Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 11 (1864)
- Issue
- 44 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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176 lit Sl i { deiner Dstnkcaft schon viele Mühe, irgend zu fassen; der nickt langst schon in ihrem gen laa-l Die Zahl der verflossenen Jahr größer ustd die der zukünftigen, welches au immer Heiner. Laß dich nicht rauschen, immer wieder an derselben Stelle aufgeht, so viele ÜKale -erblickt, und niedergeht, wo oft verschwand. Sie nimmt dir jedes Leben mit hinfort, das dir nicht noch einm Dieser Gedanke muß uns auch in der Adsck den vorvdergegangenen Festen gegenwärtig werden ^nederkommen, wenn wir es erleben den innrer wenigere Male für uns wieder! darum ist es doch von großer Bedeutung, ihnen istiknehmen in die lange Zeit, bis fl ob st« e^was von-der Erhabenheit und der Religion! in uns zurückgelassen; -ob sie u» religiösen Reinheit Ueberzeugen gestärkt und befestigt der Gesinnung, Lauterkeit der Ab und Liet^e in unS gepflegt und großer gezot si, uns t'nscrm Gotte wieder näher gebracht unsrer Seele zu ihm fester geknüpft. Ot uniern ^!edenmenschen, mit allen unfern vereinigt mir Lu'de gesämgd^, und uns e .ruf den Weg des Rechts und der Pflicht Darum!ist es Soeb wichtig, uns aufrichtig der Adsdiieosstunde^vorzulegen und sie u deanrwo len. Siehe, bann legt sich doch anderes ftcht um dieselbe, ein hoher bar tönt durch deine Seele, und es ist, rvie.w ström ai sgeht aus diesem Garten der Feste die rcttt| Ebene deines Lebens ergießt. ft-5 rs Curiosum. Confiscalion einerLeicher Vo» Pesth, 12. Oclbr., schreibt man: Broschstre, welche als Beilage zum Ungar blatte erschien, enthaltend die vom hiesigen De. Meisel beim Begrädniß des Herrn Jacob Trauerchde, durch die Pölich consiserrt. 'Ansuche^n deS ftr. Meisel selbst geschehen; lich an^ den P. Ll. ein Schreiben gerichtet diese Veröffentlichung pcolestirl wird, w ohne sei^l Wissen und Willen geschehen, weder noch dir Eorrectur ihm vorgelegt sei. Eine Antwort Rothschi Der Messager du Midi berichtet, daß Rothschild die schönste Sammlung von Bit s, welche jemals ein Financier gehabt hat. befindet, sich auch eine darunter, welche den Vorschlag enthält: wenn er die Kleinigkeit vi Per Vertag von Barmgäriu i inen Gedanken 3 »orrakhe gedorwird immer h ihr Ziel sei, I aß die Sonne ido du sie schon dir schon so al ein Stück gegeben wirb, iedssiunde von ein. Ja, sie; aber sie werommen. und wa6 wir von wiederkehren Heiligung der s in unserem Kaden; ob sie chten, Tugend ,n haben; ob und -das Band sie uns mit sieben versöhnt, chiedener noch gestellt haben, diese Frage in ernstlich zu noch ein ganz niomscher Klang «sstn ein Ledens- und sich durch bezahlen wollte, so wollte man sicht verpflichten, dem Baron ein Mittel anzugeben, wodurch er sein Leben dizu hundertfünfzig Jahren verlängern könne. Der Baron soll folgendermaßen dem Erfinder des Prozesses geantwortet haben. „Mein Herr, eS ist mir oft mit dem Tode gedroht worden, wenn ich nicht eine angegebene Summe bezahlen wollte: Sie sind jedenfalls der erste, welcher, indem er Geld von mir verlangte, mir dafür mein Leben zu verlängern vorschlug. Ihr Vorschlag ist ohne allen Zweif.l viel besser und humaner als die andern. Aber meine Religion lehrt mich, daß wir alle in der Hand Gottes sind, und ich will nichts thun, um mich seinem Willen zu entziehen. Uebrigens greift meine Verweigerung keineswegs Ihre Entdeckung an, aus der ich Ihnen Vortheil zu ziehen wünsche. Indem ich bedauere sie nicht benutzen zu können, wünsche ich Ihnen Glück zu den 150 Jahren, welche Sie berufen sind in dieser Well zu leben. Unterzeichnet: I. de Rothschild. Anekdoten. Ein jenaischer Professor war gewohnt, Studenten, wenn sie in den Hörsaal traten, nachdem er-selbst schon das Katheder betreten haue, mit den Worten zu chegrüßen: Ganz gehorsamster Diener. Einst las er ein kebrsicum und da kamen die Worte vor: Vojjomer Elohim (und Gott sprach.) Der Professor las die hebräischen Worte und verdeutschte sie. Als nun eben, als er die letzten Worte der Uedersetzung sprach, ein Student hereintrat, begrüßte ihn der Professor wie gewöhnlich: Ganz gehorsamster Diener. Einige der anwesenden Zuhörer schrieben sorgfältig in ihre Hefte: Vsfjomer Eloliim, und Gott sprach : Ganz gehorsamster Diener. rede. wurde eine Icken Fremd,n- Ober-Raddiner lern gesprochene ist dies auf i ieser bat nämworin gegen der Abdruck das Manuscripk ä eure e l Als der in der Geschichte der Mathematik mit Ruhm genannte Lazarus Bendavid, Verf. des Versuchs über das Vergnügen, der Beiträge zur Kritik des Geschmackes und a. m. unter Kästner in Göttingen studirte, . bar ec einst diesen seinen Lehrer um ein Zeugniß. Kästner schrieb ihm sogleich folgendes: „Ick bezeuge hiermit, daß Herr Bendavid, Candidat der- Mathematik, auf jede mathematische Lehrstelle An- - fpnKt) machen darf, nur auf — meine nicht." ds. >er Baron von 'chriften besitzt. Unter anderen rerführerischsten n 50,000 Frs. Allgem ei rk-e Zeitung des Jude ntbumS 'Jio. 43. l*-64. Inhalt: Leitende Artikel: Die Arbeiterfrage. V. (Schluß.) — Rom. II. — spenden-Liste für die Rießer-Stiftung. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: Frankfurt a/M., Honuover. Preußen: Berlin, Schneidemühl, Aachen, Berlin. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Böhm. Leipa, Krakau. Schweiz: Güdingen. Dänemark: Kopenhagen. — Nachtrag: Hamburg. |Y Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich K Thaler. c ntwortlicher Redakteure G. Fritzfche. :ri'» «uä&anblune in 8ri«rig. — Druck von s. tkreviinq ill Leivjig.