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Der Schild · 1929-05-03 · 18 (3.5.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
18 (3.5.1929)
Date
1929-05-03
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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I Siel. Be, dem sehr gelungenen Wetturnen de» indischen Turn- Keretns Kiel gewann den ersten Preis bei der ersten Hcrrenrtegc «nser Kamerad Wolf Hirsch mit ltv Punkten, wettere Preis« erbtelten -Niere Kameraden Rüben und «aumgarten. Bet der Damenabtetloag und bei ben Schülern erbtelten die " “— ~ - - Säte LaSk mit 131 Punkten und Ludwig l. Vorsitzenden. den »weiten Preis bei de _ Roher. der Sobn unseres langiäbrtaen TchriftfübrerS. — Abend» wurde das Sttstunasfeft beS jüdischen Turnvereins festlich beganae» mit hervorragend schönen Pvramtben der Herren. Mitteilungen der Bnvdeslettung »«serer Sreud« »„neu wir bekannt gebe», das, die Ort«, grupp r M « » He r». i« Landesverband Westdentichland unter Beitritt fast sämtlicher dvrt »»lässiger Kameraden am 2«. Avril »»gründet marde» ist. Wir begrübe» an dieser Stell« die neue Qrtagrnvv« und die Münster«» Kameraden bertii». i * Reichobund f ii t jüdisch« Siedln»» in Deutschland .R i S". Landesverband Bauern de» »Bis". nnserrs Kameraden Dr. Iran» 8 » t m a n «. Blünche» bat der Baverilche Siedlungsauslchub in feiner Sivnna vom 18. Avril 1328 fi® als »Landesverband Bauern des Bis" konstituiert und somit dt« weitere tatkräftige Durchführung der Prsoa» «aadaarbei, sür Bauern überuvmme». Bereits am Id. Mai wird in München eine «rvb« Siedlnngsknn-aebnng ftattsinde». ,,„ Wir sagen »»seren Srennde» »nd Kameraden tu Bauer» der,- liche» Dank nnd hoffen, »ab ihr «nies Beiiviel vorbildlich weiter wirke» wird. AuS den Landesverbänden und Ortsgruppen Landesverband Baden-Pfalz. Karlsruhe. Kürzlich hielt die Ortsgruppe Uarlsrube ihre töenerolversammluna ab. Der Borsttzenüe. Kam. Tr. Gumvrtch. gedachic in einer Ansprache des zcbntäbrigen Bestehens des Bundes bevor er ben Bericht über das verflossene Geschäftsjahr gab. Besonders zu erwähnen ist das in Gemeinschatt mit dem Turnklnb veran- Üaltete Winterseft. besten gutes sinanztclles Ergebnis es uns ermöglichte. wieder eine Ehrengabe an unsere Kriegcrivitwen »n verteilen. Der Borstand setzt stch a»S folgenden Kameraden zusammen: 1. Borsttzender Prof. A. Adler. 2. Bvrsttzcnder Julius straub. Kastenwart Gustav Lion. 1. «chrtstfübrer Adolf Löwe. 2. Schriftführer Dr. Robert Wctll. als Bcistber: Dr. Gumvrtch. Apotheker Bruno Eohn, Hermann Lang, Leopold Neumann. Herrmann Ovvenbrimcr. Albert Deutsch. Kam. Dr. Gumvrtch begründete dann den Antrag, auf dem Friedhof. einen Gedenkstein oder eine Tafel für die Gefallenen ,» errichten. Landesverband Brandenburg. Prenzlan. Zwecks Wiederbelebung der hiesigen Ortsgruppe waren die btestgen Kameraden zu einer Bersammlung am 2l>. Avril, abends, geladen. In dieser war Kam. Landsberger von der Bundesleitung. Berlin, anwesend. Nach bcgrübendcn Worten erösfnetc der Einberufer die Bersammlung und erteilte dem Kameraden Landsberger das Wort. Nach besten Bortrag über die verschiedenen Abteilungen und Ziele des Nils, wurde auS der Bersammlung beraub der Wunsch über den Fortbestand und die Wiederbelebung der Ortsgruppe als unbedingt notwendig erkannt. Bet der daraus erfolgten Wahl wurde als I. Borsttzender «am. Dr. Jotevb. als Stellvertreter «am. Kirftein, als Schriftführer Kam. Gabriel. als «astenwart Kam. Herm. Simon gewählt. Landesverband Nieterfachie». Hannover. Kürzlich fand die ordentliche Mitgliederversammlung der btestgen Ortsgruppe statt. Ter l. Vorsitzende. Kam. Walter Fuerft. berichtete über den Berlanf der Itijäbrtgen Gründunasseier des Bundes tn Berlin und über dir Fortschritt« in der SiedlungSieweaung. Der 2. Borsttzcndc. »am. Richard Blumentbal. gab anschltchend einen Bericht über dir Tätigkeit der Ortsgruppe im Jahre 1938 und über die gesellschaftlichen Bcranstaltunge». Er gedachte ferner der verstorbenen Kameraden Goldman,, und Easvarins. Kam. «ander berichtete als Borfitzender einer «pezialkommisfto» über die Zusammenarbeit mit dem Bolkobnnd Deutscher «riegsaräberfürforge und über die Patenschaft unserer beiden Sriegerfriedböfe. Auch dt« Borkommniffe bei der letzten Beranftaltung des Bolksbundes im Reichstage wurden erörtert, «am. Hein« erstattete sodann de» Sastenbericht. — Da Kam. Surrst dnrch Uebernabme des Amtes als I. Borsttzender des Landesverbandes Niedersachsen de» Borsttz in der Ortsgruppe ntederlegt«. fand eine Neuwahl des ist« samtvorftandeS statt, die folgendes Ergebnis batte: 1. Borsttzender Sam. Wittelsböfrr, 2. Borsttzender Kam. Richard Blumentbal. Schatzmeister Kam. Heine. Schristfübrcr «gm. Emanurl Weinberg. Beisitzer die Kameraden: Fuerst. Sander. Glaser. Willi Reubrrg. Die Ausschüste behielten dieselbe Besetzung, ftür besondere Veranstaltungen wurde ein« Fahnengruvvr bestimmt und eine Regelung sür die Beteiligung bei Bestattungen getroffen. — Kür den Mai wird noch einmal eine Mitgliederversammlung mit Damen tn Aussicht genommen. Landesverband Oderichleiie». Benthe» O.»S. Der RiF.-Gedanke ist bei den oberschlestschen Kameraden »war immer wach gehalten worden, tedoch ist eine gemeinsame Aktion oder di« dauernde Arbeit der Ortsgruppen durch eine Reibe von lokalen und personellen Schwierigkeiten gehemmt gewesen. Um den organtsat »rischen Schwierigkeiten im Sommerbalbiahi zu begegnen und di« früher sehr beliebten SommerauSflüg« auf brettere Basts zu stellen, insbesondere um möglichst alle Ortsgruppen an der Sommertätigkeit zu beteiligen, waren vor einigen Wochen die Führer der Ortsgruppe im Industriegebiet versammelt. Bon der Zentrale war dazu tn dankensweÄerweise Kam. Landsberger entsandt worden, üesten Rat bi« Verhandlungen anherordentlich erleichterte» und zu dem Resultat führten, bah bereitim Mat der erste Ausflug veranstaltet werden solle. Die. Ortsgruppe Beuchen butte dann den Bolkstrauertag zum Aiilaft genommen. um t» den ihr von'der Mamreh-Loge liebenswürdig »ur Beringung gestellten Logcnräumen eine Gedenkfeier zu veranstalten, deren Durchführung durch - den zahlreichen Besuch von Mitgliedern und Freunden unserer Bewegung als durchaus gelungen bezeichnet werden kann.^Herr Lberkantor Bortn aus BreSlau stellte feine wundervollen Stimmittel der Ortsgruppe zur Beringung und schlug die Zuhörer zu Beginn nnd zum S-vlus, der Beranftaltung durch die tief zu Herzen gehende Wiedergabe unserer alten Melodien in Bann. Nach einleitenden. Worten des Bvrsttzen dc» und nach einem vom Kameraden Theodor Tichaner formvollendet vorgctragene» Prolog hielt Kam. Rechtsanwalt Dr. Foerder- Brcslau den Festvortrag über den .Rcchtskampf des deutsche» Judentums vor Justiz und Berwaltnng. Seine geistvollen Ausfüdrungen. bet denen neben dem groben Wiste» des Vortragenden be iouders die Tatsache aus dir Bersammlung wirkte, datz Kam. Foeröer persönlich ln vorderster- Liuic der Kampfrcihc steht, boten einen starken Eindruck auidie Zuhörer, die den in»tvoUen Bor lämpser für Recht und Freiheit begeistert stierte, Grobes Jnterestc erweckte» auch die Worte des Herrn Rgbdtuer» Dr. Melchior, der au die Bedeutung des Volkolra»crtag«p anknüvite. „ud de» Besonderheiten uiisercr Einpftiidungeil a» diesem Tage beredten Aus 'druck verlieb, sie bet der Betrachtung dieses Tages in bezug au» die schmachvollen Krieddosssäiäi,düngen -und Beschimpsungen unserer sür das Vaterland gefallene» Kaiiieraöen i» uns wach gernfe» werde». ' Auch in andcre» Ortsgruppen, z. 2l. in Ratibor, zeigt sich wieder viel Interest« sür die RjF:?Beweau»g. so das, zu hossen steh», dah mit dem Schmelz des E>ies auch «nfcre Bewegung die Feste!» enger Bedenklichkeit sprengt »nd in - »euer-und kräftigerer Gestaltung die verantwortliche Arbeit als Wachtposten uiifercs Bundes im finstersten Südosten unseres- Vaterlandes ausniuunt. y Landesverband Ost» un>- Wrstvreusten. Dt^Krvn«. Am «onnübrnd, de» «l. Avril d. I.. verauitaltetc die Ortsgruppe Dt.