Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 13 (1866)
- Issue
- 25 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
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100 die Honigzelle nieder, und zerstampften mit ihren Füßen, sondern zu seinen Feinden, den Gothen stehen, so wurde zerkratzten mir ihren Stacheln sie; bald aber erhoben sie sein siegreiches Schwert nicht dcks Kind im Mukterschooße sich über der Blume, um hier mit aller ihnen;u Gebot« i verschonen, vorerst aber die Rache ihre Brüder im Maurenstebenden Macht sich zu bekämpfen. Die Luft hallte von^ lande treffen, die sie hart empsinden sollten. — Nun war ibrerti Gemmmr und vom Wetzen ihrer Stacheln wieder^^ej^. mit d m Gothenkönig, noch mit dem Maurensulran Alle» umher gerieth in Angst, denn bei solchem Kampfe^ 'spaßen, und die Juden waren in der größten Berlegcnkonnren die Blatter, die Staubfäden und die Pistille der; heit, was sie thun sollten. Denn was sie auch thäten, Blumen nicht unverletzt und unzerciffcn bleiben; d/e Blume sahen sie ein, würde zu ihrem Verderben ausfallen. schwankte auf ihrem Stengel hin und her, und da die ' Run, in gan; gleicher Verlegenheit waren die Juden Bienen, uin ihren Kampf auszuseckken, sich auf sie niederfrüher und spater noch hundert Male — vielleicht noch ließen, drohte sie, umzuknicken. .. . Unterdeß abe? war die in der jüngsten Zeit B. im nordamerikanischen Bürger» grüne. Raupe wieder gan; in die Rabe der Zelle geschlichen, krkege, wo im Norden wie im Süden die härtesten Klagen und von« allen Seiten kamen Kater und-Ameisen heran, , über die Juden gefühlt wurden, hier baß sie dem Norden, dort daß sie dem Süden helfen — und um so neugieriger ist unser Leser darauf, was wohl die Juden damals im Gothen» und Maurenlande lhaten? Sie rkaten eben als Juden — Nichts; sondern jeder Einzelne handelte, wie er es für das Beste hielt; womit denn Diele bas Rechte, Viele auch wohl das Unrechte ge» troffen haben mögen. Im Uedrigen ließen sie den Dingen ihren Lauf und ertrugen, was sie nicht ändern konnten. Und so desiehkn sie noch heute. um sich auf die Zelle zu stürmen und sich an ihr voll zu saugen. Eine geschichtliche Verlegenheit. Im nördlichen Spanien laßen die Gothen, im mittleren und südlichen die Mauren. Im Gothenlande waren viele Juden aosaffig, im Maurenlande noch mehr. Die Gothen beschrankten und drückten di« Juden gar sehr, ob» 'chon und vielleicht weil sie die fleißigsten, nützlichsten und nüchternsten Bewohner beb Landes waren; die Mauren veiachttken und mißhandelten die Juden, odschon und vielleicht weil ne ihrer gar nicht entbehren konnten. Wie n.n-urlich entstand Krieg zwischen Gothen und Mauren; jede von beiden Parteien glaubte oder sagte doch, daß sie oen Krieg wegen der heiligsten Rechte und um der unantastbarsten Güter ihrer Nation willen führe, und wußte stch des Schutzes und des Beistandes Gottes sicher. Der Golbenkö'nig fordert«' von den Juden feines SläareS die außerordentlichsten Dpfer» die beispielloseste Hingebung und Treue und erließ sogleich die Erklärung: wenn die Juden im Maurenland, ihrem Sultan.nur irgendwie Beirand leisteten: «elbst nur als Lieferanten und Makler ibm di.nc.n,« würde ec nickt allein bei seinem zukünftigen Siege d-e dortigen Juden mit dem Schwerte auSrorten, sondern ''chon letzt solch« Unbilden an idren Stammes- und GlaubenSgenoffen in seinem eigenen,Lande blutig rächen; diese rhäten al'o gut, wenn sie ibre Brüder im Maucenlande ermähnten sich gan; aus die Seite der Gothen zu stellen. Der Maurensultan war in seinen Forderungen an seine jüdischen U,n:ertbanen durchaus nicht bescheiden, sondern setzt« voraus, daß sie Gut und Blut für ihn «matzten, und daß sie wenigstens das Ersterr tkaren, dafür sorgte er selbst schon rn genügendem Maße. Ihr Blut könnten sie einstweilen für sich behalten, bis es ihm gefallen werde, eS ihnen zu nehmen. Aber noch mehr; er könne sich nicht denken, daß die Juden im Gorbenlande es wagen würden, ihm gegenüber auch .nur die Hand zu rühren, um dev Gothen hülf» reich zu sein. Vielmehr würden sie die sichersten Nachrichten aus dem Feindesland« bringen; auf allen Wegen ibm mit. Zufuhr entgegenkorpmen. und die Tbore der f.indlichen Städte öffnen. Würden sie dies nicht thun, - Rechnungs-Abschluß des Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur für das eilfte Jahr (1. Mai 1805 bis 1. Mai 1860.) A. Einnahme, einschließlich für Exeuipl. früherer Jahre und Zinien.5624 28 yr 7 B. Ausgaben: 1. Xcfijii vom vorigen Jabre.503^ 10/# 2A. 2. Honorare, Sukvenrionen, Correkiuren . 15o2 »7*6« 3. Verwaltung . . . 53" — » — » 4. Sav. Truck, Papier Buchbinder . . . 2663 9 » 1'» » 5. Porti, Tnick'achcn, Tiver'a .... 128 10 » — » 6. Perientmig unk. Fracht.523 » 29 » 3 » Summa: '>656 » 6 » 9 » Defizit: 2318/# 2d* i Den Jabresirbluß richtig und 'ämmtliche Belege mit den quittieren Rechnungen ühereinsrimmend gefunden. Magdeburg, den 4. Juni 1866. ° Varl Frirveberg. M. S. ttoufurann. Allgemein-: Zeitung des Judenlbnms. No. 24. 18> 6. Jndalr: Leitende Artikel: Zur Charakteristik des Talmud. \. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichlen-Deut'chland: München. Preußen: Paderborn, Birnbaum. O esterrei cki ich er Kaiserstaar-Wieu. Frankreich: Paris. Schweiz- Zürich. Palästina: Jaffa. Großbritannien: Cambridge. Cor r e spo n d e nz: R u s' i k ch e B ri e f e. IV. Die Rabbinerfrage in Rußland. LS- Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Tbaler, vierreljäbrlich Thaler. Verantwortlicher Rekacieur I)r. H. Loge. von S* jkbuinnere «u-dantUu-g in L-ir.iq - 2iz<S vcn <?. .-.tcysing in veip^.