Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 15 (12.4.1929)
- Date
- 1929-04-12
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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gen durch «ine gute öffentliche Presse für üas-Änsehen des RjF. geworben hat und somit zum Blühen. Wachsen und Gedeihen beigetragen hat. St« wünscht dem Bunde als Teil desselben noch langes Bestehen und Fortwirken für die deutsche Iudenheit. -\ Walter Bloem über Heinrich Heine Walter Bloem, über dessen nationale Zuverlässigkeit auch die Deutschnationalen keinen Zweifel zulassen werden, hielt in Würzburg im „Jüdischen Fortbildungsheim" einen Dortrag über „Heinrich Heine, der deutsche Dichter". Bloem behandelte, wie unser Würzburger Korrespondent' drahtet, den Dichter in ebenso tiefgründiger wie liebevoller Weise und zergliederte seine hohe Kunst. Er kam dabei zu dem Schluß. datz i seine Dichtungen den deutschen Geist über den ganzen Erdball ^getragen haben. Ehe Walter Bloem mit seinem Vortrag schloß, richtete er an die Anwesenden noch einen flammenden Aufruf. Er betonte, daß es nicht wahr sei, daß zwischen deutschem Wesen und dem Wesen der jüdischen Mitbürger ein unüberbrückbarer > Gegensatz sei. Man sollte sich nicht befehden zum Spott des Auslandes, sondern zusammenstehen: dazu gehöre Entgegenkommen auf beiden Seiten. Aber fände man sich zusammen, dann werde in Deutschland auch niemand mehr in Frage stellen, sondern bejahen. was Heinrich Heine von sich selber sagt: „Ich bin ein deutscher/Dichter. bekannt im ganzen" Land. Nennt man die besten Namen, so wird auch der meine genannt." -Lin jüdischer Architekt baut den Bölkerbundpalaft. Der bekannte schweizerische jüdische Architekt Flegen» h e i m e r ist einer der fünf Architekten, die das Haus des Völkerbundes bauen sollen. Der Generalsekretär des Völkerbundes Sir Eric Drummond hat soeben den Kontrakt mit den fünf Architekten unterzeichnet. Herr Flegenheimer hat zusammen mit seinem Lehrer, dem berühmten französischen Architekten Menot, beim Wettbewerb um einen Entwurf für das Gebäude und die Versammlungshalle den ersten Preis gewonnen. Es wurde aber ein Arrangement getroffen, daß beim Bau einige Ideen dreier anderer Architekten. Broggi (Italien), Lefevre (Frankreich) und Bamo (Ungarn), mit verwendet werden sollen. Damo ist auch Jude. Der Bau des Palais, das im Genfer Ariana-Park errichtet wird, wird rund eine Million Pfund (2V Millionen Mark) kosten. _ „Manchester Guardian" nennt den Juden Leoinson als Kandidaten für den Rodel-Friedenspreis. „Manchester Guardian", die führende demokratische Zeiltsng. teilt in ihrem Leitartikel mit, daß als Empfänger des nächsten Nobelpreises für Frieden der Ehicagoer Anwalt Levinson in Betracht kommt. „Manchester Guardian" setzt auseinander, daß man keinen würdigeren Kandidaten für den Friedenspreis finden könne, als diesen Mann, der die Formel von der Aechtung des Krieges geprägt, deren Uebernahme durch den Staatssekretär Kellogg durchgesetzt und nun die Genugtuung erlebt hat, daß die Formel von fast allen Regierungen der Welt unterzeichnet worden ist. Dieser von einem einzigen Mann unternommene Feldzug, fährt die Zeitung fort, hat zu nicht weniger wichtigen Resultaten geführt, als der Bölkerbundvertrag und das Locarno-Protokoll. Da» Hohelied der ^riesenbatterie". 2. Batterie Feld-Art.