Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 26 (28.6.1929)
- Date
- 1929-06-28
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Sporl-Schüd Fateraattonale Sportschau Deutschland hat nun im Davis-Pokal die europäische Zonenschlußrunde erreicht, die am 15. Juli in Berlin gegen England ausgetrimen wird. An diesem Erfolg hat der deutsche Tennismeister D. Prenn hervorragenden Anteil. War er im Kampfe gegen Italien noch nicht ganz fit, so kämpfte er gegen die Tschechen in so.hervorragendem Stil, dah die „93. 3.“ schrieb: .dah er unmittelbar vor Höchstform wieder angelanat ist und unser klügster und raffmiertester Spieler ist". Prenn brachte gegen den Tschechen Macenauer das Kunststück fertig, einen Satz von 5:0 gegen sich noch 7:5 zu gewinnen. — Frau Friedleben gewann in Zürich gegen Frau Golding: ihre Schwester. Frau Richter-Weihermann, holte sich die offene Damenkonkurrenz. Während Frau Neppach sich bei einigen deutschen Bäderturnieren in die Siegerliste -intrug, reichte es bei dem jungen Amerikaner Coen, der sich allerdmgs fast nur an international erstklassig besetzten Wettkämpfen beteiligt, erst zu Achtungserfolgen. Nun ist die Wiener Hakoah offiziell in die erste Professionalliga aufgestiegen,' überlegen wurden die beiden letzten Eegne^ Liberias <5:1) und Morawia (6: 0) aus dem Wege - geräumt. Ungeschlagen, ohne Punktverlust, mit dem hervorragenden Skore von 10£: 13 ziehen die Blau-Weihen wieder ins „Oberhaus" ein, die bei ihrem letzten Spiel (Morawia) vom Publikum stürmisch gefeiert und mit Blumen überschüttet wurden. Weniger Erfolg hatten sie mit ihren Freundschaftsspielen,' von Wacker-Wien wurde die ersatzgeschwachte, unlustig kämpfende Mannschaft 2:1 geschlagen, gegen Nemzeti-Budapest ein Unentschieden erzielt. Wider Erwarten häufig betätigen sich noch die Handballer,' . besonders Frankfurt a. M. sah zahlreiche Kämpfe jüdischer Mannschaften, Bar Kochba schlug den Ligaoerein Postsportverein 5 :4, den B. S. C. Offenbach 4 :1, während der „Schild" <RjF.) gegen S. B. Langen 3 :6 verlor. In Berlin wartete die Damenmannschaft des RjF. mit einem Siege über den Berliner Athletikklub (4 :2) auf,' Schwarz-Weih fertigte eine kombinierte Mannschaft des Oberliganeulings B. f.L. Brandenburg 7:5 ab. In Stettin gewann der dortige Bar Kochba in einem Handballturnier den zweiten Preis seiner Klaffe. Die gröhten Erfolge aber erzielte wieder einmal Hakoah-Wiesbaden, die heute schon an die Spitzengruppe der deutschen Handballmannschaften heranreicht. Gegen den Endspielgegner des deutschen Handballmeisters, des Berliner Polizeisportvereins, die Darmstädter Polizei, erlitt sie eine ehrenvolle 2:4-Niederlage, bezwang aber den Meister von Heffen-Main Mainz 05 4 : 2, gewann einen von der Stadt Wiesbaden ausgesetzten Pokal und wurde bei der Aufstellung der Wiesbadener Städtemannschaft außerordentlich berücksichtigt; 5 Hakoahner werden Wiesbaden in den Kämpfen gegen Worms und Mannheim vertreten. Hochbetrieb herrscht in der Leichtathletik; Sonntag für Sonntag trifft man aufeinander. Merkwürdigerweise wurden