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Der Schild · 1929-03-22 · 12 (22.3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
12 (22.3.1929)
Date
1929-03-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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von Krau Sät« «peoer-soest gedichtet worden war. Tann ergriff. Herr Lehrer Satzenftetn daS Wort, um in kurze», beredten Worten über bi« Gründung vor 10 Jahren ,u Ivrechcn und darüber, wel. chen Aufschwung der Ritz, in der kurzen Zeit genommen bat. Ehrende Worte Tand der Redner für die Kameraden. welch« sich i» den Dienst der Lache gestellt haben, und hen Bund zu der zweitgröbten indischen Organisation gebracht haben: er sorderte auf. mitzuarbetten. das, alle jüdischen Frontkämpfer sich in die Reiben de» RjF. stellen sollen. Mit einem dreifachen Hoch auf de» RiF. und ans Deutschland schlob der Redner seine Kundgebung. Landesverband Oft/Westvrevbeu. SSntgsber«. Unsere SönigSbcrger Ortsgruppe veranstaltete an, Mittwoch, den 8. März, einen »amcrädschaftsabend. Zunächst wurde eine Aussprache über die bevorstehende Landesverbandstagung in Guttftadt berbeigeführt und die technischen Mabnahmc» zur zweckmäbigen Durchführung der Tagung beschlossen. Weiterhin wurde das Berhältnts ,» den auswärtigen Ortsgruppen erörtert: insbesondere wurde der Beschluß einer oftvreubischen Ortsgruppe verurteilt, die sich entgegen der Bnndeslaviing auberhalb des Landesverbandes gestellt bat. Es soll mit allem Nachdruck dahin gewirkt werden, das, die Ortsgruppe wieder in den Landesverband eintritt. Nach Erledigung de» gelchästlichen Teiles sand ein kameradschaftliche» Beisammensein statt da» in gemütlicher Weise eine Reihe von Sameraden bis i» die späten Nachtstunden hinein vereinte. Elbing. Am Lonntag. den 21. Februar. fand in unserer Sonagoge anläßlich de» Bolkstrauertage» ein »Gottesdienst statt. Sam. Rabb. Dr. Nrnseld hielt die Predigt. Tie Feier wurde von «am. Kantor Anschcl durch »»«sänge umrahmt. 9fm Lchlui, de» Gottesdirnstes wurde von allen Kriegsteilnehmern, das Kaddifchgghet gemeinschaftlich gesvroche». Kabdischg^et Rastenbur«. Am 2. März sand »uscre fällige MonatSversainmluug statt, die vvn dem »weiten Borsihcndeu. Sam. Beer, in Vcrtrrtung de» Sam. Leivtnnek. der verhindert war. a» der Versammluug teilzunebmcn. eröffnet. Für die Dclegiertentaguna in Gutlstadt »vir» Sam. Hecht gewählt. Ti« Versammlung beschlos,, für den 23. d. M. einen Vortragsabend einzubernien. an dem eine hierzu besonders geeignete Persönlichkeit über d,rs Problein der Siedlung referiert. An dem. gleichen Tage soll die Ortsgruppe Angcrbur« gegründet werden. Landesverband Pommer«. Stettin. I» unserer Ortsgruppe herrschte auch in den letzten Monaten reges Leben. Im Januar batten wir eine Versammlung, in der unser Sam. Rabb. Dr. Elk über das Thema »Ter jüdische Witz" sprach. Seine interessanten Ausführungen fanden reichen Beifall: der Vortragende verstaub es vortrefslich, dir tiefe Psochölogie, die in jüdischen Witzen liegt, zu schildern. Es war ein sehr aureaenden Abend. Am 23. Februar veranstalteten ivir eine Festsitzung anläklick des Iviäbriaen Bestehens unseres Bundes. ,» welcher wir unfern Bundrsvvrützcnde». Sam. Dr. L o e w e n ft e i ». eingeladrn hatten, der auch die Festansprache übernommen batte. Die Räume waren dann viel zu klein um die zahlreich Erschienene» zu fallen. Wir batten auch sämtliche jüdische Organisationen etnacladen. die der Aufforderung in grober Zahl gefolgt waren. Der Borllvende. Sam. Jacks, bcarübte Sam. Tr. Loewenstetn auf das berzlichfte und überreichte »hm zum Andenken und als nachträgliche Gabe zu seinem ■'>»). Geburtstag ein Bild vom Stettiner Hafen. Ferner gab er bekannt. das, sich Stettin an der Leo-Loewcnstein-Sttftung für die in Not geratenen Sameraden beteiligen und dtcserbalb auch