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Der Schild · 1929-02-15 · 8 (15.2.1929) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
8 (15.2.1929)
Date
1929-02-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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und religiös« Lieder, die Oderkantor <8 o l l a n i n zu ergreifendem Bortraa brachte, rahmten die Festpredigt ein, die Kam. Dv. Salomvnsky hielt; sie bildete durch die geistige Tiefe ihres Gehaltes, durch das Ethos ihrer geschichtsphilosophischen Ausblicke und durch die vornehme Schönheit ihres sprachlichen Ausdruckes den Höhepunkt der Feierlichkeit. Kam. Justiziar Chodziefner sprach für die gefallenen Kameraden andachtsvoll das Kaddifch-Gebet. Zm Laufe des Tages legte der RjF. Kränze auf den Gräbern der Gefallenen auf den Garnisonfriedhösen der Stadt nieder. Die Berliner Ortsgruppe veranstaltete in den GeMania- Sälen in der Chausteestrahe ausgezeichnete sportliche Borführungen. Ein Bankett, das der Bundesvorstand den Vertretern der Landesverbände und Ortsgruppen des Abends im Brüdervereinshause gab, vereinte die Gäste zu ernster und froher Gemeinschaft bis in die Morgenstunden hinein. Tie Redner brachten in ihren Ansprachen das feierliche Gelöbnis zum Ausbruch, die Ziele, die sich der Reichsbund im ersten Jahrzehnt seines Bestehens gestellt hat, auch im zweiten Jahrzehnt zu verfolgen und ihrer Verwirklichüng entgegenzusühren «Id. Jüdische Not m Dessarabiea Tie Kinder leiden . . . Erschütternde Nachrichten von jüdischem Schicksal sind in den letzten Tagen und Wochen aus Besiarabien gekommen. Mißernten auf Mißernten haben in den vergangenen Jahren die Arbeit der Bauern, unter denen es zahlreiche Juden gibt, zunichte gemacht. Die außergewöhnliche Kälte des diesjährigen Winters, die von Rußland au» auch über die besfarabifche Landschaft hereinbrach, hat den Mangel an Getreide und Nahrungsmitteln bis zur bitteren Hungersnot gesteigert. In den größeren Städten, in Akkerman. Bendery, Orgejew, Ismail, Bajramtscha, Teleneschty und in den kleinen Ortschaften leben insgesamt 40 060 Juden; sie sind in tiefstes Elend geraten. Und vielleicht das schmerzlichste an diesem Unglück ]ü< bischer Volksmassen ist Las Leiden der Kinder. Hilfe, schnelle und umfassende Hilfe tut not! Das American Joint Distribution Committee, die philantropische Bereinigung amerikanischer Juden, ist bereits mit einer Rettungsaktion einoefprungen. Hilfskomitees sind in Paris und in London zufammengetreten. Vom Roten Kreuz wurden Mittel zur Verfügung gestellt. Aber dies alles reicht noch nicht hin, auch nur die drückendste Not zu lindern. i So richtet dann der Hilfsverein der Deutschen Juden, der sich seit vielen Jahren unter der Führung seines Vorsitzenden Dr. James Simon mit Beharrlichkeit und Erfolg des Leidenschicksals der osteuropäischen Juden angenommen hat, einen dringenden und sicherlich auch nicht verhallenden Appell an die deutschen Juden um Hilfe für die gefährdeten Brüder in Bessarabien. Sie müssen vor dem Sturz in den Abgrund tiefster Verelendung rechtzeitig bewahrt werden. Zu diesem Zweck hat der Hilfsverein Line Sammelaktion beschlossen, die sich an die