jedoch bisher sehr wenige neue Höchstleistungen aufgestellt. — Ionath-Dortmund scheint momentan unser bester 100-Meter- Läufer zu sein; nach Körnig muhten sich ihm nuN auch Geerling und Salz beugen. — Erfreuliches ist auch von den Berliner Bar Kochbanern zu berichten, die, abgesehen von dem blamablen Abschneiden beim Staffellauf Potsdam—Berlin, eine Reihe guter Erfolge erzielten. In Jena wurden sie hinter dem S. E. Charlottenburg Zweiter in der 4x100-Meter-Staffel. Bergmann, wurde über 800 Meter von Bücher zwar bezwungen, hielt jedoch den Teutonen Bukh jederzeit sicher. In Frankfurt a. O. holte sich G. Kurz die 100 Meter in 10,8 Sek. (!) vor seinem Klubkameraden Gerber, Bergmann die 400 Meter in 53 Sek., Eger . überraschenderweise die 800 Meter vor dem bekannten Brandenburg-Läufer und Hockevinternationalen Kummetz. Die 4X100- Meter-Staffel gewann die Mannschaft Kurz I, Kurz II, Gerber, Simmenauer in 44 Sek., vor Teutonia und B. S. C. Berlin, ganz überlegen vor dem Berliner Sportklub die 10xl00-Meter- Staffel. Bei den Groh-Staffelläufen im Reiche schnitten die jüdischen Vereine ziemlich günstig ab. Bei der Hamburger Alsterstaffel belegte B. K. den zweiten Platz in seiner Klaffe, die Jugend siegte, die Damen endeten auf dem vierten Platz. Bei „Quer durch Breslau" holte sich die Jugend des dortigen B. K. den Sieg in ihrer Klaffe. Hervorragend hielt sich der Leipziger Bar Kochba bei Lützschena-Leipzig, errang bei den Damen, der Jugend, den Knaben den Sieg und belegte mit seiner Herren- und Alte-Herren-Mannfchaft beidmalig den vierten Platz. Er beteiligte sich auch bei einem Sportfest in Altenburg mit viel Erfolg. Kammerling sprang 6,33 Meter weit, Bromberger gewann die 400, Frl. Ganse die 800 Meter sowie den Weitsprung. Ein internationales Sportfest in Beuthen sab fast restlos die Wiener Hakoahner in Front. Erwähnen wir noch, dah sich beim Realia-Staffeltag die RjF.-Damen gut hielten und hinter „Osram" den zweiten Platz belegten. B. K. Köln gewann einen Klubkampf gegen Frischauf-Köln-Sülz, Bar Kochba-Rürnberg arbeitet fleihig an sich weiter, so daß auch die Erfolge nicht au»- bleiben. Bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften von Mittelfranken holten sie sich die 4x l00-Meter-Staffel; Bukofzer wurde über 100 und 200 Meter Zweiter hinter dem nordbayrischen Meister K. Meise! vom 1. F. C. Nürnberg. Kurt pincrover. Jüdisches Sportmeeting Am Berfaffungstag im Poststadton. Am diesjährigen Bersaffungstage wird im Postftadion ein grohe» jüdische» Sportfest oonftatten gehen. „Sot Kochba Berlin" und „Hakoah Berlin" sind gemeinsam die Veranstalter und werden für «in besonder» intereffante« Programm Sorg« tragen, hakoah Berlin" wird zum erstenmal gegen «ine ausländische Fuhballmannschast spielen. Verhandlungen mit einer erstklassigen jüdischen Fuhballmannschäst. di« einen Ramen in der Welt hat. stehen vor dem «dschlutz. „Bar Kochba Berlin", der heute zu. den besten Berliner Sportklub» zählt, hat di« Leichtathleten au» Wien und Prag zu einem Klubkampf «ingeladen. Die beiden Verein« sollen gemeinsam