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Jüdisches Volksblatt · 1865-01-01 · 46 (1865) · p. Seite 184

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
12 (1865)
Issue
46 (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 184 (sequence 4)
Language
German
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184 i n Ei: unf<; nfc wirkttchung gefunden, Darum" finden wir unfct volles Genüge. wie wir es zur Zeit Staates in dem unseligen fanden. Mir Diese stimmt Denn auch der Talmud überein, aus: sei xri Da| DU Recktsg Staates, in Dem wir wohnen, auch für tenD feien.! Eines aber ist uns Do» geblieben: Oie die wir der Idee Des Rechtes, Die wir dem deute noch zollen und immer zollen werden. Es .zum Recdte Dl» Hochachtung vor Demselden, die uns einflößt, welche »o Viele unserer Jünglinge D d.S Rechtes zuaefudrt dar,.seirdem die Sckr stenzum Th/ll gefallen, Die vom öffentlicher von öffentlicher Wirksamkeit uns bis jetzt ES ist diese Liebe zum Rechte, diese Hochsi dem Rechte, jdie auch Sie Diesem Berufe zu zu Sem ich 'Ihnen >Dcnn auch von H wün'che. —! Aus dem, GesagtenEwerden Sie Denn zeu^ang gewonnen baden, daß Sie mit d in DiL'en neuen Beruf Verpflichtungen über ibre Weihe und Heiligung durch Die Religio! haben, Der Sß° angchören. — Oer Geist unserqs Die Wcne Der heiligen Sckrifl weisen Sie gewissenhafteste Wahrung Des Rechts, wo Sr zu wirken Such berufen fein mögen. Wi Leben überhaupt, so wrrden' Sic auch eins richterliches 'Wirken Rechenschaft abzulegcn Dem höchsten Richter Droben „Derkein Xnffbi; .k.ine Bestechung annimmk." Und so sei Segen mit Ihnen und Ihrem künftigen Berti Demselben esjüdischen Anschauungspricht eS rsrndfatze Des s verpflichu i Hochachtung^ Rechte auch Diese Liebe exe Religion m Studium en wenig- Leben und n gehalten, chtung vor! erübrt dal, rzen Glück aur) k m die Ueber- Einlritte i ehmen, die empfangen Glaubens, hin auf die als Richter über Ihr über Ihr haben vor achtet und iscnn Gottes u..: Miszellen. In DkM> ersten BaKde des vor Kurzem ec chjenen Romans: „Auf der Höhe" von Be rr h o l d Aue dach spricht Dieser einige ftiterrssantc Worte über R eli gio a swe ch sel. Oer König« ist katholisch, die Königin evangelisch. Nach der Geburtin,e Sohnes, der selbstverständlich katholisch gelaust worden, verlangt es die Königin, zur ConfePoir «hres Mannes und -Kinde« üderzutteren. Oer König wünscht dies Durchaus-nicht; Der sehr freisinnige Leibarzt soll 'br Vorstellungen machen. Er sagt:- „Ich will nicht davon sprechen. Daß, wer seine angestammte Religion vergißt, Kater und Mutter beleidigt, und daß die von Jugend an gewohnten Ceremonien die Muttersprache der Seele sind. Das gilt nicht.vor dem Geiste. 'Geist und Vernunft sind Vater und Mutter des bewußten Menschen. Was man erkennt, muß man auch bekennen. Ich mißbillige den Uebertritl aus Erkenntniß nicht.- So viel ich aber weiß, nehmen Sie, Majestät, das Bekennrniß nur äußerlich an — oder auch innerlich, aber nicht um des Bekenntnisses .willen, sondern aus Liede zu Ihrem Garten." — ..Verharren wir in unserer angestammten Religion, so können wir in ihr frei sein, das heißt in unserrn Denken über sie hinausgehen; kein Ketzergericht hat mehr Gewalt über uns. Bekennen wir aber eine neue Religion, so haben wir kein Recht mehr frei zu sein; wir baden die Pflicht, sie zu bekennen!" Aus Hamburg am 23. Oktober, wird geschrieben: Als ein am Freitage an der Börse vom Schlag getroffener FonsSdandler, ein Israelit, gestern Vormittag nach jüdischem Ritus beerDigr werden sollte, trat eine Sistirung der Bestattung ein, indem man unter seinen Papierey einen Taufschein von ihm vorgefunden hatte. Nach etwa einer Stunde wurde die Beerdigung dennoch auf dem israelitischen Begrabnißplatze vorgenommen. Wie cS hieß, har sich herausgestellt, daß ec sich den Taufschein nur verschafft hatte, damit ec in Schweden und Norwegen Reisen machen konnte. (Bekanntlich durfte bis vor einem Jahrzehend na» dem Slaatsgkundgesetz in Noriregen weder ein Jude noch ein Katholik reisen, ja nicht einmal ans Ufer steigen, selbst im Falle eines Sturmes, ohne ins Gesängniß geworfen zw werden.' Talmudischc Weisheit „Ein Topf, der zweien gehöre, ist weder kalt noch warm." (Erub. 3.) Beide Besitzer werden verschiedene Absichten haben, die sich gegenseitig aufheben, sodaß gar nichts zu Stande kommt. Ein Kind, das mehrere Erzieher ku,- gebt zu Grunde, denn leder wird einen andern Plan mir ihm verfolgen. [ „Ist der Hirr aud)( lahm und laufen die Ziegen auch schnell,-am Eingang der Hürde giebt's Worte, am Eingang des Stalles gieb S Rechenschaft." (Sabbarb 32). Kommt die Vergeltung auch noch so langsam, fei sicher, daß sie nicht ausbleibt. „Lasset den Betrunkenen nur gehen, er wird schon von selbst fallen." (Sadbatk 32.) ES' wirb hiermit aufgefordett, keine Rachepläne zu schmieden, daidie Strafe für den Unrecht Thuenden schon von ftlbst kommt und die Bosheit ihre Diener von selbst' ins Verderben führt. Allgemeine Zeitung des Judenthums. No. 45. lSt*. Inhalt: Leitende Artikel: Die Lehrer. — Zur Gleich, stellung der israelitischen Burger Preußens. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hamburg, tzluS dem Münsterlande, München, Würtemberg. Preußen: Berlin,-Berlin, Neustettin. Oesterreichilcher Kaiserstaat: Prag. Wien, Lemberg. Schweizr'Bern. Frankreich: Paris. Rußland: Bon der polnischen Grenze. Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich ^.Thaher. /*' Jfalaj vca Ksumgärtner'- BvSh Berautwsrtlicher Rebacreur: vr. H. Lotze. ««Man* i. Leidig. — pmi von © Är««fi ng in Leirzig

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