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Der Schild · 1929-05-31 · 22 (31.5.1929) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
22 (31.5.1929)
Date
1929-05-31
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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NW«WWW m mm r Me die RjF.-Orisgm-pen gegründet wurden Nachdem wir die Berichte unserer Landeroerbände üf>« ihre Entwicklung und ihre Geschichte veröffentlicht haben. bringen wir jetzt die uns zugegangenen ENitteilungen von Ortsgruppen über ihre Gründung und ihre Arbeit. Bocholt m Westfalen Die Ortsgruppe wurde am 15. Oktober 1924 gegründet. Der Borstand besteht feit Gründung der Ortsgruppe aus Kamerad Siegfried Ostberg. Dr. Max Stern und Max Sander. Die Abwehrtätigkeit war nur zu Wahlzeiten rege. Sonst brauchte die Ortsgruppe nicht in Tätigkeit zu treten, da die antisemitischen Gruppen hier keinen Fuß fasten konnten. Die finanzielle Lage der Ortsgruppe ist gut, da mehrere Förderer namhafte Beiträge zahlen. Der Ortsgruppe gehören fast sämtliche Kameraden, die auf »ahmefähig sind, an. Die Beziehungen zu den jüdischen Behörden und dem CB. sind di« denkbar besten. Fünf Kameraden gehören dem Reprä sentanten-Kollegium an: ein Kamerad ist stellvertretendes Bor standsmitglied. Eine Sportgrupp« wurde nicht gegründet, da eine ausreichende Betätigung in den paritätischen Sportvereinen möglich ist. Mit dem Kreiskriegerverband und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold stehen wir kameradschaftlich. Die Gedenkfeier für die Gefallenen findet unter gegenseitiger Beteiligung statt. In der hiesigen Synagoge ist eine Ehrentafel für die Gefallenen angebracht. Barmen-Elberfeld! Am 24. Juni 1924 wurde die Ortsgruppe Barmen-Elberfeld gegründet, nachdem es unserem Kameraden Richard Rodens durch aufopfernde Tätigkeit gelungen war, die Borarbeiten auf schnellstem Wege zu erledigen. Tie Gründungsversammlung selbst wurde durch Kameraden Rabbiner Dr. Klein, Düsseldorf, geleitet. In den Borstand wurden gewähll: Fritz Grunewald, I. Bors., Julius Heilbronn, II. Bors., Fritz Ballheimer, I. Kaff., Paul Ollendorff. II. Kaff., Richard Robens, I. Schriftf., Julius Plaut, fl. Schriftf., Max Bendix, Beisitzer. Es entwickelte sich bald eink rege Tätigkeit. In den folgenden Jahren wandte die Ortsgruppe ihre Arbeit vor allem den Turnsportgruppen zu. Ter Fußballabteilung der Ortsgruppe gelang es, zahlreiche Preise zu erringen, während oie Damen-, Herrenuod Kinderriegen eifrig dem Turnen huldigen. Der jetzige Vorstand setzt sich aus folgeaden Kameraden zusammen: Paul Ollendorff, I. Vors., Richard Robens, II. Bors., st ustao Suhmann, Kassierer. Hans Fischel. Schriftführer. Kam. Fritz Grunewald und Max Bendix wurden als Beisitzer gewählt. T ie Geschäftsführung liegt in den Händen des Kam. Wendriner. Kreis Attenkirchen Es bestand schon vor 1924 die Absicht, auch für die hiesige liegend eine Zweiggruppe des RjF. zu gründen, da die jüdischen Kriegsteilnehmer in anderen Frontoerbänden: Stahlhelm, Brrein ehemaliger Soldaten usw. schwer oder gar keine Aufn chme fanden. Es wurde daher von einzelnen Herren ein R rndschreiben an alle Kriegsteilnehmer des Kreises Altenkirchen gesandt, und die Anregung, eine Ortsgruppe z, gründen, fand allgemeinen Anklang. Am 17. Mai 1924 trafen sich nun die Kameraden Sally Rosenberg, Ernst Klestadt, Jakob Herz, Jakob Tobias, Sally Tobias, Louis Rosenberg und Siegmuad Ferker aus Betzdorf und Kirchen a. d. Sieg im jetzigen Bereinslokal Gasthof zur Sonne in Betzdorf, um den Anfang mit der Gründung einer Ortsgruppe zu