Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 10 (1863)
- Issue
- 44 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 176 — bei: Aber wir versetzen uns gern schon jetzt in prl voll orientalischer Pracht, wie er die und den Beter, dessen Blick sich zu den goll den Gewölben erhebt, im Geiste in das rückt, wo Salomon auf dem Hügel Morija den Acnans drS JebusiterS das weltberühn erbaute. Wir sind nicht Bekenner des Tal fe c e projecrirte Riesen-Synagvge am Lustgarte!» über die Grundmauern hinaus —, allein w daS Her; warmer, wenn er an die U und an die Burg Zion denkt; wessen G, angezogm durch die wehmülhige Betracht» i Palästina'-, dessen große Geschichte unserer jungen Jahren den ersten Aufschwung gegeb Die Synagoge soll, wenn keine unerw. nisse eintreten. spätestens im September k. dienste übergeben werden. Bis dahin we die Verhandlungen zum Abschlüsse gelangt se wir hören, im Schoße der Gemeinde ge um dem Culkus in dem neuen Tempel dem geläuterten Bewußtsein der intelligenten entsprechende Gestaltung zu geben. Daß Ziel hinstrebenden Bemühungen nicht verlos daraus hervor, daß ein Orgelwerk in der S stellt werden wird, welches bereits der V« ist. Die Einsicht, daß Gesang ohne Org dem mächtigen Raume ohne Eindruck ve hat entgegenstehende Vocurtheile. nicht aufko cien i a. Notizen des Tages. Aus dem Monate Septen fertigen Tem» Sinne besangt en schimmernfierne Land entauf den Grün» te Gotteshaus nudS — un« kommt nicht an schlägt nicht fsl Jordan- Bnist wk»d nicht tu ig der RniAen Phantasie in »? . rieten Hinder- . dem Gokteswohl. auch welche, wie pstogen werden, ne würdigeres ' Gemeinde mehr sie auf dieses en sind, geht -nagoge aufgellendung nahe lbegleitunz in challen würde, > amen lassen.' der. Bei dem Ankäufe russischer Krön ändereken sind durch einen neuen Utas nur die Israeliten ausgeschlossen. Ebenso haben die kurischen Edelleuke arf ihrem'Landtage beschlossen, daß Ländereien an alle Stande, ausgenommen Juden, verkauft werden könnten. -- Jüngst feierten;u Gnesen und Cleve zwei jüdische Schullehrer, dir Herren Stenzel unt Schütz, der «rstere fern 25-, der andere sein 50jährigeS itmtsjubiläum. Jener erhielt den Rothadlerordea 4. Klalfe, dieser daS Allgemeine Ehrenzeichen. — i Die Sammlung zur Rießecstiftun^, deren Zweck die Unterstützung solcher Juden ist, welche sich zum Lehramt« an Universitäten und Gymnasien sow e zum richterlichen Amte befähigt erwiesen, ihre- Glaub« n» wegen aber ‘ nicht angestellt werden, hat bereits die Summe von 1700Thlrn. überschritten, und soll ihre Wi> ksamkekt beginnen, sobald ein Fonds von 3000 Thlrn. en eicht ist. — In Würtemberg har die Regierung eine Konferenz sämmrlicher Rabbiner des Landes veranlaßt, um sich gutachtlich über di« Nothwendigkeit oder Brr oerflichkeit des Eides wäre judaico zu äußern. Die Konferenz hat sich einstimmig für die Beseitigung desselben au, gesprochen. — Die Israeliten auf den jonischen Inseln haben sich wiederholt für die Verbindung der Inseln mit Griechenland ausgesprochen und hoffen von dieser die völlige bürgerliche Gleichstellung. — Auf dem siebenbürger Laadrage ist der von der Regierung' vorgeschlagene Paragraph, daß -die Ausübung politischer Rechte von jedem Religionsbekenntnisse unabhängig sein soll, nur nach langem Kampfe angenommen worden. — In Steie-rmark will man noch immer trotz Gemeindegesetz und Gewerbeordnung den Juden jede Niederlassung versagen. — Dagegen hat auch das österreichische Herrenhaus die Zulassung der Juden zum Notariate mit 30 gegen 20 Stimmen genehmigt, und heben wir mit Vergnügen hervor, daß die anwesenden Herrm Erzherzoge mit der Majorität stimmten. — \ In Sana, einer Stadt Arabiens, haben die Juden eine schwere Verfolgung erlitten, sind aber durch die Dazwifchenkunfr der englischen Regierung gerettet worden. — In London ist unter den Israeliten eine Gesellschaft zusammengetreten, um für arme Juden nach der neuem Gesundheitslehre eingerichtete Hauser zu bauen, in welchen ihnen zu geringen Preisen gesunde Wohnungen vermiether werden. — Nach offiziellen Tabellen haben sich im russischen Polen von 1816 dis 1859 die Einwohner von 2,700,000 auf 4.700,000, die Juden aber von 213,000 auf 600,000 vermehrt. Die Juden bilden jetzt fast den 8ten Theil der Bevölkerung, indem unter 1000 Seelen 122 Juden sind. — Das österreichische Abgeordnetenhaus hielt am Der - sohnungstage keine Sitzung und der Präsident des Hauses gab den jüdischen Festtag auch als Motiv des Ausfalles der Sitzung an. — Dem Prediger Mannheimer zu Wien ist zu seinem festlich begangenen siebzigsten. Geburtslage das Ritterkreuz des Franz-Josepb-Ordens und das Ehcenbücgerrechr der Stadt Wien verliehen. — In Strelitz (Mecklenburg) ist der 100jährige Bestand der dortigen Synagoge in großartiger Weise gefeiert worben. — Herrn Dr. Arnheim, Landragsabgeocdnetem der Stadt Hof in Bayern seit 15 Jahren, hat diese Stadt, unter Bestätigung seitens des Königs, ein prachtvoll ausgestattetes Diplom als Ehrenbürger überreicht. — Die Regierung der Donaufürstenthümer scheint jetzt einen günstigen Weg in der Behandlung der Juden einschlagen zu wollen, indem sie solche zu öffentlichen Aemtecn beruft. Allgemeine Zeitung de«Judenibum«. No.43. 1863. Inhalt: Leitende Artikel: Kurland contra Juden. — Spendeu-Liste für die Rießer-Stifkung. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Preußen: Frankfurt a/O., Frankfurt a/O., Aus dem Poseaschen, Gollub, Bochum. Berlin, Berlin, Bergen. OefterreichifcherKaiserstaat: Wien. Lemberg, Arad, Lemberg. Italien: Aus Oberitalien. Schweiz: Bern, Endiagen. Niederlande: Au« den Niederlanden. Nordamerika: New-Dork. JC3T Zu beziehen durch jede« Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich % Thaler. Verantwortlicher Redacteur G. Fritzfche. Verlag von 8a uttjämn’i vn<bhandw»g in Leipriz- — Druck »es G »rev fing in Leipzig.