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Jüdisches Volksblatt · 1865-01-01 · 51 (1865) · p. Seite 204

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
12 (1865)
Issue
51 (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 204 (sequence 4)
Language
German
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204 mi Olt' ir lon sch« Exil drmffr, unterrichten, so lese er Herzreld« Ae chichte de- Volkes Israel von derl Zerstörung deersten Terrpeldizur Einsetzung d,S MaktadäerS Simeon sin 3 Bäaden) nach. WaS wie hier kurz §u bemerken haben, ist Folgend«-. Al» Stamms, v. d. kn ihrer genea» log schen Trennung unv Adsonde^rwg sind für unnicht allen die zehn, sondern alle zwölf.Stamme verlören gern, da wir ja eben in unsrer Nasse auch nicht mehr sicher erhaltenen Juda und Benjamin unterscheiden können. Daß aber al- Personen 'Viele von den ze^n Stämmen theilschon vor dem Exil. tdeilS wahrend desselben und rheilS nachher in die Masse dejüdischen Volkes aufgegangen * laßt sich mir B»stimnltKeit annehmen, und vielleicht konnte darum die. genealogische Adtheilung auch der beiden Stamme sich nicht erhaltijn lassen. , Schon als in dem Zthnstämmereich die heidqische Richtung von oben herab yorwiegend gemacht wurde, wagdertcn Viele nach Juda hinüber. Bei dem Untergänge jene- Rcichrdurch Salmanassar ftüchteren gewiß ^Zieke nach Juda hin» über. Wurden nun' auch die 'Zetznstämme nach den assvrts.chen und wedischen Landschaften. 130 Jahre später die zwei Stamme nach den oabylonischen gerührt, so konnten sich doch in diesen Landern viele 'Exulanten jener mit diesen vereinigen; und verblieb in ft> -en nur irgend ein Rest ihreererbten Klaubens, so sHarklen sie sich darin gewiß, als dr« Juden sich während und nach dem Bestände dezweiten Tempe.s in allen jenen' inncyisiatischen Provinzen zahlreich auSdreireren. ES hat also -dticchaus keine Schwierigkeit angunehrmn, da« in der letzten Voltemasie auch lamme vorban^er^ sind. viele Reite tcr Miscclltn. s > Vor Kurzem starb Roderich Arstdt, eit Schn^deberiil mren E. M. Arnbr. zu Köln >^- Milred'akteitr der ,.Koini''chen Zeitung".. Di« letztere eNtoalt r l ihrer Npmmer vcm 3<» Novemrer einen ausführlichen Nelcoloa. in welchem eu. A. heißt: .,Er war em Äümerist und liebte emrneiunal, eigentbümliche Behauptungen au zustellen. die er dann mit Aufgebot alles Schar'sizrqes verfocht. Dabei wußte er mir Jedem auf leine Weist zu verkehren, und da er gegen Alle aufrichtig und wobß.voUen war, baue er sebr viele Freund, im E'vil und iMilitä; denn obgleich cr ein ganz schlechter Soldat!zu sei: behauptete, verkehrte cr doch viel und gern m|t Crft kctn. Eine besondere Neigung harre er auch, ms Judei umzugehen, nicht grade als ob er eine defvndere Vorliebe ür sie harr«, aber ne war.n ihm merkwürdig. Daß e unter den Juden viele ausgezeichnete Leute gib«, ist iekannt; unser Freund wollre aber noch von eßner g> nzen. Reihe für christlich gellender Männer heraußgebracht haben, daß sie eigentlich ,irdischen Ursprüngettum. Das Erste, waec von einem Juden verlangte, - war, baß er rine Ebre darein setzte. Jude zu siin, und pflegte seine nähere B.kannl'cha't wob! m:r den Worten binzulei >n: .„Nicht wahr. Sie sind Jude?" Es begegnete ihm denn wohl auch die Antwort zu erkalten: „Ja, und Sie auch, nicht wahr?" Er war übrigrnnicht ganz abgeneigt, dafür möglich zu halten, obgleich er dazu keinen anderen Anhalt harre, als etwa sein schwarze-Haar." (Dann mußte der verst. Arndt bei dieser seiner Porliebr für Judenthum und Juden nur geringen Einfluß auf die Kölnische Zeitung haben?! Gusikow und Mendelssohn. In den „Brieien aus den Jahren 1833 — lb47 von Felix - Mendelssohn »Banholdy schreibt der Lrtzkere an seine Mutter, Leipzig. 18. Februar 183H: „Ich bin Ntugierig, ob Euch Gusikow (der berühmte Dirruos auf der Stroh - und Holzsibel, ein polnischer Jude) auch so gefallen har, wie mir. — Er ist ein wahres Phänomen; — ein Mordkerl, der an Vortrag und Fertigkeit keinem Virtuosen der Welt nachzust.h.n braucht, und mich deshalb auf seinem Holz- und Slrobinstruinent mehr ergötzt, als Diele auf ihren Pianofon.s, eben weil'ß undankbarer ist. — Eine herrliche Sc.ne gab ehier in seinem Concerte. Ich ging hinaus, um idn in dem Zimwer, worin er sich aufbielt, zu sprechen und ihm mein Eomplimenr zu machen; — Schleinitz und David wollten mir hinein: eine ganze Schaar polnischer Juden zog hinterher, und wollten die Eomplimenle mit anhö'ren; als wir aber an das Eabinet kamen, drängten sie sich so geschwind hinein, baß David und Schleinitz zuletzt blieben, und dann machten sie die Tbüre vor der Nase zu? waren ganz still, und warteten, wa- Gusikow für Eomplimenre bekommen sollte. Ich konnte aber erst vor Lachen kaum etwa- Vordringen, wir das ganze Kabiner mit den bärtigen Kerls voll gepfropft war, und die derben au-a-sperrt waren. — Uedrigens habe ich mich seit langer Zen in einem Concert nicht so unt.rbairen. wie in dieiem, weil er eben cr'n wahres (Yenie ist. — Taliimdische Weisheit. „Die Sonne g,hk von selbst unter." (>Hr «4- Bekümmere di» nicht ujN Dinge, auf welche Du (der Mensch überhaupt) doch k.me Einwirkung übst. Allgemeine Zerrung de- Judenrbums. Ne. 50. J8t>;>. Or.baU: Leiiende. Arlikel: 9{cue Trennungen. — Colleckaneen - Tie ^berge'päne und Wablkandidaren. . Aeirnng-nachrilbre»: Deur'chland: Hamburg. Preußen: Penn. Perlin. Au» der Rbeürvrcrinz. Oesterrei «bischer Kaiierstaar: Wien, Prag, Prag. Laiback>. Pest, Lemberg. Rußland: Warschau. Amerika: .'.ew - Jork. P a l a st i n a: Pari». E o rre> pe n den z: Indische Briese von Albsrr Ccbn XIX. Lu dezieben durch rede» Postamt und jede Buchhandluna, jährlich 3 Tdaler. vierteljährlich & THaler. vck Ä n ::: 4 .' c i« i^.-rainw. rNlch.e «-'.daereur: vr. H. Potzr. »« ro» •*. «rev>. na

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