-Reg. 91t. 20, 2. Garde-Reserve-Dioision. Die Rhein-Ems-Zeitung brachte vor einiger Zeit einen Artikel mit der oben angegebenen Ueberfchrist über das heldenmütige Verhalten der aus Emdern und anderen Ostfriesen bestehenden Batterie beim Rückzug auf Reims im September 1914. Mit anderen Batterien hatte auch die Friesenbatterie den Auftrag, den nachfolgenden Feind aufzuhalten und den Kameraden von der Infanterie sowie den Jägern Nr. 10 einen ruhigen Durchzug durch Reims zu ermöglichen. Trotz des niederdrückenden Gefühls der Niederlage und trotz der schweren Verluste waren Stimmung und Haltung der Truppen vorzüglich. Unser Kamerad Arnold Bisser-Emden war 2. Fahrer des 1. Geschützes. 1918 als kriegsbeschädigt entlassen, und sein Name wird in dem Artikel mit den Namen der anderen Tapferen genannt. Kamerad Visier war Vorsitzender unserer Ortsgruppe Emden. Spott )im NjF. „ TraininaSiage »er 3U-3Uf«-«rmwK. «er«». Rampfmannfd>aff:Te6en Montaa ab 8M Ubr. — Sortaelchrtttene: jeden Mittwoch ob 8.30 Anfänger: jeden Donnerstag ab 8,30 Ubr. — TratningWume^ Schöneberg. eo&en(toufenftr. 31 »ellerlokal. Gäste willkommen! Kameraden, besucht unser Training! al»b»ettters«as«e» »er 3U-3W»-«»»»*«. Rö meiste!st«ltch fanden rschosten statt die über Fe um die dteSiäbriaen Klubochen dauernden AusschetdnnaS. i > > kämpfe standen auch diesmal wieder in grotzem Matze i« Zeichen unserer neu zur »ainpfmannschast hinzuaekommenen Kämpfer. Bor allem im Leichtgewicht war eine so große Zahl Meldungen ein«, aanqen. datz sich die Leitung der Grüvve genötigt sab. diese Gewtchtsklaffe in 2 Leistungsklassen ,u teilen. Die Kämpfe verliefe» »um groben Teile oft gleichwertig und die Endsteger batten oft ein 'wweres «tüa Arbeit zu leisten, um zum Ziel kommen zu könne». Ein schönes Zeichen der gleichmäßigen Durchbildung unserer Kampfer — dank ibrer «Meisterung sür unseren Sport. aber auch dank der hervorragenden Ausbildung -durch den tüchtigen Trainer unserer Gruppe, Herrn Kreffel. Sin Novum sür unsere Meisterschaften gab es diesmal in der l. Kkaste. des Leichtgewichts: trov tunsmaliger Wiederholung unh »ampfverlängerung kamen die Reumann und Wittenberg zu keinem entscheidenden Resultat, so datz der Titel auf «eschlutz des Bor fiandes nicht'gegeben werden konnte. Beide erbalten fie kür ihre Hervorragenden Leistungen die Sieger-Plakette. Endsteger und damit Klübmeister in den einzelne» (Gewichts, klasten wurden: im Federgewicht Beck. in der 2. »laste des Leichtgewichts: Aron lohn. in der I.'»laste: Reumann und «ittenbera im Leichten Mittelgewicht: Sriedländer und im schweren Mittelgewicht: Steinhardt. * Eine neue Sporlabteilung — Kiu-Jitiu-Gruppe in Stettin. _ Jiu-Jitsu-Grupve des RiS.. Berlin, bat mit Hilfe des Bar »vchba. Stettin, durch ibren Deutschen Meister. E. Joachimstbal. eine Jtu-Jiik»-Abteilu»g gegründet, die in der kurzen Zeit ibre» entwickeln konnte. Ein Teil der schon kämpf fähigen Mitglieder wird auf Einladung der Berliner Gruppe am «onnabend. den 13. Avril, nach Berlin, kommen, »m hier Freund - Ichaftskampfe auszutragen. Die Kämpfe werden am Sonntag, de» tt. April, vormittags ab I0,3l>.Ubr, in den Trainingsräumen der Gruppe, Hobenstausenstr. 3l. stattsinden und And Kameraden, die stch diese Kampfe anseben wollen,- herzlich willkommen. — Auch diese beweist wieder die bewährte Werbewirkuna unserer Ziu-Jitsu-Grupve, und ist nur zu wünschen, datz auch die Ortsgruppe «tettin des RiF. das Ihrige dazu tun wird, zur weiteren erfolgreichen Entwicklung der Gruppe. Personal!