noch an dir aiidern Ortsgruppen bcrantretcn wird. Nach einem kurzen Referat de» Sam. JackS über die Feier des lüiährigen Bestehen» in Berlin nahm dann Sam. Tr. L o e w « n st e i n da» Wort zu seinem Kestvortraa »18 Jahre R j In tiefgehenden Ausführungen behandelte er die Aufbauarbeit unseres Bundes und ging besonders auf die Stellung zu den andern Krontkämvferorganlsationen ein. Abschltebend behandelte er daun noch kur». die SicdlungSfragc. Reicher Beifall dankte »»ferm Bundesvorlltzenden für seine interessanten Ausführungen, den besonders noch der Borlltzende der Ortsgruppe Stargard, Sam. Louis M e o e r. welcher mit einer stattlichen Anzahl Sameraden erschienen war, mit einem dreifachen Hoch aus Sam. Dr. Loewen stein bekräftigte. Hieran fchloh llch noch ein gemütliches Beisammensein, das die Sameraden »och lange an diesem so schön verlaufenen Abend vereinte.. Am 10. Mär» feierten wir unser Stiftungsfest mit einem groben Frftball im «onzertbaus. Tiefe Veranstaltung begingen wir als ein Wobltätigkcitsfest. indem wir den Reinertrag für unfern UnterstützungSfonds bestimmt hatten. Eine reichhaltige Tombola half »ns. diesen Plan zu verwirklichen, so bab bet all der luftigen Stimmung, die herrschte, der gute Zweck erfüllt wurde. Diele Vrranftaltung hat auch dazu beigetragen. eines der Ziele unseres Bundes z» kräftigen, nämlich dt« Äameradschaik z» fördern. Landesverband Mitteldeutschland. Halberstadt. Am fl. Mär» veranstaltete unsere Ortsgruppe einen Herrenabend. Tie Beteiligung war ungewöhnlich grob, auch zahlreiche Gäste waren erschienen. Ter 1. Borlltzende, Sam. Hetnemann, cE0T?netc den Abend und wies in einer kurzen Rede auf das lOtährtae Bestehen des RiF. bin. Man konnte an diesem Abend Nchiausnabmen vornehmen. Humoristische Vorträae. musikalische Darbietungen und eine Tombola umrahmte» den Abend, der znr Pflege der Samcradlchaft beitrug. Meiningen. Eine grobe, würdige JubiläumSseter beging dir hiesige Ortsgruppe. Der religiöse Teil fand am Sonnabend, de» 23. Februar, t» Verbindung mit dem VolkStrauertag in der Svnagvae statt. Herr Landrabbiner Kränke! sprach in einer zu Herzen gebenden Predigt von dem Entstehen, von. dem hoben Nttlichc» Werte unseres Bundes, von seinem segensreichen Wirken und endete mit einem ttefbewegenden üaddisch für. unsere gefallenen Brüder. DaS kameradschaftliche Fest solgte am Sonnabend, den 2. März. Ein Prolog, vorgetragrn von Sam. Justin HaaS, erösfnete die Feier, -odann gedachte der 1. Vorsitzende. Sam. Julius Grünstein, i» seiner Ansprache der 12 000 gefallenen Gtaubensbrüder. streifte in kraftvollen Worten die Geschichte des Frontbundes, stine Bestrebungen und Ideale, feine hoben Ziele und Erfolg« und schlob mit einem Appell an die Sameraden. trotz der wüste» antisemitische» Hetze, trotz der tiesbefchämenden FrtedhofSschändungen. den Glaube» an Deutschland nicht zu verlieren, nicht zu verzagen, sondern erst recht mitznarbelten an dem Wiederaufbau deS geliebten Vaterlande». Hierauf dankte der 2. Borlltzende. Sam. Felir Frübauf. dem 1. Vorsitzenden für feine 10jährige Tätigkeit als Vorsitzender der Ortsgruppe und überreichte diesem unter dem Beisall der Sameraden da» Bild von Profellor Liebermann .Den Müttern der Zwölstausend". An den bewegten Dankesworten des 1. Vorsitzenden konnten alle erkennen, wie er Sch über ÄteseS finnig« Geschenk freute. Daran auschltebend übervrachte Herr Bruno Hetnemann die Glückwünsche des Erntral-Bereins. Ein inzwischen etngegangencx telegraphischer Grub des hochverehrten Bundesvorsitzenden. Sam. _ Dr. Loewenstein, wurde sreudtg applaudiert. Unter vorzügltchen künstlerischen Darbietungen und Vorträgen, an denen sich Samerad Gortatowsko hervorragend beteiligte, schlob die Feier, die auf alle Anwesenden, auf Sameraden und Gälte, einen tiefen Eindruck gemacht. Ein anschliebender Ball