Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 12 (1865)
- Issue
- 50 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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200 1704. DaS Domkapitel zu BreSlau Verwendet sich bei dem! Könige für den Fürstbischof, daß ihm «in Theil der dij schöfllichen Revenüen jum Unterhalte überlassen werden j möchte. „ec mus Seine Schulden betzalen. Ein Bischof mu-> ohasträflich feindr." v 1765. „Flegels haben wir genug im Lande, dergleichen Eotoaien dienen nicht, übrigenkann er kein adelige- Gut kaufen, Weil er nicht von Adel ift." 1769. Oer päpstliche General Graf d'Argelelli in Bologna tragt feine Dienste an. „da er pädstlicher General, so würde er nicht in Ketzer dienste gehn." Der Cchuhjud« Meyer Benjamin in Magdeburg bit-; t,r um Bewilligung der Rechte christlicher Kanfleute daselbst. ' i „der Jude soll sich sofort au- Magdeburg kaczuen oder der Commandant wird Ihm kerau-schmeißen." Da- Liebfrauenstift zu Halberstadl bittet um Er- 1 tbeilung «ine- Orden-kreuze-. ,.e« Teindr schon lo viele Creutzer, daman bald nicht ' mehr Weis wadaist." Der Generalmajor Prinz von Anhalt - Berndurg beschwert sich, baß sein, Stiefbrüder seine Temahlln, weil sie nicht auebenbürtiger Familie, nicht anerkennen wollen.. „Stinkend fett und schmierige Butter, ne finke*)". 1771. Der Ho^rediger EochiuS zu Potsdam bittet um ein« Stelle bei dem Dom in Berlin. „Jefusaget: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. So müssen di« Prediger auch denken, dann predigen Sie nach Ihrem Tode in dem Duhm vom neuen Jerusalem." 1773. Der Kammerberr v. P. zeigt an, daß er für die, dem Prinzen von Dänemark zugeeignete Schrift über seine Genealogie eine Dose und einen Brillantring erhalten dade. „gratulire, baß die Bettelei so gut reussirrt." 1775.! Die mit einem Generalschutzpnvilegio versehenen Kauf- Dtr Prediger PelS zu Bernkip bittet um ISO Thlr. ' lebte Jtzig und Ephraim bitten, sie bei den ihnen ver. Zulage, da. er von 1H0 Lhlr. nicht leben könne. j liehenen christlichen Rechten zu schützen. „Die spötteln seindt nicht gewinnsüchtig gewesen, sie '■ v „waS wegen ihre« Handels« ist, behalten sie. Aber haben umsonst gqwediget. Der Herr pels hat keine! dasie ganze Fölkerfchaften von Juden zu BreSlau »pi^toliscke Seele und denket nicht, baß xr alle gü« ' andringen und ein gantze« Jerusalem daraus machen , khrr in der Welt vokr nichts anfehen mus." wollen, daS kann nicht feindt." Der Oberauditeur G. in Berlin beschwert sich, daß der Oderauditeur Reioecke, der nicht so lange, wie er, diene, vor ihm zum Generalaudireur befördert worden sei. "^ch habe «inen Haufen alte Mauleselkm Stall die lang« den dienst machen, und werben doch keine! Stallmeister-."! Der bürgerliche Gutsbesitzer Fliege! au- GrLtz bittet um die Erlaubniß,?in adelig«- Gut in Preußen . Ikaufen zu dürfen. •) Der Jtönig erhob sich in Betreff der Lvfichken über den Unterschieb der Stande rücksichtlich be- FamiNeoderhLltmfles nicht über die Borurtbeile seiner — zum Theil auch noch unserer Zeit. Die Verheiratung eine- Adeligen mit einer Bürgerlichen war ibm ein« Abscheulichkeit. Talmudischc Weisheit. Drei Dinge sind in großer Menge schlimm in kleiner dienlich: Sauerteig, Salz und Sprödigkeit." (Kersch. 34, 2). Die zu weit getriebene Sprödigkeit fällt lästig, ja macht unerträglich. Allgemeine Zeitung b^8 Judentbvm-. No. 49. 1865. Inhalt: Leitende Artikel: Die Lbergefpäne und Dahlkandidaten. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Ander Ober- Pfalz. Preußen: Tölo, Berlin, Berlin, Sumbianen, Merzig. Oesterreichifcher Kaiserstaat: Wien. Wien, Lemberg. Schweiz: Bern. Neuestes, versin, Berlin, Brody, Krakau, Galizien, Prag. Lorrefpondeaz: Jüdische Briese von Albert Lohn XIX. ZSäT Zu beziehen durch jede« Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, virneljabrlich % T Haler. Verantwortlicher Redaetenr: vr. SS. Lotze. «a*tubluB4 i» ketvri,. Druck ,»n «. »rehsia, i»