ein« Mannschaft gegen den Berliner Bar Kochba aufstellen. Einig« offene leichtathletisch« Wettbewerbe sür all« jüdischen Bereine Berlin», sowie Iiu-Iitsu-Vorführungen de» Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten werden den sportlichen Kampf umrahmen. Sport im RjF. TraininaStage der JI»-Jits«-8r»»»«. Berlin. Samofmannschaft: jeden Montag ab 8,30 Uhr. — Fortgeschrittene: leben Mittwoch ab 8.30 Ubr. — Anfänger: jeden Donnerstag ab 8,30 Ubr. — TralntngSränme: Schöneberg, Hohenftairfenftr. 31. Kellerlokal. — Gäste willkommen! . Kameraden, besucht unser Training! Svortgrnvv« i« Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Qrtsgrnvvr Berlin. Geschäftsstelle: Berlin C. 2. Burgftr. 26, Zimmer 10 lRorden 8803). Training für alle: jeden Dienstag ab 8 Ubr Sportplatz -Einsame Pavvel: ieden Donnerstag ab 6 Ubr Sportplatz Einsame Pavvel. Training sür Handballer: jede» Mittwoch ab 8 Ubr Svortvlab Einsame Pavvel. — Tie Geschäftsstelle erteilt gern Auskunst! . Tretet der »Svortgrnvv« im Reichsbnnd jüdischer Srontfoldaten" bei. Mitteilungen der Bnnbesleittmg . Für di« Reise,«itt Kameraden, traget die BnndeSnadel! Wir bitte» di« Kameraden, .rnr Beacht»»« für di« bevorstehend« Reileieit in Kar» nnd Badeorte»’ in einem geeignete» Lokal »«» «ach MSalichkeit in de» Snrblattrr« dnrch eine» kleine» Anschlag »der ei» Anserat bekanntrngel«»: Tressvn » kt »es R i S. Regelmästig« Zusammenkunft dann nnd »an«. ES ist nnr erforderlich, da st ei» einzelner Kamerad dies vrr» anlastt. nnd er »irt ohne Zweifel erreich«», tast die Lameroden alsdann stch insammentinde». VS soll stierdnrch die kameradschastliche Bind»»«, die stch besonders «rirenlich gestalte«, deim Zusammentreffen »»« Kameraden a«S de» verschiedenen Teile» de» Reiche« gestärkt nnd dem «nndeS- ««dank«» somit gedient werde«. Die Kameraden, die stch dieser Anregnn« annebmen. dürfe» »NsrrrS DankeS nnd d«S Erfolges «e» «itt iei». Wir bitte» alle Bavdestteüe« i« Reiche. »«» ttei jeder Ge* legender« anch ihrerseits nachdrücklich ans dies«» »»seren Hinweis ansmerksam 1« mache«. I * Der älteste Kamera» unseres BnndeS. Herr Sanis L i t 1 d a » e r in Marienwerder. Ehrenkamera» »nserer dortige» Lrtsgruvve, de» gebt am 2. Jnli 192» seine» 9«. Geburtstag. Kamerad Littbaner da« die Krieg« 189«. 1888, 1878,71 mitgemacht, »tr «täte« auch an dieser «teste »nlerem älteste» Kameraden die herrlichste» guten Wünsch« rnm AnSdrnck dringe». Aus den Landesverbänden und Ortsgruppen Landesverband Riedersachse». Rinteln. In der letzten MonatSverfammlung, die kehr anaeregt verlief, wurde unter anderem beschlosten, »n einer Sitzung des Vorstandes des Reichsbanner« Schwarr-Rot-Gold. Ortsgruppe Rinteln, ,« der unsere Ortsgruvv« «ingelaben war. den Kameraden Lebmann ,« delegieren. Kam. Leon und Äatttn, denen dte Ort», gruvv« >ur Silberhochzeit am 2S. 8. 1929 ihre Glückwünsche telegraphisch übermittelt batte, haben uns mtt einem Dankschreiben eine Einladung zu einem Kästchen Bier »ugehen lasten. Sine Sammlung für den Fonds zur Errichtung eines Ehrenmals ergab wiedernm «ine» Erfolg. 216