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Jüdisches Volksblatt · 1866-01-01 · 5 (1866) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
13 (1866)
Issue
5 (1866)
Date
1866-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Volksblatt. Zur tidefjrunq uni) rlnterhatlung aus jüdischem stekiele. Hcraosgegeb« de« Kal'bmer Dr. Vuöwig PhjliPPso» in Bonn. [SHo. 5. 18««.] »<cn tic'.-r .4i*itid>nh «rfftrtit trcAmllA «»» Wurntin. »rril Kl Jait« rjn v 4 «ä .11 -a»gtz 1 <iu. .-'KriililW** r H «,r. (I0c Mttbv»»vU>»se». P-stä»rer 1 J. Hg lfN. 1 VHAflgl. l an» Sotun^xj^cbiticaca ncbnta Webellangr» a». L v I Das Duell. Eine Erzäblung aus der Wirklichkeit. (Fortsetzung). 5 Qi war rin sonniger Seplembertag, an welchem ich in di« Gebirgsstadr JD. als ein heiterer, leichtbeschwingter Wanderer einzog. Ich hatte für den hcukigen Tag mir nur eine kurze Tagereise «orbebalten, so daß die Sonne noch ziemlich hoch stand, und ich kerne Ermüdung spürte, al» ich durch die stillen Straßen, dir nur bann und wann ein Fußgänger belebte, schritt, und auf den stattliche« Gasthof kossteuerte. .Meine Erscheinung war nicht Übel, denn von den ziemlich gute» Kleidern war der studentische Schnitt Noch olcht entfernt; -nein Ausseben war muNKf Ml zeßnntz, u»d das Bewußt sein «in fleiü'ges Studien« ftmester mrdeacht zu haben. ürlebte meinen Geist und Hrsch sich kn Gang und Züge« aas. Wie viel, lustig« Mbiodim waren auf dem zweitägigen Marsche in Wald M» §tai »eine« kippen entquollen, baß die mir Begeg» «tnbech »Ich heiter anlächelt,n und begrüßtml Winkte mir dchch auch von dort drüben über bas Daidgedtrge her das schüwe Ziel meines Barerhouse«, wo all di, lieben Gesteckte» «eine« bereits mit Verlangen darrten. In unken» Tagest mag es dem jüngeren Geschlecht» lächerlich Vorkommen, aber zu de« Zelten der Fußtouren und lang« schm« Wanderungen war es ein eigentbümikches Gefühl, wen» man tu «in» uns bis jetzt unbekannte, etwas ent» kegewe fkHMt» Stabt einzog. Ja größer,n überwältigte dsst Lnkünnnktog di« mächtige Measchenflulh, das SewÜdl M Wagon und der Raffe, der Reichtdum an neuen und großen Erfchetuungenzz man füblte fich so klein und ver» ckstfinstst Sh» ln klelnne« Städten hatte zeder Fremd« ckto »j«#' Sebentuug. Sei dem Nahen seines uadekann. re» WHdttzwü üffstewn stch die Fenster und flogen die Köpfe ch«0M»g' Mullas man strge«, selbst die Hund« merkte», toi' » «rums Neues gäbe, fuhren aude« Hofe» und vekgdßm 0» 6ni» «iw Zeit lang bas Beim, bas fie stnttch Ml sto lmwer anstßmwten, sobald der Fremdling nihi Di», fl stherka» diesen dann ei» fonderdare» GsMht, '*» S ch» hier auch etwa« Besondere« erwarte, istzmd ck» Gtßchßck, »ns hestimmead auf seine Zukunft S WsdW - Md ging es wenigstens an jenem Lag« » daß Ich »ich deffe» so recht bewnßt war» mer «ü «GMHt wmig, wie ich dt. Familie des «kr ,a Rasenthal finden, und wir ffe mie begegnen werbe. Ich hatte abfichrl stunde zu meiner Ankunft gewählt, ch eine Nachmittags, m wenn es wir ge» fiel«, desto natürlicher die Derankaff mg zu habe«, den folgenden Tag dort zu bleiben. Na frischungen genommen und mich recht hdem ich einige Er» sauber gemacht, trat ich den Weg zu der Witkwe an, ur b ein kleiner Knabe führt« mich ln wenigen Minuten dahin." Es war eia kleines, einstöckiges Haus, wie es ^eren mehrere' 1» der Straße gab, in welchem sie «robntel Ader wenn es so von dem geringen Reichtdum des Deptzers zeugte, so. fiel es doch schon von Aussen durch den Inerten, frische«.An» strich und die Saud.ik.-tt auf, die zu Thür und Aenster hinausguckte. Ich trat '»in, öffn«td nachdem mir «ine wohlklingende Stimm, Herein gerufe^. die Srubenthür». und befand mich in dem Dodnzimm«^. Wie «ohlehuend erschien mir All^ worüber mein erstes Blick steoiffe. S» gewölmiich bas l**'t5rtv . ie |iM| aki dqßtno%n des Zimmers waren. re war doch Alles Iß» Jioestch uns har» manisch geordnet, die größte Reinlichkeit blickte übrral verhör und es schwebte in dem Ranme ein so milder, angenehmer Duft, daß es den Eintritt»»«« »obfthumd überkam. Man fühlte, hier wohn« der Frirden, und freundliche, ziehe»»!« Wesen waltete» hier. Ich nannte den beiden Frauen, einer ältlichen und einer jungen, meinen Namen, und entschuldigte mein unberufenes Kommen. Di« Mutter antworte» mir mit g oßer Freundlichkeit, wahrend bas junge Mädchen mir alsball eine« Stnhl herbei» holte und mich zum Sitzen nöthigte. D s Gechräch war bald im Gange, und betraf selbstverständlich den Sohn. Sie harten Tags zuvor wieder Brief miß de» erfreulichste« Nachrichten gehabt, und so war ihr» Stimmung über di« .Tjrauer der Erinnerungen und der Trennung hiqwog« gehode». Ich mußte mich «okl sehr tt den «würdig mach«, den« wir waren bald vertraut mir einanderz ich mußt« auch von meiner Heimarh und Famil« rrzühkea, und da fanden sich denn wie gewöhnlich Beziehungen von einigen wenige» deiderseirizen Bekannten und ^Verwandte». Dch Zeit flog schnell dahin, und als ichi mich veeabschßibi» wolle, bat mau wich driugmd, zn dkm frugale» Adeud» «ffe» zu bleiben. Da Beide Kranen ihr» Bitte» der» einigem, konnte ich nicht »iberstehm uud »ölte es anch gar! nicht. War doch die Mutter gar z« frmndttch und die Lochirr gar zu hübsch und tiedj Di« U|im schwnud alsbald, tun di« nöthkgen fm, es solle das Abendbrot, da das fchüu war und einen prächtigen St cheach, in tot laude de« kleinen Gar erefo

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