Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 12 (1865)
- Issue
- 41 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches BolkMatt. Zur Belehrung und Unterhaltung aus jüdischem Gebiete U Herausgegeben von in Mo. 41. 1865.] Rabbiner Dr. Ludwig Philippsou in Bonn. Kon bieicr 3<Ut6rift erfafceiat w«bo»Uich ei»« Nu«««». Preis fre« Jabr> yangs l Thl». Vicneljädri» 7 U Stgr. »llr ftvAbaablasgea, (UcfÜiattr »»d Zeiningservrdilio««» »ebnen vefleOunstn a». j [12. Jahrg. 4. Quartal.] '<•■•■ ' ■•' M ein Nanonaldank uhb würbe natürlich mit .vorgezogen. Inb.-ß erhielt ich njack kurzer Aeir die Abfrage, ob ich Oderoffizier auf dec Marmion, einem englijchen Schiffe, werden wolle. Ich willigte ein, und sch!, n nach zwei Ssunden befand! ich mich auf dem genaharen Schiffe. Welch «in Unrerschie > zwischen ber Nußschale die ich eben verlassen, und Mariikon, einem ber größten Schiff,, auf dem ich je gestalt. Es-war nach Hong-ßong bestimm! und harre allein 214 chinesische Passagiere. Außerdem sollten wir in Hon, lulu und Oahu auf dejs Sandwichsinseln antaufen. '■ Aal 8. April verließen wir San Francisco und langten nach bnrr glücklichen Fahrt »du 13 Tagen in Honolulu a», seiner Stabr von ungefähr 120,000 Einwohnern, «srunter 0000 Europäer von verschiedenen Nationen, beherrscht! vom Könige Kamea-mea III., dem die Krone von. England, Frankreich und Amerika garänriejt ist. DteUi«Amtt».find etn-wahre« Paradies und wären wahrscheinlich längst die Deute- «ßnee "europäischen Macht, wenn blch: Einer dem Andern ste mißgönnte. Dfr König ist etn shöner, stattlicher Mann, und Hai die pariser Universitas deucht) gewöhnlich ist er! in französische G^neraluniform brkliidct. Die Königin Emma, die kürzlich mir einer ertglls«!,»« Oampffr,garte nach. Großdritanien gegangen, ist wirkl ch von einnehmendem Aeußern, wie de»n der ganze Me »schenscklag durchschnittlich schön und stattlich gewachsen ii und an Charakter friebfertig, aber aulch sehr faul, ia i »ne» Alles in die Hand wächst. Honolulu ist ein großes lleadez - vous für dleameritanifchen S sid se,»W a Ü fischfäng er, und bisweilen liegen hier 180 Schiffe. Am 20. April «gingen wir wieder unter'Segel und lang» tep nach einer Fahr von 43 Tagen in Hong«Kong an, vqn wo ich noch einmal schreiben werde.! Noch ein Brief des jungen jüdischen SchissskapitainS. (Schluß.) Sobald die Indianer unsere Absicht bemerkt, verließen st« die Kanoes und postirten sich am Ufer, von wo sie uns mit einem Hagel von Pfeilen, Steinen und Wurfe geschossen übrrjchpttelen. Unglücklicher Weise wurde einer meiner Leute durch einen Pfeil in die Hand geschossen, und da die Pfeile mir Widerhaken versehen sind, konnte er nicht zurück», sondern mußte durch die ganze Hand von der andern Seite herallsgezogen werden. Ein anderer Mann und ich selbst wurden durch Steinwürfe verwundet. Bon den Indianern wurden 3 geiödret und 12 verwundet und sämmtttche Kauoes zerstört. Nachmittags endlich sprang eine Brise auf, wir lichteten unsere Anker und hatten bald den gefährlichen Platz außer Sicht. Die Wunden durch Steine heilten bald, aber der vom Pfeil getroffene Mann hatte lange und große Schmerzen. Es war das erste Mal, daß durch mich Menschendlur vergossen worden, und eS machte einen tiefen Eindruck auf mich; aber wir konnten nicht anders verfahren. Die Patagonier sind die natürlichen Feinde der Weißen und hätten wir irgend Furcht gezeigt oder die Wilden an Bord kommen lassen, so wäre es um unS geschehen gewesen, wie es bereitmit so manchem wackeren Europäer der Fall gewesen. Am Neujahrsrage lagen wir in der Borjabap, wo unser Schiffchen uns mit dem besten Champagner versah, um unsere Wünsche für unsere Freunde in der weiten Ferne auSfprechrn zu tonnen. Am 3. Januar erreichten wir bta stillen Otean, der, für uns wenigstens, diese« Namea mir Unrecht führt, da wir die nächsten 14 Tag« nichts als Sturm und schlechtes Wetter harren. Am 4. Februar pafsirten wir den Aequator zum zweiten Mal«, und »ach einer Fahrt von 142 Tagen langten wir glücklich in San Francisco jUm Erstaunen aller Menschen an. Am andern Tage waren alle Leitungen von unserer Fadrt voll und bemerkten, daß das größte Schiff, lke 6re»t Kepudtie, und das kleinste, das unsrige,c, welche jemals diese Reise gemacht, dieselbe Aeit gebraucht'hätten. Insbesondere machte bas Gefecht mit den Indianern vielen Lärm. —- Nach einiger Zeit wurde mir die Führung einer dänischen Barke Dan» «ark angrtragen, deren Capitain am Fieber verstorben. Verade aber alS abgeschlossen »erden sollte, meldete sich * e Bedeut un Xoir-S Mitgetheil I Der 10. »Pier der Uebersi abmurhigeSchii cher von den Le ader Myrlhe bei den Hebräern on«ri«drlch Schödljer^. t v»n Herrn Prediger Rackwitz zu Schievelseiu. 8'«ab der Jllustrirten Monatshefte brachte : ^Das Kleinod der Jungfrau" eine gar uing de« Myrthenstrauße« von K. Ruß, »ei, riefer Blätter, insbesondere aber von den chrift der ern