machen. Alle in der Versammlung anwesenden Herren waren einmütig der Ansicht, daß die Gründung einer Ortsgruppe sehr notwendig sei und daß, man alles daransetzen müßte, sämtliche Kriegsteilnehmer für die Sache zu gewinnen. Wir erreichten dann auch, daß sich bereits einige Kameraden aus Hamm a. d. Sieg und Altenkirchen anschlossen, so daß endgültig am 27. Juni 1924 mit einem Mitgliederbestand von 38 Kameraden die Gründung der Ortsgruppe „Kreis Altenkirchen" des RjF. mit dem Sitze in Betzdorf a. d. Sieg erfolgen konnte. In den ersten Borstand wurden die Kameraden Sally Rosenberg. Kirchen (1. Vorsitzender). Siegfried Abraham, Altenkirchen (2. Borsitzender),. Jakob Herz, Betzdorf (1. Schrift führer), Sally Tobias (2. Schriftführer), Sally Michel, Hamm a. d. Sieg (Kassierer), gewählt. Richt nur Kameraden, sondern auch eine Anzahl von Gönnern schloß sich unserer Ortsgruppe an, in Anbetracht der guten Sach«, die wir im Auge hatten. Sowohl durch eine regelmäßige Zahl von Versammlungen als auch durä: zwei große Festlichkeiten, die im Jahre 1926 und 1928 in Alten Kirchen und Betzdorf stattfanden, wurde eine engere Fühlung unter den Kameraden herbeigeführt. Die engere Zusammen gehörigkeit wird auch weiter sehr gepflegt. Bezüglich unseres Berhältnistes zu den anderen Vereinen, besonders politischen, wäre noch zu sagen, daß wir anfangs mit großen Schwierigkeiten, anerkannt zu werden, zu Kämpfen hatten. In den letzten Jahren hat sich dies aber grundlegend geändert, und wir konnten uns überall durchsetzen. Es gibt keine Veranstaltung. Festlichkeit, politische Kundgebung, zu welcher wir keine Einladung erhalten, und sind wir überall gern gesehene Gäste. Die Ortsgruppe zählt heute 51 Mitglieder. Fraustadt Die Ortsgruppe wurde am 10. August 1925 gegründet. Durch Vermittlung der Glogauer Ortsgruppe zur Gründung der hiesigen sind zu nennen: Gemeindevorsteher Iapha und Kam. Koppe. Kameraden Koppe, Schocken, Kühnberg. Der Borstand des RjF. hat es vermittelt, daß man das Gefallenen-Denkmal bald nach Gründung des Vereins setzen konnte. Unsere Ortsgruppe nimmt an den Ereignissen des Reichsbanners bei Gelegenheiten Anteil. Das Bild unseres Gefallenen-Denkmals folgt anbei. Ueber eine materielle Beihilfe kann heute noch nichts Posi tives gesagt werden, jedoch wollen wir versuchen, nach Kräften einen kleinen Zuschuß zu gewähren, über dessen Hohe wir un» erst später schlüssig werden müssen. Leipzig Unsere Ortsgruppe ist im Jahre 1919 gegründet worden. Die Gründer sind: Rechtsanwalt Dr. Goldschmidt, Zülzer, Martin Kober. Der erste Borstand bestand aus den Herren: Borsitzender: Dr. Goldschmidt, Schriftführer: Köder, Kassierer: Zülzer. Die erste Versammlung fand im Sitzungssaale der hiesigen Israelitischen Religionsgemeinde statt. Brief au dea «Schild" An die Redaktion des „Schild" Berlin W. 15. Ich beziehe mich auf meine Karte vom 7. d. M., in der ich mein Erstaunen ausdrückte, daß Sie bei aller Anerkennung der Frauenarbeit einen Leitartikel über die Wokliayrtsarbeit der Frau brachten. Ich bin der Meinung, daß solche Artikel in Frauenzeitungen und nicht in das Organ der Frontsoldaten gehören. Im letzten Blatt finde ich wiederum einen langen Frauenartikel, der sogar noch in einer Propaganda für den Zionismus endigt. Ich bitte wiederholt darum, einmal Vernunft anzunehmen und derartige Artikel Frauenzeitungen zu überlassen, da ich sonst gezwungen bin, den „Schild" abzudestellen. Mit kameradschaftlichem Gruß gez. Kamnitzer, ■ Syndikus de- C -B. Landesverband Thüringen. 182

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