen achtlos vor? »eigeben. — Tann ergriff »am. Dr. M o »^b a » das Sott zu leinem Vortrag mit dem Thema: .Savnose und «uggestion. Es war ei» iukerft interessanter und lehrreicher Bortraa, der die Anwesenden ,ou Ansang an in seinen Bann zog. Nach einem Rückblick über >ie Anwendung dieser Methoden vom Mittelalter der, kam >er Bottragende dann aus die Heilmethoden mit diesen Utttteln der Jetztzeit zu sprechen. Obgleich »am. Mosbach das khema rein vom sachwifsenschaftlichen Standpunkte behandelte, satte er eS jedoch auch für jeden Laien so verständlich gehalten, dak hm zum Schlnk laug andauernder Beifall für leine hochinterellanten kuSsithrunAn bankte. - Es schlob ftch an diesen Bortraa nach eine inaebende Diskussion mit vielen Anfragen an. die Sam./M. ebenso nteressant beantwortete. — Ra» «ewrechung einiger interner Fralen. konnte »am. Jacks dann die Versammlung um 11 Ühr schlie» en. mit der wir somit in die Sommerpause gingen. Die Same- :aden blieben jedoch noch längere Zeit gemütlich beisammen. , I. Tag»«» de» L«n»es»erba«»es Südwestde»tschl«»d. ^Kurzer «»rherscht. Die ,um 80. Juni nach Frankfurt a. M. einbernfene Tagung -rfreuke sich eines sehr starken Besuches der Delegierten au» den S^"«?r°.'rİn? der' »undeslettung. - 223

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