Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 11 (1864)
- Issue
- 32 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 4)
- Language
- German
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128 7 dem Meere gestatteten; im Süden und Osten »urch umvirrhbare Wüsten abgeschnitren, ohne schiffbare Flüsse, mußten fi« ti ganz ihren phönijischen Nachbarn überlassen, ihnen diejenigen Bedürfnisse zu beschaffen, die ba^s eigene Land nicht gewahren konnte. Den Phöniziern lieferte dagegen das palästinensische Binnenland in reiches Fülle regelmäßige Aufuhren an Lebensmittelrr aller Aßt, so daß ein reger Verkehr nothwendigerweise entstehen I mußte. Das stark bevölkerte Tyrus mit seinem kleinen nietcantilen Gebiete schuf sich bei den mit Ackerbau und Viehzucht beschäftigten Juden einen offnen Markt. So fand stets ein freundlicher Verkehr Katt; besonders Galiläa besuchte die pbönizischen Markte,! viele Hebräer wohnten unter ihnen, man vereinigte sich zp gemeinschaftlichen Handelsverbindungen, und während die Juden mir den Erzeugnissen des Landes zahlten, empfinden sie dagegen Peoducte phönizifcher« Industrie edle Metalle, selbst Baumaterialien und Baumeister für die groß®» Bauten der jüdischen Hauptstadt. Jerem. 27, 3. 1 LÄcnig 9, 27. 10, 22. 5,25. 5,20. 7,13, 9,11. Sam. 5. 11. Die phonizischen Kausleure besuchten wiederum Judäa mit ihren Wa-ren.als umherziehende Händler, theils lebten sie als ansäfssg gewordne Fremde an den Thoren, wo der Marktveckehr sich befand, in ihren Bajarf und Waarenmagazinen, theils hatten sie bri auch größecw Städten ganze Straßen inne. Nehem. 13, 16. 20. Aeph. I, 10. 11. Aach. 14. 21. Joel 4, 4. Prov. 7, 6. 1 König 11, 5. für das neunte Jahr (1. Mai 1863 bis 1. Mai 1864.) 2 König 23, 13. In Jerusalem wohnten sie am Fisch-; A Einnahmen: vanrostraßr nach Gitead wohnende Stamm Jssaschar die Verladung nach Joppe, welches in Gemeinschaft mit Dvr, Esra 3, in der Eben« Saron gelegen, als eine Sidonirrstadt bezeichnet wird, deren reiche Ernten nach Phönizlen gingen. Die jüngst aufgefundene Grabinschrift des sibonischen König- Esmunezer vereinigt diesen Gitreibehandel, denn die Inschrift läßt den König zu „dem Herrn der Könige" flehen, daß er fürder ausgebe Dor u»d Zope, Dagpns (Getreidegottes) herrliche Länder, in der Ebene Sarosts. Selbst spater mußten die Juden -alle zwei Jahr die den Römern zu zahlende Getreidesteuer, bestehend in dem vierten Tdeile des Ernreertrags, nach Sidon einsenden, Iwo eS für Rechnung des FiscuS verkauft wurde. (Forts, folgt) Curiosum. In. Köln starb in diesen Tagen eine jüdische Wivwe, Frau Goldfinger ged. Feist, im Alter von 104 Jahren, und hatte sich bis zu ihrem Tode einsr seltenen Rüstigkeit und Geistesfrische zu erfreuen. Rechnungsabschluß des Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur thore, unter den Hügeln,'wo sie auch ihre Cultussiätten hatten. Im Süden war Jerusalem ein Hauprsih des Handels; eS lag an dem Knotenpunkte der Karavanenstraßen, die von Phönizien einerseits in der gradrsien Richtung zum rothen Meere, anderseits von Aegypten her stber den Jordan zum Euphrat führten. Nach Ezechiel rntchickelte sich ein Verkehr, um den selbst Tyrus sie beneiden konnte, und der besonders durch die großen Pilgeczüge zu 3 großen Festen einen bedeutenden Aufschwung erhielt. Die Verbindung zwischen Jerusalem und Phönizikn wurde durch die Hafenstadt Joppe miterhalren, Getränk und Baumaterialien zur See aus- und eingeführt. Auch mit ihren südlichen Nachbarn, denPhilistäern, lebten di^Pbönizier im guten Einvernehmen, von ihnen kauften sie die jüdischen Gefangnen alS Sklaven, welche durch die philistaifchen Raubzüge in den Handel kamen, bis das Land den Juden unterworfen ward. Die Hauptgegenstande des palästinensisch -phönizifchen Handels nennt der Prophet Ezechiel in seiner Schildrung des lyrischen Handels:- „Jehuda und daS Land Israel, diese waren deine Kaufleule, mit Weizen von Mamith und Backwerk und Honig un^ Oel unv Balsam betrieben sie deinen Handel." Getreide, voraamlich Weizen, war das Haupterzeugniß Palästinas. auf welches der Landwirth die größte Sorgfalt verwendet,. Jef. 28, 24. 25. 26. In der frucht- Einnahme», einschließlich sür restireude Exemplare früherer Jahrgänge und i Zinsen . &J53 Thlr. 23 Sgr. lt) Pf. B. Ausgaben: 1608 . 530 1) Defizit vom vorigen Jahre 2) Hanorare und Subventionen 3) Verwaltung . 4) Satz, Druck, Papier, Buchbinder! u. Versendung . 4078 5) Porti, Drucks»- chen u. Diveria . 170 59rblr.118ssr.3lt. 25 - — > - » 12 6446 > 24 > 2 » Difizil 193 Thlr — Spr. 4 l’f. Den JahreSbeichluß 1863/64 richtig und sämmtliche Bstlege mit den Rechnungen übereinstimmend gefnnden. Magdeburg, 10. Juli 1864. Earl Friedeberg. M. 2. Kaufmann. Allgemeine Zeitung der JudenrhumS. Ro. 31. lhi>4. Inhalt: Leitende Artikel: Die 'Phantasie in der Religion. ^Fortsetzung.) — Zur Zudensrage. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: Diez, Hannover, bfa König Salomo dem Hiram sandle.^ Auf Eseln führ- Bukarest. Rußland: Aus Polen. ten di« Juden bi; Getreidefäcke den phonizischen . Märkten Zu beziehen durch jede-Postamt »nd jede Buchhandlung, zu, in alter Aeit namentlich vermittelte der an der Kara- Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich % T Haler. B«r«rl»»rllicher Redacteur: G. Fritzsche. MR ««intiithct't ®R46«nblmg m üäviig- — Druck »ob ® * r e o I i n g u» Seivtift.