hielt Jung »nd Alt bis in die frühe» Morgenstunden zusammen. Landesverband Südweftdentichlaud. Bücher Ta» Münchener Gedenkbnch. Tic' grobe Arbeit der Redaktion de» Münchener Gefallenen Gedenkbiübes, besten Vorwort .wir veröffentlicht habe», ist im Aufträge btf unter Vorsitz von Samerad Alfred Werner stehende» Ortsgruppe von den Sameraden Harro Sternberger, Adolf Schaalmann und Hans Guggenlie im geleistet worden. * Tie Mouatolchrtsh für Geschichte und Willenschaft de» Judentums eröffnet ihre» neue» Jahrgang mit eincin höchst anziehende» kurze» Aussatz von A. Lcwkowip über .Lessing» Religion". der den Dich tcr als den Vertreter eines religiöse» Individualismus darstellt »nd die dauernde Bedeutung wie die zeitliche Gebundenheit seines Standpunktes betont. Bon grobem allgemeinen Jnterelle sinirsterner die Uiitersuchnngcn von JiiliuK Rotbolz über die Zunahme der jüdischen Einwohner in de» Vorortgcmetndcn Grob-Berlins: überraschend wirkt hier die Feststellung, das, das zablenmäbig^ Verhältnis der Geschlechter zueinander in den verschiedenen Konsessionc» llnterschiedc aufwetst. die Rotholz in durchaus einleuchtender Weile z» erklären sucht, wie überhaupt - das trockene Material geistvoll verwertet wird und tnsbesoudere aus Feststellungen über die Wob niingsnot soztaletbische Forderungen abgeleitet werden. Tcr scharssinnige Bericht Eb. Ahlbccks über neuere Mischnalitcratur ist namentlich deswegen von Bedeutung, weil er an einem »tchtjirdischen Kommentar zu den Sprüchen der Väter sachkundig veranichaulichl. wie sehr die Brsangcnbett selbst die schönsten Perlen unseres Schrift »ums herabzusetzen sucht. Anber diesen Aussätzen finden sich wertvolle sachwistenschaftltche Untersuchungen: wie ein Beitrag zur Erdkunde Palästinas und ein« Studie über das- Leben eines jüdische» Arztes im 18. Jahrhundert. Zahlreiche Besprechungen sind dem Hefte bcigegeben. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wtsienschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag vvn 10,— Mk. an diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon. Berlin 7030) oder an einen der-Bertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgezählt sind. * Politjt und Humanität. Paul Nathan. Ei» Ledrustild von Ernst Fever. Deutsche VerlagSgefellschaf« sür Politik und Geschichte m. b. H.. Berlin W. 8. Ein Buch des Andenkens und der Würdigung eiues groben Menschen. Paul' NatbanS Leben, in dem DieiM a» der Politik »nd Dienst am Kohle des Judentums sich harmonisch einten. findet in Ernst Feber einen berzlsSnen Sünder. Tie Gcstalt Paul Nathans rückt un» durch die lebensvolle Gestaltung der Materie näher als sie uns. die wir ihn kannten ohnehin schon ist. Wie aus dem von zettweisen körperlichen Leiden bedrückten Körper die groben Energien wachsen, heischt Bewunderung. Sein treues, kamvf- und opferreiches Leben an der Sette Theodor Barths, sei» Freundschaftsverhältnis zu Heinrich Homberger und Ludwig Bambcraer. seine segenS- und erfolgreiche Tätiakeit am -schulwerk in Palästina, sein mutiges und beherrschendes Auftreten kir den groben Rttualmordvrozesirn. feine hilfreiche Hand im voarombedrobten stiubland »eigen uns noch einmal. waS Paul Nathan dem Judentum g.ewefen ist. Man wird von der mit vielen menschlichen Zügen untermalten Darstellung seine» Lebens mttgrrissen ^und liest sic wehmütig dtS zur ergreifenden Rede FederS an feinem Sarge. Auch wir jüdischen Frontsoldaten legen mit vieler Trauer ein Blumenschtld am Grabe NatbanS nieder. Er trat.für den guten Namen und die Paterlandstreue des jüdischen Soldaten ein. Seine Schrift .Die Juden als Soldaten", die er im Aufträge dr» Komitees zur Abwehr antisemitischer Angriffe in Berlin (Siegfried Cronbach Verlag) berauSgegeben bat. verpflichtet uns innerlichst zum Dank. Lcd. ,03

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