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Jüdisches Volksblatt · 1866-01-01 · 16 (1866) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
13 (1866)
Issue
16 (1866)
Date
1866-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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V. Jüdisches Bolksblatt Sur JSctPörung unö Aalerhaltung auf jüdischem Zeüiele. .t 7''.Ä Herausgegeben von -- ^Nabbinex pr. Ludwig PhiliPPson in Bonn. [Wo. 16. 1866J 3;ci! tuiiT ZctiiLritt tridtint wdaenrIichi,in«>HUtmm», JSieU te* 2adr» 4<Jtin« l Lblr. Wicneljibri* J V rrj'i TnrrTliitirji|Wl11iit|fn,. Pi>Uami«r ond ü«nia4#erp«ttiieBcn üebmxn«*r [13. Jahrg. 2. Huartai. Die Londoner Juden. AuS den, Tn.a'.i'kben de- William Gilbert von . (Forls.'tzung.) - L.i i.-'.'m Anlässe s.i cs hcrvorgehoben, daß die Geld betrag. iv.lcde von ausgrwanderlen Juden, denen es in der geglückt ist, an ihre Verwandten gesandt wer- .dcn, um diesen das Nachkommen;u ermöglichen, im Der» ^halinisse selbst das übertrrffen, was die in Amerika ange« 'siedelten Irländer nach der Heim.'.ld senden; und doch haben die, Letzten.durch solcht Sendungen einen edrn so ehrenvolles E gr^chlfcrligtts RlE .trworden. ES wäre zu wünschen, saß Van auch düll D>«hrnen jener Judea rühmen^t-sske, die von bcnTdrrsihtedenen jüdischen Wohl» thatigkeikSvmt«» Antons bet ihr,rAu<wanoex.ung unter, stützt worden'sind allein biestz denken leider a». Rückzah, lung ebenso wenig als die archen christstchea Apswanderer und betrachten die dargereichke Hilfe, alt eia'^bkoßes Ge, schenk. Ein mildernder Umstand laßt sich Metz anführen um die Enlsttllichung der niederen Klasse der Londoner Juden zu erklären, und das ist der beständige Zustrom fremder Juden.- In Holland. Deutschland*) und Polen ist rS nämlich eine hergebrachte Sache, daß die Gemeinden, ange» lockt von dem weiten Rufe der bei den Londoner Glaubens» genossen herrschenden Wohllhatigkeit, diejenigen ihrer Mil« tzliedir in Schuarm dahin senden, deren Armulh oder un» verbesserliche Sitten ihnen rine Last zu werden drohen. Die nolbwendige Folge dieser Praxis ist, daß in dem Maße als die reichen Juden der Hauptstadt an der Hebung ihrer entsittlichten und unwissenden Brüder arbeiten, eia solcher fortdauernder Zufluß von amen rohen Elementen dir Ge» besserten immer wieder zurückwirft; und nur «in wahrhaft edler und religiöser Eifer kann die Wüddlgen ermuntern, in ihrem guten Werke auszuharren. Ho gerecht auch der ' iiuuj lajwwTT, zyrr «Njaric zu ermessen, tzremo« vernein, H. Zirndorf. 1 den'^corViün^hLvfi/^Hir den Eapjmnen.,der Dampfschiff«! zu zwrst Schillingen (--«^20 ngr.^f?) per Person für die . ~> - ' UederfaO» und.befreien Ich so von der Plage, indgß die armen G^chöp^/im Zsstandr äußerster Verlassenheit dieses Land betw^n. Lj* reichen Londoner Juden bettehmen sich ber'kssser Zuschickung aufs edelste und verlieren kein« Zeit bei ihrem hilfreichen Werke. Nachdem die dringend, sten Bedürfnisse des Ankömmlings befriedigt find, so wird, .jeder weitere Beistand verweigert, wenn nicht die mitge, chiAchtetzs^inder irgend einer Schul« anvertraut »erden. Co leicht auch die Ausführung dieses letzteren Punktes -auf der Oberfläche erscheinen mag, so schwierig stellt er sich dem Eingeweihten dar: die »jedrize Klasse^r ausländischen Juden ist gegen die Schulbildung ^chrer Kinder völlig gleichgilrig, eine Anordnung dieser Art erscheint ihnen als nt tyrannischer Eingriff, dem sie in'jeder Weise zu «nt» gehen suchen, und nur daentschiedene Auftreten ihrer Wohlthäter kann sie bestimmen, einem so vernünftigen Gesetze zu gehorchen.*) Jndeß ist die Abneigung gegen Er, Unwille über diese Aufdürdung ist. so sieben sie »•«-> i» 3 w? a& ■uSÄSS'US ihre gastfreie Hand den fremden GlaubenStzAjtgsen niemals, " - . ...... beginnen ihr Werk HetS MN..neuem und b^y.irken auch 'sicher, im Laufe der Zelt eine DcfferuvK. telbst solcher, d.i^.ei» zufälliger Beobachter für unverbessermA hAktt» reuet* ES ist schwer, die Armulh r^nd Gesunken^eil zu ermessen, in *) In Bezug auf Deutschland ist diese Aqßab«' cheuso irrig al» übertrieben. DaS Großherzogthum Posen ifdvielleicht die einzige, zu Deutschland in einiger BeziehLogLrbplde Provinz, welche zu der jüdischen AuSwarchsrUng näch^Enaland ein starkes Lontingent stellt. Allein mit geographischen Bezeichnungen nehmen «S die Englknder selten, genan^. *) Dieser Uebelstand, dessen schweb wiegenden Einfluß auch wir aus« tiefste beklagen, findet in eigenthümlicheu LerbaUoisiea seine Erklärung. Die große, schrankenlose der Freiheit und Gelbst» regierung Altenglands ma-br es nämlich bei der Großattigkeit de« Verkehrs und der Gesuchtheit der,Menscheukraft unge, mein leicht, für ganz junge reute und selbst für Kinder kleine Stellen zu stoben, wo dieselben aas'Kosten ihrer unterbrochenen Schulbildung und ihrer gehemmten Körperenrwicklung bescheidene Summen verdienen können Die Verlockung ist zu groß, als tafy die Armen ihr widerstehen könnten. Es ist wahr: dies ist dieMraxis der Wilden, welche den Baum umhauen, um die Früchte zu pflücken; allein ihre christlichen Mikarmen, dies muß «an elnraumen, begehen denselben MiSgriff. Die Folgen davcn lassen sich in »der englischen Freischule wahrnehmen: man kann annebmvi, daß durchschnittlich alle drei bis vier Jahre eine neue KchiNffvgeueration dalrlbst vorhanden ist. An der jüdischen Ermunterungen noch nicht gelungen, ein« Oberklasie zu bilden, die ein volles Semester auSdauert. Star Schaden gehl noch weiter und berührt den edelsten Nerv der Bolkskraft und BolkS- »ohlfahtt. Der rüflge MiSbrauch der Jngeodkraft mußte endlich dir Blicke der Gesetzgebung auf sich lenken; Parlament-alte warn» nölhig um Taulende von zarten Kindern vor dem Siechthum in dunstigen Fabrikfälen zu bewahren. — Die Abneigung der Englinder gegen eine gediegene, abg beherrscht übrigenauch die befferen Stär de. Wie wenige haben die Ausdauer, „nicht au» der Schule zu freilich, daß das Leben die Schule ergmze und verschanzt sich hinter das Liebling--Schibolet einer „p Allein nur wo «ne tüchtig« Naturkraft schloflene Schulbildung aufen." Man erwartet aktischen Methode." und günstige Umstände

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