Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 12 (1865)
- Issue
- 44 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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t> i Weil Od Mensch ibjjlb ein Thier, ist, entstehen in ihm | so große Kriege zw ungleichen Naturen:,!daS Thier in ihm sinnlichen Genuß und die Eitelkeit; avrc der dagegm und lehrt, d^ß Essen, Trinken, Mittet sind, den Körper adzuhärten für' der Lehre und den Gottesdienst. Erst stunde wird offenbar, chrr von beiden gesiegt Oer höchste GorreSbienst ist die reine Schöpfer: Besckneidu^g, Sabbat. Tefillir auf) Zai iymdole des Israeliten. die es bezeugen Diener GoneS ist. Und wer noch ein der Gottesfurcht, sollte jtäglich, wenn er „Heule will ich ein treuer Orenec des All^iä will mich büren vor Zorn, Lüge, Haß. keine Frauen anblickea und denen verg kränkln." Wer vergießt, dem wird vergebe^ keil »der und Unvecsöhnlichkeie sind eine eines! Israeliten unwürdig. (Fortsetzung folgt). b ein Engel schen diesen so will nur den Engel kämpft Schlafen nur ras Studium n der TodeShat. Liebe zu dem sind die drei baß ec ein Heuling ist in ehr, sprechen: ächligen sein, k, Neid, will die mich Hartherzigere Sünde, e >«ri, s hw« Fragen und Antworte In den ersten Jahrgängen d. Pl. hatch geführt, Fragen, welche an die Redarlion in ibm zu beantworte», sobald sie irgend Interesse zu Kaden schienen. Es war .d lebhafter Verkehr zwischen den Lesern und de> gestellt, und man schenkte diesem Frageka 1 Theilnahme. Mit de^ Zeit blieb diese Ruk weil der DorratK an Fragen sich so zi< kalte, rheils weil cs sich in der Redaktion im Laufe der Zeit macht, daß' Dies oder lassen und irgend ein jAnderes dafür aufg^n In der jüngsten Zeit ftnö wir aber von v ren ersucht worden, dies« Rubrik wieder einzufi sich davon lhrilö Belehrung, theils Untechaltt n eine geistige Beschäftigung, hier und da a digung eines Bedürfnisses verspricht. Jmrfi Wünschen unsrer Leser' zu genügen und Votum zu richten, , kßmmen wir darauf den, je nachdem der Stoff sich dazu bietet, de Fragen nach bestem Wissen und Gewiss selbstverständlich ohne!uns in. gelehrte zulass'n, die der Tendenz dieses Blattes ni Os Die 1. Ein Chemiker, der unserm Glaube mit ganzer Seele in ihm wurzelt, stellt die ob eS vom Standpunkte des Judenrbum i aus wissenschaftlichen Zwecken Thiere zu tollt urch Gifte? | Wir können diese Frag« nur bejahen» Herr L. weiß, daß c!uf den ersten Seit»» Schrift dem Mensches „die Herrschaft üle verajr Bertij pcb BaumgärtRer' — .176 — :n wir es eing> richtet worden, in allgemeines qdurch ein recht Redaktion her-, rn genügende rik aus, ttzeils mlich erschöpft jedes Blattemes fallen geommen wird, schievenen Sei- Kren, weil man g, immer aber »ch die Bestie- >er bereit, den S nach ihrem und werms zukommenbeantworten, kussionen einht entsprächen. t n« zi »rück eil Redaktion. angehört und Frage an uns: gestattet sei, en, infonders beantworten, der heiligen r alle Thiere" gegeben worden ist, d. h. sie zu feinem Nutzen zu verwenden. Allerdings war aber auch unser h. Gesetz das erste, und lange, lange Zeiten hindurch das einzige, welches Vorschriften zum Schutze der Thierwelt gegen den?-Mißbrauch jener „Herrschaft" aufstrllre, um dem Israeliten 1 eine thiecfreunvliche humane Gesinnung gegen die Wesen, die Gort geschaffen, unsrer Gewalt aber unterrhan gemacht hat, einzuflößen. Dürfen wir also die Thiere zur Befriedigung unsrer Bedürfnisse verwenden, sei es lebend zu unserm Dienste, fei eS durch Tödtung zu unserm Gebrauche, so bestehen doch die Bedürfnisse des Menschen nicht blos 1 in leiblichen)' sondern auch in geistigen. Die Wissenschaft < gehört zu den letzteren, und den Drangsie zu erlangen und stets zu erweitern, hat Gott selbst in uns gelegt.; Sie har die höhere Erkennrniß zu ihrem Zwecke, nicht | selten fließen aber auch sehr bedeutende materielle Bor» > theile auS ihr. Unsre Weisen waren immer Freunde; auch der Naturwissenschaft, und von dem Weisesten unsrer Na» > tion wird gerühmt: „Er redete über die Bäume von der! Zeder auf Libanon dis zum Afop, der an der Wand her-! vorkommt, und redete über das Vieh uud die Vögel und über das Gewürm und über die Fische." (IKvn. 4, 33.) Es kann also nicht zweifelhaft sein, daß wir aus wissenschaftlichen Zwecken Thiere auch tödten dürfen. Hinsichtlich der Gifte kommt aber noch hinzu, daß die Criminaljustiz der Ergebnisse wissenschaftlicher Experimente gar nicht entbehren kann, um über die Symptome der verschiedenen Arten von Vergiftung Gewißheit zu haben, so daß oft Unschuld oder Schuld, Leben oder Tod hiervon abhängen. Wir brauchen wohl kaum zu bemerken, daß diese wissenschaftlichen Zwecke aber konstatirt sein müssen, und baß sie auf andere Weis« gemacht zu werden gar nicht möglich seien, so daß jede böse Lust an der Tödtung, jede bloße Neugierde auf i das Verhalten der Opfer bei solchen Versuchen fern bleiben ' muß.') Talinudische Weisheit.! „In mächtige Gewässer hast Du Dich gestürzt und j einen Scherben in Deiner Hand heraufgedracht." (Bad. \ kam. 71). Eine gewaltige Anstrengung, die einen geringen I Erfolg gehabt.; ein großes Lärmen, das auf nichts hin-! ausgelaufen. > ' *; S. übrigens unsre „iSrael. Religionslehre" Band III. ' S. 378 ff. Allgemeine Zeitung des IudentbumS. No. 43. 1865. Inhalt: Leitende Artikel: Der Berein für allgemeine Angelegenheiten des IudenthumS. — Kosmopolitisch oder national oder wie'-' — Zerstreute Bemerkungen. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: AuS dem Luxemburgischen. Preußen: Berlin. Elberfeld. Trier. Oesterreichlicher Kaiserstaat: Wien, Krakau„ Teschen. Aus dem Tokajergebirge, Pest. Ofen. PrzemvSl. Schweiz: Bern. Belgien: Brüssel Amerika: New-Aork. Asien: AuS Ceylon. OST Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich /, Tbaler. tworrlicher Siebactcat:-Dr. H. tzotze. » SutManiluna i* — Dr»S oob 9. »tccHaj im 8eipn*