breitesten Kreise der deutschen Iudenschaft wendet. Er nimmt Spenden unter der Bezeichnung „F ü r das Bessarabienhilfswerk des Hilfsvereins der Deutschen Juden" auf sein Bankkonto Deutsche Bank, Depositenkaste C. Berlin W S, Potsdamer Straße 127/8 und auf sein Postscheckkonto Berlin NW 7, Nr. 33126, dankbar entgegen. Eporl-Echild Jüdischer Turn- und Svort-Berei« Bar-Sockba «. B.. Nürnberg. . Generalversammlung des Jüd. Turn- und Svort-Bercins Bar- »o»ba, Nürnberg. Donnerstag, den 24. Januar hielt der Bar- »iochba im groben Sitzungssaal der «ultusgemeinde Nürnberg seine Generalversammlung ab. Ter Vorsitzende. Tr. Bloch, beorübte die zahlreich erschienenen Mitglieder und streifte kurz das abgelaufene Geschäftsjahr. nachdem der ausführlich« Jahresbericht in der lenken Bar-Sochba-Zeitung enthalten war. Nach dem Bericht des Saftierers und der einzelnen Abteilungsleiter wurde der Verwaltung einstimmig Entlastung erteilt. Es konnte dann zur Wahl der neucn Berwaltung geschritten werden, di« folgendes Ergebnis zeitigte: I. Vorst-ender Tr. Kriv Bloch. 2. Vorsitzender Tr. Vorchheimer. l. Schriftführer Otto Ncumark. I. Kassierer Paul Baruch. 1. Turnwart T--vid San. I. Svortwart Tr. Roienbanm. Tamentnrnwart Sclma Scill. Tamensoortwart Hannes Gutkind. Leiter der Jugendabrcilung Rcinbold Hirsch. Arnold Kandel. 1. Schwimmwart Alfred Backmann. Leiter der Handbalkabteilung Paul Baruch. 2. Schriftführer B-lla Heimann. 2. Kassierer Minna Scherer. 2. Turnwart Kurt Sirschbrnch. 2. Svortwart > Ludwia Sillncr. 2. Schwimmwan Irin Tirrenböfer. Beisitzer Bernhard Kolb. Emilie Horwitz, Grrh. Rolemann. Kurt Lewin. Mitteilungen der Bundesleitung Aus ««{er Begrvbungötelegramm aulählich des Ibjährige« Geteilt,cücs etbiclieu wir folgendes Antwaetichreibeu: Tem Reichsbuud jüdischer Jroutloldate» dauke Ich herzlichst für das freundliche Meiugedeukeu bei der Jeier seines rebnjährige» Besteh«»» und das «ir ausgeivrochene Gelöbnis »er Treu«. ■’-f Mit kameradschaftlichem Grub »o» Hiodeuburg. * Ter Beriaod der Schild-Souderuummer« a» die »ou einzelnen Lrtsgruvvr» ausgegeteur» teiouiderr» Adressen ist »«» Berlin aus oorgruomme» »arde». sameit nicht etwa de» Lrtsgruv»«« im »»deren Sinne geschrieben worden ist. Aus Wuusch für Verde- und Pravagaudä,wecke hebe» weitere Eremvlare der Sonder-Nummrr gern zur Verfügung. Ter Vrrsaffer des Leitartikels „Drückeberger" im .Schild" Nr. 4 «om 23. Januar 1929 teil« »ns mit, das, »i, geuaue» Name» »ud Angabe» über dir i» de« Artikel «euauute» Persoue» zur Verfügung ftehru. — * 3 an 10 j « hri , e » Bestehe» « u «er « S Bundes habe» »»» di« hohen Reicksuud Landesbebörde» in Berlin uud auswärts. Berliner Behörden, die Laudesverb«»»« »es deutscke» Judeutums. die Berliner »»> «nswärtige« Jüdiicke» Gemein»««, di« grohr» jüdisch«» Organilatio««». di« jüdische» kulturelle» »ud »irtschaftlicke» Vertäud«, stnbeutilch« Lorvaratione». Svortvertänb«. jüdische »»d »ichtiüdisch« kameradschastlich« Verba»»« de» Ausdru» ihrer Snmvathie und Auerkeu»,»« nnd ihre Glückwünsche übermittelt. Unsere La»desv«rbä»d« uN>^ LrtSgrnvve» und viel« ei»zeln« Kamerad«» habe» i» alter treue, kameradschaftlrcher «erbn»»e»»«it di, «»«e» Wünsche für „sere» B»»b »»S übermittelt, das «elöb- 70 als zur Mitwirkung weiterhin au gemeinsamer BnndeSarbeit a»Sgesvrocheu »ud. soweit irgend möglich, ihr« Vertreter zur Teilnahme an den Berliner Berauftaltnnge» «ach Berlin entsandt. Ihne« alle» sei an dieser Stell« unser herzlicher Da»k nnd in» gleich die Iren»« über die vielen Beweise ter Anerkennung nnd Achtung rum Ausdruck gebracht. Wir werden auch f«r»«rhi» bemüht lei», i« Bewvhtsei» nuserer Pflicht nnd »ach »nlere« beste« Kräften alle» denen z» dienen und mit Ihnen üter »nlere» Bund hinaus auch gemeinsame gut« Arbeit ,» leisten, die zur geier »»sereö l»jährigen Bestehens in so srenndlicher und für uns erhebender und autvornruter Wese unser gehackt haben. Ei» besonders herzlicher, kameradschasilicher Da»k sei hier auch gerichtet an die Kameraden Beraktei». S l e , s f, Silbertz e i u, B a e r und R « I « u b l a t t. die in den Jahren 4SI» bis 1923. »ad die Kameraden Ledermau» und L ch L f f« r, die i» der Zeit 1828 bis 1928 in treuer ansbauruder Mitarbeit die BuudeSarbei« geleitet und ihr tatkräftiges, grobes Interesse auch weiter» bi» de« Bund« stets bewahrt und bewiese» haben. BnudeSoarstand » u d Bnudeslettuug des RiS. Dr. Löwenfteiu. Aus den Landesverbänden und Ortsgruppen Landesverband Bauer». Cobnrg. Unsere diesjährige Generalversammlung machte eine Neuwahl des Vorstandes notig, nachdem unser 1. Vorsitzender seit unserem Bestehen, «am. Dr. Martin Bär. seinen Vorsitz niedcraelegt batte. Ter 2. Vorsitzende. Kam. Tr. Martin Bergheim. leitete deshalb die Versammlung und erstattete den Jahresbericht. Ter 1. Kassierer. Kam. Julius Plaut, berichtete dann über den verbaltnismabig günstigen «alienbepand, so dab «In« Herabsetzung des Beitrags ermöglich« wurde, trotzdem mit grober Mehrheit teschlos- Bnudesorgau. .Der Schilds wie bisher, für all« Mttglieder durch die Ortogrnvpe zu be-iehe». Nach längerer Debatte wurde der neue Vorstand und Ausschuft wie folat gewählt: Kam. Martin Bergheim. 2. Vorsitzender Sa — 1. Vorsitzender «am. Martin Bergheim. 2. Vorsitzender »am. Alfred Bamberaer. 1. Schriftführer Kam. Heinrich Zcilberger, 2. Schriftführer «am. Emil »orchheimer. 1. Sassierer «am. JultuS «laut, Ausschub: Kam. Ernst Lewa. «am. Julius Seth. «am. Jacoö Edelmutb. «am. Bernhard Katzenstein. Kerner wurde beschlossen, nunmehr allmonatlich einen Versammlungsabenü ftattftndeu zu losten. va»orsorroa«o tlurhenen-Waideck mit Ostwestfaleu und Südhannooer. «»..^^5?,"*.^?"^^agung- «urheffen-Waldeck im ReichSbund jüdiam Sonntag, den 27. Januar. Unter guter Be- 'o l.gung der Ortsgruppen des Landesverbandes «urhessen-Waldeck wird durch den Vorstvenden,?.8^if? »9c 16/irt; Lanüesverbandstaguug eröffnet. DaS rrste Wort all, der Erinnerung an die Gefallenen. Im Grschäftsbc- ,orr Borstvende Wachstum des Landesverbandes durch Anschlub einer neuen Ortsgruppe und durch dt« rege Tätigkeit JohEi streift er die wichtigsten Arbeitsgebiete der Ri-.-dlrbeit, die Verbreitung seiner Zcttschrist s.Der Schild"), di« »liste. die Jugend, und Svortfrage. die ... »assenbe- Lebhafter Ort^üuvorn'"btt^a/sÄt"w«de» Ausstellung mittel für die Reisen r

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