« Zn Korst i. L. fand ei» gut besuchtes und besetztes Tilchiennis- Turnier statt. Dabet zeichneten stch Manfred Jastrow. Sein» ifobn. ,^ele Evtrin und Rianin Eotrin. sämtlich Angehörige unserer Kameraden in Korst, aus. AuS den Landesverbänden und Ortsgruppen Landesverband Schlehen. Waldenburg.!. Schl, 10 Jahre Ortsgruppe des RiK. Am I«. Mär» beging die bteftge- Ortsgruppe unter febr zahlreicher Beteiligung der Gemeindemitglieder und ibrer Angehörigen sowie einer Reibe auswärtiger Gäste im „Waldenburaer Hof" anläßlich des lNjäbrigen Beftebens der Ortsgruppe einen GesellschastS-Abend. Der Borsttzende der Ortsgruppe, Kam. Korn, hob in seiner Begrüßung die Entstehung des Ri), bervor und forderte zu weiterer treuer Mitarbeit für unsere Belange aus. Weiter verlas er die eingeaangenen 'Glückwunschtelegramme, u. a. des Landesverbandes, der Bunbesleitüng und der benachbarten Ortsgruppen. Der 2. Bocsttzende. Kam. Jaeob-Wiistegiersdorf, konnte dem verdienten Kameraden und I. Borsttzende» Paul Korn, eine von sämtlichen Kameraden gestiftete goldene RiK.-Radel überreichen. Er bob in seiner Ansprache den Anlatz für diese Anerkennung bervor und wie» weiter daraus hin. datz die Mitarbeit des Kameraden Korn ihm stets eine Herzenssache ist. — Borträae sowie ein Kabarett, sür die stch besonders die Kameraden Italischer- und Licht-Striegau sowie einige Töchter und Söbne der Kameraden einsetzten, verbalsen dem Abend zu einem vollen Erfolge. Eine Tombola, Preisschietzen und andere Belustigungen sorgten sür genügend Unterhaltung. Die Stimmung hielt bis in die früben Morgenstunden an. Kam. Hevmann-Gotteöberg dankte für den gelungenen schönen Abend, der sicher dazu beitragen wird, die Kameradschaft und de» festen Zusammenhang der Ortsgruppe zu fördern. j Landesverband Sübwektdentschlaub. Srankfnrt a. Mai». Wir weise» auch »» dieser Stelle aus die a« Donnerstag. de» 18. Avril. adeads 8.30 Uhr stattii»dende Geoeralversa»«l»»g »»lerer Ortsgruppe i« «rohen Saal der Krauksurt- Loge. Escherobeiwer Laudftr. 27. bi» und erwarte» vall,adlige» Erlcheiueu aller Kawerade». O»pe»bei«. Am Sonntag, den 7r-April, fand in Nierftein im .Rbetnhotel" die Keier des 10jährigen Beftebens des Bundes statt. In liebenswürdiger Weise batte «am. «tudienrat Gabriel, dev stell» Borsttzende des Landesverbandes, unser bewahrter Führer, die Festrede übernommen. Außerdem waren erschienen »am. Beckbard-Krankfurt a. M.. die riorfibenden der Ortsgruppen Worms und Main,, die Kameraden Moritz Maoer und Benno Levi sowie eine gröhere Anzahl Wormser und Mainzer Kameraden mit Ihren Damen, so datz der Saal überfüllt war. Wie immer wurde die Beranstaltuna durch eine Totenehrung eröffnet. Ttesera ritten gedachte Kam. Moritz Maoer-Worms unserer 12 000 Kefalleneu. Während der Rede batten sich alle Anwesenden von ihren Plätzen erhoben. Diese Keier war von Gesangsvorträgen von Wormser Damen umrahmt. Alsdann hielt Sam. Gabriel seinen Keftvortrag. In einem grotzangeleaten Bortraa schilderte er das Wesen und die Bedeutung unsere» Bunde» von Anbeginn seiner «rünürna bi» zum heutigen Tage, Meisterhaft verstand er eS. alle» vedentenbe ln kurzen Stachen zu zeichnen und alle Anwesenden, ständig in feinem Bann zu halten. Stürmischer Beifall belohnte sein Referat und ritz die Zuhörer immer wieder zu neuen Kundgebungen Lin ES sprachen dann noch: der Borsttzende der »ultnsgemetn^ Nierstein. Herr Roseutbal. der ebenfalls in anerkennenswerten «orten die «edeuiung unseres Bunde» unierstrich. ünd erklärte, datzer und seine Gemeinde uns stets die grötzte Äompathie entgegenbringen würden. Schließlich sprachen noch die Kameraden Beckbard-SrankfuN. Maoer-Worms und Benno Levi-Matn, um stch seitens ihrer OrtS- 1m i