Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 12 (1865)
- Issue
- 45 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ISO 'n N2S ist der höchste Ehrentitel eines ZS getiten. WaS nun die verlierende Frage oetriffk. so verseifen wir nur auf 2. Mos. 21L 2 ff., wo es beißt, daß der Knecht sechs Jahr dienen/ i« siebenten Jahre frei nisgeben sollte. „Wenn er für sich kömmt, gebt er für sich frei auS, wenn er eines Weibes Mann, gebt sein Weib.mir ihm frei auS." Gab ibm der Herr «ine „heimische Magd";um Weib«, und sie gebar ibm Söhn« urd Töchter, so gebt er für sich frei aus, das Weib und die Kinder ge» hören dem Herrn, der Knecht kann aber ekilären, bei dem Herrn bleiben zu wollen, und geht dann nit Weid und Kind im Joveljabre frei aus. Vgl. Rimbarn. Hilcli. Abadirn II. 2. III. 1. ff. Ausführliches in Saalschutz Mosaische» Recht Tb. II. S. 697 ff. u. Mielzinlr Ucder die Sklaven bei den Hebräern. Parabel über brüderliche Nach Benjamin Franklin von Julius P Jlebe. »ilippson. Um jene Zeit «ac kein Eisenarbeiter in Lande. Und die Kaufieure aus Arabien zogen mit ihren Kamelen vor« über, beladen mir Gewürzen, Myrrhen, Balsam und Eisenwaaren. .! Und Rüden kaufte eine Axt von itywn und hielt diese Art seht weNb, denn es war keine in feines Vaters Haust. Uns Simeon sagte zu seinem Bnder Rüben: Leibe mir Deine Axt, ich bitte Dich darum. Ec aber weigerte sich und wollte nicht. i ' Und Levi sagte gleichfalls zu ihm: Meist Bruder, ich bitte Dich, leihe mir Deine Art; aber er schlug es auch diesem ib. . i Da kam Juda zu Rüben "und btt j ihn und sprach: Siehe, Dü liebest mich uud ich Hab, Dich immer geliebt, verweigre mir nicht den Gebraut, djeiner Axt. Aber Rüben wandte sich von ihm und jchlug eS ibm gleichfalls ad. I Nu» geschah es, baß Rüben Hol; fcllrei am Ufer eines Flusses, und seine Axt siel hinein und er klnndr sie durchaus nicht sinden. Simeon aber und Lcvi und Zuda hattm den Kaufleuten einen Boten nachgeschickt mit Geld und hatten sich jeder ein« Art gekauft. Da kam Rüben zu Simeon unb sagt,: Siehe, ich habe meine Axt verloren, meine Arbeit ist niä t fertig, leihe mir Deine Axt, ich bitte Dich.' Simeon antwortete ihm und sprach: Du wolltest mir Deine Art nicht leihen, darum leihe ich Dir auch meine nicht. Da ging er zu Levi und sprach zu ihm: Mein Bruder, Du weißt meinen Verlust und meine Nord, ich tzitte dich, leihe mir deine Axt. Aber Levi schalt ihn^und sprach: Du wolltest mir deine Axt nicht, leiben, als ich Dich bat, >der ich will besser lein, als Du, und Dir die meinige lei! rn. CetUj rcn 0a»'»gLn,er'«? nchh Und Rüben grämte und schämte sich über den Vorwurf von seinem Bruder Levi und wandte sich von ihm, nahm die Axt nicht, sondern suchte seinen Bruder Juda. Und als er in seine Nabe kam, sah Juda fein Ge, sicht, wie eS bedeckt war mit Gram und Scham; und er kam ihm zuvor und sagte: Mein Bruder, ich weiß deinen Verlust, aber warum grämst du dich deshalb? Siehe, ich bade eine Art, die uns beiden bienen kann, nimm sie und gebrauche sie. wie deine eigene. Da fiel ihm Rüben um den Hals, küßte ihn in Thcanen und sprach: Deine Freundlichkeit ist groß, aber Deine Güte im Berzeihen ist größer. Du bist wahrlich mein Bruder, und gewiß will ich Dich lieben, so lange ich lebe. Und Juda sagte: Laß uns auch die anderen Brüder lieben, sind wir nicht alle von einem Blut? Alles dies sab Joseph, und erzählte eS stinem Vater. Und Jakob sagte: Rüben lhat Unrecht, aber er bereute; Simeon thar gleichfalls Unrecht, und Levi war nicht ohne Fehl. Aber Judas Her; ist fürstlich. Juda hat die Seele eines Königs. Seines Vaters Kinder sollen sich beugen vor ihm und ec wird herrschen über seine Brüder. Eine wahre Anccdote. * Ein polnischer Jude, der nur großem Geräusche fein«' bevorstehende Reise nach dem gelobten Lande angekündigt, sie auch nach erhaltener Unterstützung seitens wohltkätigcr Glaudensgencffcn wirklich angetreten, aber nach Verlauf einer verhältnißmäßig geringen Zeit wieder in fein Vaterland heimgekebcl »st, gab auf die Frage seiner Bekannten: Wie es denn komme, daß er den heiligen Boden, nach dem er sich so lange und heiß geseknt, auf welchem seine letzten Jahre zu verleben sein heiligster Wunsch war, sobald wieder' verlassen und nach seinem Geburtsorte zurückgekehrt sei? folgende Antwort: „Ihr kennt ja, meine Freunde! den radbinifchen Spruchs rjn«* p-en trr-N C'sna d. h. „die Luft des gelobten Landes macht klug;" nun. nachdem ich diest Luft eingeathmet bade, bin ich klug geworden und habe eingefehen, daß ich mit meiner Reise nach erer jisrovl eine Unklugheit begangen habe, und so Hab' .ich^durch Heimreise diesen Febler wieder gut gemacht." Allgemeine Zeitung des Iudeutbums. No. 44. 186'» Inhalt: Leitende Artikel: Aus dem Snirmleben in der Bibel. — Die Lbergeipane und Wahlkandidalen in Ungarn. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: Speyer, Haui> bürg. München. Preußen: Berlin, Schneidemühl, Berlin. Desterrerchischer «aiserstaat: Lemberg. Lemberg. Ära« . kan, Bonn. Rußland: Warschau.Orirn t: Smyrna. Afrika: Tunis. * Ecrresponden;: Ueber Wormser Zustände. IG?" Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich \ Tbaler. — Berautujortlijher Redacleur: Dr. H. gpg«. ifclwg in Leirii,. — Drnck von <2 Srryliv, in reivt'g