-Krone i» je» Säle» des Hotels .Dcutsches Haus" ein Vergnügen, verbunden mit d»M lUjährigen Stistiiiigsiest^ des Frontbundes. Nachdem der. Vorsitzende' der Ortsgruppe, kam. Borchardt. tn seiner BcgrühungSansvrache der gefallenen «amerade» gedachte und aus das Illjährige Bestehen des Ftontbnndes hinge wiesen batte, wurde ein Singiviel aus »Zcitchen Gebert" zur Ans siibrung gebracht, welches allgemein Beifall fand, sodann trat die Svortavteilung der Ortsgruppe zum ersten Male seit ihrem Bestehen an die Oessentltchleit. Dt«. Tiirnvorsührnuaeu sanden bei den Kameraden sowie bei -c» äustcrst zahlreich, erschienenen aus wärttgen Gästen ungeteilten Beifall. Unter der bewähncn Leitung des Tiiriilehrers der Svortavteilung. Herrn Mock, wurden Uebungeu am Barren und Pferd »ur Bvrsüdrun«. gebracht sowie Kretübnngeu „ach Musikbegleitung. Di« Svortabteilnng. die im Lame der Zeit ans l« Mann angewachsen. ist. .wird in diesem «ommer mit der jüdische» Sportvereinigung in Neu,tettin. .desten Leiter. Herr,Wolfs, gleichfalls erschienen war, einen lcichtatbletischc» Wettkainps ausiechte». desten Programm noch festgesetzt wird, nnd der jährlich abwechselnd tn Dt.-Krvne und in Neustettin ausgetragcn werden soll. Marienwerder U. Westvr. <L t t e r a r i s ch c r Bortragsa bcnd.i Zum eiuem literarischen BoNragsabend hatten die Marirnwerder Ortsgruppen des Rctchsbiindes ludischer Kroutloldaten und des Eentralvereius deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens eingeladen. Nach Bearühüngsivorten des Borstvende» des RiK.. Kameraden Z i a k o w t tz sprach Kam. Kur, s a b a tz k o Königsberg über da« Thema: »Der -zn.d« als Bubnen f i g u r". Der Redner gab einen dittvrischen Ucbcrdlick nbcr die Entwicklung der indischen Bühnenstgur aus der Weltbühnc. insbe sondere aber aus der deutschen'Biibne. Ausgehend von den chrm ltchcn Mnsteriensvielen des Mittelalter» ging er _»>> Jtm bekannte» cngltschcu Dramatiker Marlow, dem Vorläufer Shakespeares über, um sich dann Shakespeare selbst, der neben Lesstiig die gewaltigste Judensigur auf die Bühne gebracht habe, ziizuwende». Es sei durchaus unrichtig, wenn man glaube, »atz Shakespeare im slmlock nur den habgierigen, blutrünstigen Zuden dargestellt habe. An Hand, von Zitaten wies der Redner nach, dast dtc Ktaur sbolocks auch eine grobe Reibe von menschlich snmvatbischen Stellen rntballe und keineswegs viel schlimmer sei als die übrigen im «aufmann von Venedig berausgebrachteil Kianren. die sämtlich nicht als edle Men scheu an,»sprechen Nnd. Dann hob er noch besonders den Lesstng scheu Ratban und desten Lustspiel .Die Juden" hervor, um stä, dann, nachdem er knr, die Literatur des ,9. Jahrhunderts ge,»reis, batte, der modernen Bübnenhichtnng »nd ihrer Darftrllnng des Zuden zuzuwenden. Bon dcnienigcn Dichtern, die Juden darstellcn. seien besonder» hervorzubeben: unser ostvrcusiischer Heimatdichter Hermann Sudermann mit seinem .Stunngesellen sokratrs-7-«rt»r. Schnitzler mit seinem -Profestor Bernbatdi". Ernst Toller mit .Wandlung", Kran, Werfel mit seinem Paiilusdrama. GalSnwrtiws .töesellfchaft", Dietzenschmidts .Mord im Hinterhaus . Arnold Zweigs .Sendung de« Semmel"' und Hermann llngars .Roter General". Bei der überwiegende» Zahl der deutschen Bühnendichter sei festzuftellen. dast Nr in der Daicftelluiig des Juden der Wirklichkeit durchaus gerecht würden. Bon bedeutenden Dichtern sei da« Gegen teil nur bei WildganS in feinem sozialen Schauspiel .Armut »» bemerken. Das, in einer Zeit des.starken Antisemitismns aerade auch der modern« Dichter von dieser Bewegung verschont bleibe, komme daber. weil er stch nicht damit begnügen könne. Jude» figuren nach politischen Schlagworten und rastcntbeoretischeii Er örterungen auf die Bübne zu stellen, sondern we,l der Bnbnendtchter gezwungen sei. stch vsvchojogisch sehr stark in die -arzuftellenden Kiguren zu versetzen. Dadurch bleibe er von dem Kehlnrteil de» Antisemitismus verschont. „ , , . . ' . Es schlost stch etn geselliges Belsammensc»» an. das von einer Ansprache des Kameraden Sabatzkn nntrrbrochen wurde, in der er Familien'Anzeigen stärken ben Gemeinsthaftsfinv. Daher gehören sie in den „Schild"! l 151 -

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