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Jüdisches Volksblatt · 1866-01-01 · 1 (1866) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
13 (1866)
Issue
1 (1866)
Date
1866-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches MM Zur Kelehrung unh Hnterßaftunq aus jüdischem Herau-gegebqn von stekiele. -Mo. 1. 1866.] Rabbiner Dr. Ludwig P^ilippsoa in Bpnn. von diUer »icrnchrtll rricheult »Sch«Uich eine -in IN IN er. Prei» ze« Sahr» gang« » Idir. «icrttljädrig 7 Rgr. flDe Bochbandlunge».! Vostämier «n» Ae<uui,«erv«ditio»e» «hmr» Bestellmrgc» a».' ' Aus einer ungehaltenen Rede. Zch. stand einst vor ,inem Meisterwerk« der Malerei, einer Landschaft. »uS dem Pinsel einegroßen Künstlers, -lm Saume de- Horizontestrahlte die Sonne, ließ die -ufgeschichteten Wolken in Purpur und Keuerflammen er» glühen, und warf ihre goldenen Strahlen über die dämmecnd« Erde, helle Lichter in den dunkeln Wald, rosigen Glanz über Flur und Wiese. Zch stand und bewunderte; denn die Herrlichkeit der Gottesschöpfung war hier, -war nicht erreicht, aber vorv^tteffend und harmonisch angedeutet. Ader eine Krage konnte ich mir nicht beantworten: war die» dir ausgehend, ober die untergehinbe Sonnewar die» die Morgen - oder di« Abenddämmerung? Wird im nächsten Augenblick da» Licht verschwinden oder siegreich den ganzen Erdball beleuchten- . . . Wa» ich, liebe Freunde, damals für «inen Fehler an dem sonst so teefflichen Gemälde hielt, darüber wurde ich späterhin belehrt, daß «den noch kein Maler solche charakteristische Unter» schiede zwischen Sonaenauf» und Untergang aufzufinden und wiederzugeben vermocht har, daß, wenn nicht irgend ander« konventionelle Symbole angebracht werden, es möglich wqre, mit Bestimmtheit den einen wie den andern zu erkennen zu geben, i Zch dacht« lang« darüber nach, aber der Erfolg war «den auch kein anderer, bi» mein Geist, wie er zu thuo pflegt, von den sichtbaren Gegenständen zu den unsichtbaren überging, und eiq? Reihe anderer Fragen daran knüpfte. Wie? fragt« ich mich, ist e» denn mit dem geistigen Lichte in der Menschheit ander»? Wer in dem Gewirr« de» Tage» steht, den Knäuel der Verhältnisse und Ereignisse betrachtet, der ihn umgarnt, da» Getreide der Menschen, ihr Kommen und ihre Flucht, ihr Wollen und ihr geringe» Vollbringen, ihre Leidenschaften, die sich immer verändernden Strömungen, die immer wieder heran» und vorüber brausend-^.Stürme — der muß sich wohl die Frage yvrlegen^ wirhi«- .Tag oder wird es Rächtist die» ekst Aiff-»der. Asieberfleigenr Und da» zitternd« Licht, da« be,rglichuu zurückprallende, sich dann .wieder fa£ y,er ansdlitzende, dort von den Schatten verschkH^^^j..«jrd e» die Dämmerung zertheiftn und übenvist-M,ok^rüberwunden werdenund.sschver» lieren?—Wie ist g» doch mit der Wahrheit die derMenßcher» kennen oder erkimnt haben willy ja. die. Sonne sicht an unsrem Firmament», wir. wisse», daß sie Sonne ist — aber auch die Rächt , ist da, und dreittt ihren dunklest .Mantel immer wieder nach der Sonst« .stu», und sucht gmz sel »st ra >e. 85 ro sich den Himmel zu eigen zu Strahlendündel des Lichte» nicht verfälscht sie dieseldeLx und überzieh Schatten . . . *■*’*'* Und dann fragte ich mich weite« schen hieran nicht auch da- Licht ferer Prüfung bemerken wir, daß gera in reicherem Maßt zugekommev, uns d bar und fühlbar macht; daß die Antso säglicher Anstrengung erlangen, im«» Fragen und Räthsel enthalten. Z< Instrumente an Schärfe und Stärße deshalb unser Sehkrei« ausgedehnt werden die Stejmenheere am nächst« zahlloser die W« senheere im Tropfen also die Grenze« der menschlichen werden, desto n-eiter werden un» Schöpfung gerüikt, und der Begaff immer dunkler, unfaßbarer, verwirrst! scheu noch herzlich wenig von der Organismen eir gedrungen waren, achtet hatten, na waren die denkest einer Erklärung aller Erscheinung und Weltgedank n bei der Hand beruhigt, und t laudren volle--Li seitdem unsre K'mttniß der Natur die Kräfte und Gesetz«, di« in. ihr gefunden, ihr \ öirken erkannt wir alten Meinung» und Systeme sichten eineeb«n vergangenen nicht bloirrig, sondern gar thänchjt Gedanke mtgteitt uonur um Fo sich «ue um st bestimmter, und weniger, sie zu ^antworten . . . Und brauch« ich hierbei nur b<; verweilen- Erge-t e» jedem Einzelst llch seines eigeile» Ltbenander-? dem Lichte de- Aage» zu stehen g sich, ob dein aufwärts * ob■■ Öd Du am Zaume einellebl oder am Rand eine» Abgrundes eme beglückende Hoffnung ln gswtß ob sie erfüllt werdeja «ietlichr, ob e i »jcht statt der e Füll« des Schn erzeä und der Dir wissen ja, wie oft wir bittre Enttäuschung klopft kn derneüt machen, und wo -sie di« verdrängen kann, sie mit Farben und De» Ist für den Menschulb- Bei sihär- 'das Licht, wo-tuns Dunkel erst recht sichtocten, die wir mit uner nur um so mehr mehr unsre optischen gewinnen, je mehr wird: desto zahlloser ich«« Himmel, desto Wassers. Ze werter bachtung ausgedehnt mch die Grenzen der der Unendlichkeit unS «der. Al» die Men- Rarur kannten, in die >en Stoffwechsel beobden Köpft lelcht mir Mf dem Weltsysteme d fertig. Si» waren um sich her. ' Aber unglaublich anwächst, walten, immer mehr . schwinden zwar, die r mehr, und die Angehend erscheinen uns —^ aber der lsirende aehr, die Fragen stellen ^r prägen e» um so ll übst dem Allgemrkaea ^u ra von uns hiasichl- Der Du mitten in weißt Du wirkr niederwärts geht? chen Blumengartenrvaodelff? Dp trägst er Brust, bist Du wenn sie sich ver, träumten Frnrde «in« r über dich bringt? schon geirrt. Eine Herzen, beengt den

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