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Der Schild · 1929-04-19 · 16 (19.4.1929) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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und u,»erfahre,lh«it von dem Fünfziger Langkopp unterschieden, sind von der gleichen geistigen Struktur: Völkische Monomanen und Fanatiker, denen raffinierte Einbläser die Suggestion von einer »vaterländischen Tat" beibrachten, die zu begehen sei. Bei Langkopp hat allerdings das Rationale, von dem er ständig mit Pathetik sprach, dadurch noch einen besonderen Beigeschmack erhalten, daß das »Recht", für das er sich angeblich in die Schanze schlagen wollte, mit Geld identisch war, das er sich gewaltsam holen wollte. Die Presse hat nach Schlutz Vie 0efafleacn.£ifte An die + Redaktion des »Schild" Berlin W 15. Die Anregung des Kam. Beckhard aus Frankfurt unterstütze ich auf das Dringlichste. Ich möchte sie aber nach einigen Rilytungen hin erweitern. Zn den Veröffentlichungen des ,.S<yild" sehlen vor allem die Gefallenen aus den abgetretenen Gebieten und aus Hamburg. Rach den bisherigen Veröffentlichungen des Frontbunde» sowie den Veröffentlichungen der dayrijcyen und württembergischen Liften kann aber mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß die tatsächliche Zahl der jüdischen Kriegsopfer, die bisher als feststehend angenommene Zahl von 12 000 wesentlich überschreitet: die bisherigen Veröffentlichungen nebst Bayern und Württemberg kommen schon an die 11000 heran. Es fehlt nun vor allem Hamburg und die abgetretenen Gebiete. Es kann m. E. unmöglich schwer sein eine möglichst vollzählige Liste von Hamburg zu erhalten, wo doch sicherlich auch eine mehrere Hundert umfassende Zahl zu erivarten ist. Wesentlich schwieriger ist es eine vollkommene Liste aus den abgetretenen Gebieten zu erhalten. Dabei ist es eine Ehrenpflicht des Frontbundes gerade dieser Kameraden sich anzunehmen und dafür zu sorgen, dätz ihre Ramen der Vergessenheit entrissen werden. Während in allen deutschen Gemeinden es als Ehrenpflicht gilt die Namen der für das Vaterland Gefallenen der Nachwelt zu erhalten, haben die Gemeinden in den abgetretenen Gebieten dies häufig aus politischen Gründen freiwillig oder gezwungen unterlassen» Zu einem sehr großen Teil haben die Angehörigen der Kriegsopfer nach dem Krieg ihre Heimat verlassen müssen und sich in dem restlichen Teil von Deutschland eine neue Heimat gesucht. Es ist daher beute schon schwer eine Liste der Kriegsopfer zu erhalten, und »venn noch einige Jahre vorüber sind, ist es ganz unmöglich. Hier mutz der Frontbund Vorsorge treffen. Er mutz versuchen gerade auch die Opfer der abgetretenen Gebiete zu erfassen. Sorveit dies nicht durch intensive Arbeli von Einzelmitgliedern möglich ist, ist ein Aufruf an alle deutschen Gemeinden zu richten, mit der Bitte, datz die Familien der aus den abgetretenen Gebieten Zugezogenen nähere Angaben über die Gefallenen an die Bundesleitung richten. Heranzutreten ist ebenfalls an die Organisationen der Vertriebenen, wie etwa an den Hilfsbund vertriebener Elsah-Lothringer, den Bund der Ausländsdeutschen, die Organisation der in den an Polen abgetretenen Gebieten wohnhaft gewesenen usw. Es handelt sich dabei keineswegs um kleine Zahlen: von den elsaß-lothringischen Juden dürften allein zirka 800—1000 gefallen sein. Die Zahl der Gefallenen aus dem Osten dürfte wahrscheinlich nicht kleiner eher größer sein, und dazu kommt dann noch die ebenfalls nicht ganz kleine Zahl der aus dem Ausland zu den Fahnen geeilten Juden. Dringend erforderlich ist die Veröffentlichung der Namen ufwim »Schild", da gerade bei diesen Namen eine weite Kontrolle zur Verbesserung und Vervollständigung erwünscht ist. Ebenso ist es nötig, datz, selbst »venn die Liste dieser Kriegsopfer nicht vollzählig ist, diese in die geplante Veröffentlichung mit ausgenommen werden als Ehrung dieser Kriegsopfer. die heute schon teilweise vergessen sind. Als selbstverständlich betrachte ich, daß die Beröffentlichung des Frontbundes trotz der separaten Veröffentlichungen von Württeinberg und Bayern, auch diese Namen nochmals enthält. Kam. Dr. R. S^r i n g e r, Heidelberg. Warum RjF.? An die Redaktion des »Schild" Berlin W 15. Warum, so fragen sich manche unserer Kameraden, bin ich gezwungen einem Frontbund anzugehören, sei es ein jüdischer oder nichtjüdischer? Was draußen erlebt wurde, ist heute zum größten Teil schon wieder vergessen. Dennoch