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Jüdisches Volksblatt · 1865-01-01 · 41 (1865) · p. Seite 164

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
12 (1865)
Issue
41 (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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164 i r aus d<c B^egenheir zu ziehen. An Idnen aufzukläreo! unsre Sacke ist.der KalbolicrSmui Es folge» die Unkerschrifleo. Für getreue . Mir»». Da wir üder diesen Borgang in keinem Blatte irgend eine Aadeuturig gefunden, so «st wohl nur eine Erfindung des rationalistischen man wird aber nicht verkennen, daß darin eine Wahrheit ausgesprochen ist. e«, uns Abschrift. öffentlichen ras Ganze Blattes; strneioende Der ToS Abels. 1} Kein Buch ist's, üder das-hier berichl«! sondern ein Bild, ein biblisches, darstellend die Scene, welche Gen. IV. 8—17 mitgecheilt ist. gebt die Phantasie des Künstlers weiter a fache Wort der Urkunde, und wenn wir auch i fügen: ..sic gebt zu weit," so wollen wir h Nichts weniger als einen Tadel gegen den K gesprochen baden. Denn Malerei.ist P> was dem Dichter erlaubt, warum sollte dies der Maser für sich in Anspruch nehmen k Der Küfistler, von dem wir hier reden, heiß mann, und das Bild, das er gemalt, ist des preuß, JustizminisicrS — für den Schwurü von Naumburg angefertigt worden. — Zwei Ti in denen das Kunstwerk sich dacsteül, und die sondern übereinander zu schauen sind. — Unti uns vor Allem die Scene des Bcu d e r m o r d s. Kasin .flieht' in verzweiflungsvollem Bewußtsei seines schauderhaften Verbrechen- (Gen. 'IV. haben wir die beiden Endpunkte — nämlich 7 Schluß des alttestamentlichen Berichtes — lenden Dichter aber har'e gefallen, auch die de in den Nahmen mir hinelnzuziehcn, resp. auch nem Werke eine Rolle, und zwar eine sehr spielen zu lassen. Wir sehen Adam undEv» sie im Uehecmaße des Schmerzes den Tod ihre i und KajinS fluchwürdige That beweinen. E doppelte Trauer, ein doppelter Schmerz, denn seligen Eltern haben zwei Söhne auf einmal Und die Aeußerung ihrer Empfindung? Da sie. der Natur gemäß, verschieden dar. Der wir Adam männlich gefaßt und denSchrn: mehr innerlich wahrnehmen, sehen wir d Eva in laul> Wehklage hervocbcechen, müssen gestehen, daß beides voo der ergreifendster Dieß der untere Theil des Bildes. Uni der obere bar? -'Den auf Wolken' throne, — als Racher -— mit zwei Engeln, von denen dei tenden Blicks cmporschaur zum Throne des während der andere, mit den Attributen der st rechtigkeit, die Mittel zur Sühne menschlicher sonificirt. — u (I Gn i Scrantipebtl t>er:a^ v.'n Vaamzarra.:'»Blib ir i ( len. cherden soll, schreckliche plarürlich sj das rin, cjä> hinzue^mil doch üjnlstler auses i e, und »ich! auch! »neu? — | Bende- 1 Aufträge i .erichlsiaal j eile sind'-, neben,! n zeigt sich! IV. 8). : den Ort 1.6.). Hier nfgng und Dem mar i )en Eltern diese in sci- ^deutsame. wir sehen Lieblings ist eine Unglückvierloren. — s Bild stellt, n wahrend r; dei ihm , »selben bei d — wir 1 Wahrheit, was stellt den Herrn eine fürbitdcnreichen, r tfenden Ger ^ünde per- Und bas Ganze? Die Kritik sagt darüber, daß eS eitle edle Zeichnung, und die Wirkung, die es ausübe. eint ungemein große und riefe sei. ^Frankfurt a. d. O. . Wrol. Talmudische Weisheit. „Tannen gewahren keinen Genuß, sie sind blos zum Zerschneiden gut." {Sclimotli rsli.l. Jede Sache muß zu dem verwendet werden, wozu sie brauchbar ist; man darf aber auch keine anderen Ansprüche an sie stellen, und keine anderen Erwartungen von ihr hegen. Letzteres bewirkt nur. daß man auch das Gute mißachtet, was sie bietet. „Deine eigenen Thaten schaffen Dir Feinde oder Freunde." (Scliir hasqhirim rab.) Gar oft beklagen wir uns über die Lieblosigkeit oder gar Feindseligkeiten der Menschen, während wir selbst diese hervorgerufen haben, nicht selten allerdings ohne Absicht. Es ist dies aber dennoch sehr wichtig zu erkennen, weil die Versöhnung uns leichter werden wird, wenn wir die Ursache jener Feindschaft wissen. Vor Allem werden wir zur Vorsicht gemahnt, verdirbt doch der Leichtsinn noch mehr als der schlechte Wille. . die ' „Don der Lippe an draußen!" (Sanhedr. 106.) Ein körniger, schlagender Ausdruck für Alles, was Jemand im Munde führt, ohne eS wirklich so zu meinen oder es richtig zu verstehen. Wahrend die Lippen nur die Brücke zwischen den Gedanken und Gefühlen des Menschen und der Außenwelt sein sollten, der Mensch also nur das aus'prechen soll, was er in seinem Innersten hegt: sagen sie allzuoft nur Falsches aus, wovon in der Seele keine Spur, oder sie prahlen mit Dingen, die sie selbst nicht begreifen und mit welchen sie den Schein der Weisheit anzunehmen Mmt. „Zieht der Wein ein, zieht das Geheimniß aus." (Erud. 65.) Allgemeine Zeitung de« Judcnthum«'. No. 40. 1865. Inhalt: Leitende Artikel: Au« dem Stillleben in der^ Bibel. — Spenden znr Rießer-Süftung. — Literarischer Wochenbericht. - VZeitungSnackrichten- Deutschland: Dresden Hamburg. Preuß e^: Jnsterburtz, Elberfeld. Münster, Berlin, Berlin. OesterreichifcherKaiserstaat: Wien.Krakau,Pest. Lfen, AuS Ungarn, Aus dem Tokajergebirge. Schwei»: Aus der westlichen Schweiz, Bern. Basel. Rußland: Mitau. Orient- Smyrna. Dona ufürstenthümer: Bukarest. Nordamerika: New-Aork- - «‘CsT Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buckhandluna. Jahrlick 3 Thaler, vierteljährlich THaler. cker Redacreur: Dr. SS, dotze. antian; ia Leivng. — Xnd völ» «S. «revji ng in reinig

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