Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1866-01-01 · 43 (1866) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
13 (1866)
Issue
43 (1866)
Date
1866-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4908862-5999396-6026831--3340-4911523
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Jüdisches Bolksblatt. 3« Belehrung und Unterhaltung aut jüdischem Hebiele. Herausgegcbcn von Rabbiner Dr. Ludwig Philipps»! in Bonn. [9lo.’43.1866.] 9m Meter BeitfArift ertteiat »MeatM* eiae Na»»er. »ret« d«s Sabr» ,«AA« l Li>r. »,«r»rljttrt« 7 Jtgc. Uc ea«*4*»iBmflta. 9*M*rm ■a> äcitaattWcMtmea «tan Stfttflaatni «s. [13. Isdrg. 4. Quartal. Bericht Sir Moses Montefiore's Über seine letzte Reise nach Jerusalem. (Fortsetzung.) „Ich hatte schon Vorher bekannt machen lassen/ ich sei bereit, von jedermann Mittheilungen zu empfangen, der mich zu sprechen wünsche, entweder über sein eigene- Interesse oder über dasjenige de- Volkeim allgemeinen. Ich hatte auch für den Empfang aller, die sich persönlich an mich wenden wollten, bestimmte Zeiten festgesetzt, und jeder dienliche Moment wurde benutzt, von allen Seiten Nachrichten zu sammeln, die von Nutzen sein könnten. „Eine Ehrenwache vom Gouverneur sowie die Kawafsen deenglische» KonsuliMdesCH ach am «Basch?» waren Tag und Nacht um unsre Wohnung gestellt. „Der erste Tag unserer Ankünst war der Vertheilung der G«ü>en gewidmet, welche mir von einigen Freunden Jerusalem'- mit der ausdrücklichen Bitte anvertraut waren, dieselben unter die Armen zu vertheilen. Auch sandte ich Briefe und Botschaften an Personen, die mir nützliche Unterweisung zu liefern im Stande waren, und so endete unter einer zahlreichen Gesellschaft von Besuchern, die ftdfe zum Abendgebet zusammen fanden, der erste Tag meiners Anwesenheit in Jerusalem. „Mittwoch Morgen, am 28. März, um zehn Uhr früh wollte ich Sr. Excellenz Jzzet Pascha meinen ersten Besuchs abstatten, und so begab ich mich zu seinem Palast, begleittt von Herrn Konsul Moore, vr. Löwe und Herrn SebaK und wurde von Er. Excellenz mtt größter Freundlichkeit- und Achtung ausgenommen. Im Laufe meiner Unterredung mit dem Gouverneur bildete der Mangel an Wasser in der Stadt den Hauptgegenstand de- Gespräches, und Se. Excellenz beschrieb nur di« Vorkehrungen, Me er hiergegen getroffen. Der Plan, welchen er gefaßt und deffen Ausführung er schon begonnen, ging dara«f au-, die drei Wasserreservoir-, die allgemein al- Teiche Salomon'S bekannt find, in zwei Reservoirzu leiten -und das Gefälle der Wasser von Urtas, in der Nachbarschaft von Etham, in diese beiden Teiche zu leiten; hierdurch, erwartete man, würde binnen wenigen Wochen der Stadt eine ausreichende Menge WafferS verfchafft sein. Jndeß schien der Gouverneur anzudeuten, daß der Ausführung dieser sehr weisen Unternehmung Schwierigkeiten im Weg« ständen, Mangel von hinreichende« pekuniären Mitteln und nun bedachte ich. daß, in Anbetracht der großen und bleibenden VortHelle in gesundheitliche und anderer Beziehung, die aueiner genügenden Versorgung der Heiligen Stadt mit Waffer entstehen würden, ich di« Meinungen und Wünsche der großmüthigen Kontribuenten zum Unterstützung-sond- und Ihrer ehrenwerthen Körperschaft auSführte, wenn ich einen Theil de- Fond» für diesen Gegenstand bestimmte. Deßhalb stellt« ich dem Gouverneur die Summe von 200 Pfund im Nawrn der Geber zu' dem Unterstützung-sondzu Verfügung, indem ich noch Ivo Pfund als meinen eigenen persönlichen Beitrag hinzufügte. _ „Der Gouverneur erwähnte mir gleicher Weise, wie wünschen-werth es sei, die »nt Aussatz behafteten Perfönen «ßerhelld-de, Stadtchore yt beugt»,, »nd daß die Erwerbung eines geeigneten Platzes für ihre Aufnahme wahrscheinlich eine Summe von 1500 Pfund erfordern würde. Obgleich ich die wohtthättgen Folgen, die wahrscheinlich aus dem vorgefchlagenen Plan erwachsen würden, erkannte, so glaubte ich mich doch nicht berechtigt, demselben einen Theil des mir anvertrauten Fonds zu widmen und begnügte mich daher, aumeiner eigenen Börse 100 Pfund beizutragen, um alein Kern für weitere Gaben zu dem bezeichneten Zwecke zu dienen." „Na^h dem Schluffe meiner Zusannoenkunst mit Sr. Excellenz dem Gouverneur begab ich mich nach dem Hause de- Chacham Baschi, der bei meiner Ankunft in Mischkenoth Schaananim wohnte; aber alich zu dem Hause kam, erfuhr ich, daß er everlassen hatte, um seinen Aufenthalt in der Stadt zu nehmen." „Am Donnerstag, dem 29. März, hörte ich von den Leiden der Anne», und daß fie nicht im Stande seien sich alle Bedürfniffe deübenwahrend denahen Festezu verschaffen, und de-halb sandte ich 100 Pfund an den Chacham Baschi fär die Arme» der pon tugiefischen und der marokkaillschen Gemeinde, und ebenso übermachte ich die gleiche Summ« zu demselben Zwecke an die Vertreter der deutschen Gemeinde. „Während deerstey und »weiten Tagede- Passah besuchte ich di» Tairo-Armenhäuser, die aude«, mir von dem fel. Juda Tairo aus Reu-Orleans für dttS Beste des h. Landeanpertrauten Geldern erbaut waren. Ich hatte die Genugthmmg, daß die Bewohner^derfelbe»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.