ist es heute eine unbedingte Notwendigkeit für jüdische Frontkämpfer dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten anzugehören. Der Stahlhelm sowie die anderen rechtsstehenden Frontbund« versuchen mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln. 134 des Prozesses Material veröffentlicht, aus dem hervorgeht, daß Langkopp Gelder, die ihm von England freigegeben worden waren, gesetzwidrig nicht angegeben hat, und daß auch bei de» Anmeldung seines angeblichen Schadens große Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Angaben erlaubt sind. Die Oeffentlichkeit hat das milde Urteil gegen Langkopp mit Recht darauf zurückgeführt, datz man eine «bstemplung des Angeklagten zum Märtyrer unbedingt vermeiden wollte. >Volfgang Karell. Briefe an den „Schild" unsere Kampfbereitwilligkeit und die Fähigkeiten, die wir im Kriege bewiesen haben, herabzumindern. Um den Wahrheitsbeweis für unsere Opferwilligkeit und der Einsetzung unserer ganzen Kraft für das deutsche Vaterland zu erbringen, ist es ohne Frage bitter notwendig, datz jeder jüdische Kriegsteilnehmer in unsere Reihen eintritt. Das Kameradschaftsgefühl mutz uns auch in dieser Zeit Zusammenhalten. Sollen unsere tapferen Gefallenen umsonst ihr Gut und Blut hergegeben haben, damit man ihren Ruhm jetzt schmälern darf? Das kann und darf niemand mit Gleichgültigkeit beantworten. Er erweist sich und der ganzen Iudenheit einen schlechten Dienst, wollte er auf den RjF. verzichten. Unsere Statistik ist der beste Beweis für die Anzahl der Juden, die den Krieg an der Front mitgemacht haben und ein Gegengewicht gegen alle unwahren Behauptungen. Darum,ergeht an alle der Mahnruf: Hinein in den Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Dort vertritt man jederzeit Eure Interesseii und damit diejenigen der deutschen Juden. Hans Meyer. 2. Vorsitzender der Ortsgruppe Bremen im RjF. 100 Jahre Israelitischer Frauenverem Karlsruhe Kürzlich beging der Israelitische Frauenverein Karlsruhe das Fest seines hundertjährigen Bestehens: die Feier fand im großen Rathaussaale statt, und es hatten sich zu ihr zahlreiche Mitglieder und Freunde des Vereins eingefuirden. Sie wurden von der Vorsitzenden, Frau Geheimrat Mayer, mit einer de deutungsvollen Ansprache begrützt: man wanderte im »Seifte durch die Geschichte des Vereins und erlsjbte gleichzeitig ein Jahrhundert des Geschickes der Karlsruher Gemeinde. Im Februar 1828 zählte die Stadt Karlsruhe 23 000 Einwohner, darunter 800 Israeliten, die etwa 130 Famsiien bildeten. Fm ersten Dereinsjahr war die Mitgliederzahl des Frauenvereins 55: das Eintrittsgeld betrug je nach den Bermögensverhältnissen 1 bis 4 Gulden und der lausende Beitrag 12 bis 18 Kreuzer monatlich, jährlich also 4 bis 6 Mark. Ohne Eintrittsgeld wurden die Frauen von Handwerkern ausgenommen: als solche werden genannt: Bäckermeister, Goldarbeiter, Gürtlermeifter, Hafnermeister, Hutmacher, Malermeister, Schlossermeister, Seifensieder. Zweck des Vereins war die Unterstützung der ihm angehürenden Frauen in Krankheit und Wochenbett. Erst im März 1860 wurde auch die Aufnahme von Mädchen nicht »mter 20 Jahren zugelassen. Unter den Vorstandsmitgliedern des Vereins kehren die alten bekannten Karlsruher Namen Bielefeld, Ettlinger, Hamburger, Willstätter, Wormser und manche andere wieder. Seine Tätigkeit blieb die Unterstützung in Krankheitsfällen: durch die Kriegs- und Inflationszeiten wurde sie stark beeinträchtigt: in den letzten Jahren aber wirkt der Verein wieder wie in früherer Weise. Als neue Aufgabe hat er anläßlich seines Jubiläums die Einrichtung eines Altersheims für den Mittelstand ins Auge gefatzt. Ein Jubiläumsfonds, der als Festgabe gesammelt wurde, soll den ersten Grundstein dazu legen. (Verordnungsblatt des Oberrats der Israeliten Badens.) Spott im RjF. RiA.-Da««n»annschast Jdilitt «tealip-Lichterselde 8:5 Ulatticit 2 :6). Sonntao. den 7. Avril. fand da» BerbandSbandballsvitl Ritz. ae,en Stealtb-Ltchterselde statt. Unsere Damen, die beim I.. Svtel diesen Äeoner 10 :0 swingen, dachten auch diesmal einen der ftch seit dem scharfen Kamps. -- - . - —». dach glich der darauf au-. Steglid-Lichterfelde vermachte uvch i\i BnmMlf .. dag Resultat auf 5 :2 für sich r« stelle». Dur« gute »ombtnation unflottes Tempo gelau« es unsere« o mal erfolgreich einrysenbe». Der Gegner batte stch reit ru sehr auSgegeoen und konnte ft® bei unserer

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