Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 17 (26.4.1929)
- Date
- 1929-04-26
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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der aufnabmesähig und ausnahmewillig ist. eine Bereicherung bedeittea. und de» einzelnen instandleben, besser dt« Interessen des RiK. >u vertreten und sich stärker am politischen Abwehrkamof Kameraden «u unterlassen, da das zablenmähige Ergebnis^biesrr ZtatiMtdik Individualität ber Sameraden, ihre frei« Zeit und ihre Berufspflichten zu wenig berücksichtig« und daher ein falsches Bild von dem Interesse des rtu»eluen an den Dingen des Krontbundes gibt. Der vorstbenüe trägt diesen Bedenken Rechnung und wird den Kameraden nur auf Wunsch die Anzahl der Berfammlungsbe tuch« nennen, wenngleich richtig betont wird, dass dtese Statistik mehr das innere Leben und die Anteilnnhme der Ortsgruppe „im «ns druck bringen soll. Die Kommissionen werde» sämtlich wiedergewäblt, Sic Ber» gnügunaSkommisAon wird durch den Kameraden Hirschel erweitert. Kamerad Rüben bittet, die RjK.-Radel mehr z» zeigen und wünscht mit den Kameraden Salhcrg-Kiel und Dattner-Berlin mehr politische Kleinarbeit. Ter Borsitzrnde bittet alle Kameraden, vor der Retse- und Ausflug,eit sich bei! ihm die Lifte der antisemitischen Bäder cinzuseben und warnt besonders vor drei nationasozialiftischen Gafthäusern in Kiel. Die Bvrlesung aus Remaraues Buch „Im Weste» nichts ReueS7 muhte unterbleiben, da die Debatte bis 24 Uhr sich ausgedehnt batte. Auch im neuen BereinSiabre wird dt« Kieler Ortsgruppe aus dem Pofttn sei», und der Borftand freiwillig iiber- *■ »ommencr Pflicht getreu, seine Arbeit verrichte». Siel. Die Versammlung am 17. Avril 1920 im Hotel Kronprinz nahm einen würdigen Berlauf durch de» Borttag unseres Kameraden Dr. med. Dresel, der das Thema gewählt batte: „Weshalb treiben, wir Leibesübungen?" Der Redner verstand es. den Bortraa vom psvcholoaischen Standpunkt aus interessant zu gestalten und selne Zuhörerschaft ,u interessieren. Kamerad Rolf Salberg vom Stadttoeater in Kiel beschloh eindrucksvoll und erbebend den Abend mit dem Berlesen einzelner Briese g e - s a l lener Studenten aus dem Werk von Professor W i t k o v. Der Vorsitzende dankt beide» Kameraden für die schöne Ausgestaltung der letzten Winterveranstaltung und. bittet die überaus zahlreich erschienenen Kameraden und die Gäste. im nächsten Winter wieder der Ortsgruppe treu« Gefolgschaft in leiste». Ortsgruppe Berlin. Bezirk Zoo. Unter sehr grosser Beteiligung fand kürzlich im KE.-Heim ein BortragSabend über das gegenwärtig weite kreise bewegende Problem der „Kameradschaftsehe" statt. An Stelle des leider durch Krankheit behinderten Kameraden Dr. Salomonski sprach Kamerad Dr. I. A. Tbeilhaber. Rach bistorischen Erörterungen über die Entwicklung der Ehe ging der Redner auf die Ausfassung über das Wesen der Ehe und die wirtschaftliche Sette bet den deutschen Juden ein. Hier habe Nch infolge Lockerung des Jamilienbandcs und des Eintretens auch der jüdische» Iran in das Wirtschaftsleben innerhalb der letzte» Jahrzebutc lang vollzogen. Die Lvätehe tn. Deutschland ltm Ost ... eine Wand .. ... .-..... —-...----)sten heiraten die Juden in jüngeren Jahren, ja sogar schon in der Pubertät» ergebe sich jetzt ein HetratSalter von fass 80 Jahren bet den Krauen und SS Jahren bet den Männern, Lebensalter, bei denen nur noch mit geringem Nachwuchs zu rechnen fei. ES gelte, für di« Beziehungen zwischen den Geschlechtern tu jüngeren Jahren zwischen etwa SU bis SS Jahren, in denen wirtschaftlich «in« Ebeschliebung häufig noch nicht möglich sei — daS entspräche auch dem Wunsch« der heutigen Jugend — eine Korm zu finden, die mit einem Schlagwort als „Kameradschaftsehe" bezeichnet werde. Man wolle hiermit de» wechselnden Berkebr zwischen -jüngeren Petlonen in geschlechtlicher Hinsicht, insbesondere auch die Gefahr der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten vermeiden. Derartige Bünde seien als kinderlose gedacht. Bei der geringen Geburtenziffer müsse in Zukunft die Mutterschaft als solche als Leistung anerkannt und staatlich geschützt werden. Der Bortrag brachte. zahlreich« Gedanke», in die ssch die ältere tzteneratton erst hinetndenkrn muh. —Die Diskussion ergab einen besonders wesentlichen Eiuwanh, der dahin ging, dass die Geburtenzahlen sich nicht beben können, wenn die sogenannte Kameradschaftsehe im Alter von 20—8.', Jahren, in dem am meiste» mit Nachwuchs zu rechnen fei. kinderlos bliebe. Tie Dinge stnd noch 4n der Eni- Wicklung, die aber ohne unser Zutun ivettergcbt. — Nach dem Bor. trag bliebe» noch eine Anzahl Kameraden in gemütlicher Unterhaltung in den schönen Räumen des KE.-Heims beisammen. Bezirk Oft. Die Kameraden treffen sich jeden Donnerstag abend im Restaurant Kaiscrbad in Treptow. _ Bezirk Charlotte«b»r«. Jeden Mittwoch «tammtischabend im Cafe Kerften. kurfürfienbamm, Ecke Lchuiner Platz. Bezirk Moabit. Stammtischabend jeden Donnerstag im «lnb beim Lass Gärtner. Bahnhof Bellevue. Turabende: Männer: Irden Montag, abends H llbr; Krauen: Donnerstag. Stadt. Turnhalle. Alt-Moabtt. Ä IJL „ . -. „ Bezirk Stadtpark. Jede» Dienstag Stammtischabend in der Konditorei Schmidt. Martrn-Luthcr-Str. 8. Bezirk Nord. - Am Sonntäg. den 12/ Mai. findet ein Aussliig mit Damen nach G r ü n b c i d r. „Restaurant K i l i tz". statt. Am Sonntag, den 80. Juni, veranstaltet der Bezirk Nord ge meinschaftlich mit de» Bezirken- M o a bl t. Ost. « ü d. Stadtpark und Zoo ein grosses «ommerfest in den Gesamt ränmcn des LandcsansstcllungsvarkeS. Alt-Moabtt. . — X Stellenvermittlung Stellenangebot. äl. Erste Leim-Atrina lucht für ganz Deutschland gut eiiigeludrtc Bczirksvertrctcr. Zuschriften an. die. Btindesleitnng. Berlin, erbeten. M A Versandabteilung! 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