Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 10 (1863)
- Issue
- 29 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 4)
- Language
- German
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116 — einetüchtigen Lehrkörpers!btr Knabenschulr nur ehr schwach besucht. Nichts desto weniger erfreuen sich fork rührend die Zöglinge der Kästenbaum'schen Familie der de ien Pflege, und manche- Büdlein, in Bekefchel gekleidet and langen Fries gehüllt, lernt nach wenigen Wochen ine reinere Sprache und konnte nach 3 oder 4 Jahren a> i gebildeter Knabe in die Welt geschickt werden. Laut eines vor unliegenden Ausweises belichten vom I. 1838 bis heute, also wahrend 2-Jahren, Zöglinge aus der Kästenbaum'schen Familie die Käs mdaum'sche Schule, welche nicht.nur mit Kost, Kleidung > nd Wäsche wahrend der Dauer deS Studiums verletz n wurden, sondern auch nach der zurückgelegten Schütze t entweder auf Kosten .der Kästeudaum'fchen Masse zu i »andwerkern gegeben wurden, oder in ein Gymnasium ging n, um sich dem Studium zu widmen. Die Ausgaben betragen durchschnittlich für >i» Zöglinge, ohne Honorar der Lehrer, welche aus dem ung. isr. Schulfsnde besoldet werden, jährlich 1280 fl. ö. W. 2. Die in hiesiger Stadt bestehende Irrenanstalt, an welchTe zwei Docroren angesteUl sind, i nd die sich '-würdig jeder anderen derartigen Anstalt zur Leite stellt. Wenn ich Dir, mein lieber Leser, die Fragen: a o und wann ist Kästendaum geboren? wann kam er nach l agarn? wo .fast zu gleicher Zeit an dem Kästenbaum'schen Schulgebäude ein Gedenkstein angebracht, der die Inschrift trägt: Vxcn n:a na« -rpon rvo ■ i vhnsa ronn vnnx -'"«am i r«-'©*a :n'3 nn v*3T r.t vmsa masrri vaa d'san Kadtenbaom .Märton alapitvunrdbdl Izraelitäk (aou däja megnyelt 1838 Oclober l6au! (Schule der Israeliten, gestiftet von Martin Kästenbaum, j eröffnet am 16. Oktober 1838.) I Friede seiner Asche! Notizen des Tages. verlebte er seine Jugendjahre? nur oberflächlich Hab«, so wollest Du in dieser Lücke meinerseits giltigkeit erblicken, wohl aber finde hierin einen beantwortet eine Gleichidsichtlichen Borwurf, den ich einer Gegend mache, die l ort, wo es heißt dem -Un- oder Aberglauben ein Monument sehen, keinen Augenblick zögert, hingegen unsere a selig entschlafenen Kästendaum nicht die geringste Aufmerksamkeit schenkt, und war es wieder bas EurakSrium der Kästenbaum'schen Masse, welches, nachdem es schon früher einen Gedenkstein setzte, in der vor Kurzem abgehalteitrn Sitzung den Beschluß faßte, Kästenbaum rin großartiges Monument zu setzen und jenes Feld, wo er drgradrn liegt .'umzäunrn zu lassen. An der Straße von Pelejte nach Geilssecs unweit Ujhely bemerkst Du e,n großes Bauemfelb, Woselbst das Grabmal Kästenbaums sich befindet. Em Leichenstein, der folgende Inschrift trägt: j 'v 'b! n*!nn nn« y*n yia: D'« ri«n ni3' *3 on a'« ynxn pvta nv "iicvn *pin "2' A3 m -c« ^wiy ib cn nnxr yn.-r «? BT3 yrp:a an qoa : lap ca «P dt;: tpi mpnx : ya'i 5rtty bs fsn m-a ra): 'pias, spynrt -3 o-dim >yas inyvi mndx orrtey U8« vn33 b«1 li 13-p d'' '23 pns m*y? b'nin *ny 773d« in da pna.n nx pm: o^anb roid 'm -con na mnyb ura '3 vv nvw 'nd« n:a rmn «xn würbe im Ja^rr 18-6 von der Masse gestellt, werlag »o» >:d und wurde : Aus dem Monac Juni. I Die holländische Abgeordnetenkammer hat mit 33 gegjn 16 Stimmen den Handelsvertrag mit der Schweiz verworfen, weil derselbe den Holländern israelitischen Glaubengleiche Rechte versage. Die k. ungarische Statthalterei hat ein Reskript erlassen, nach welchem in Zukunft dir Aufsicht über das jüdische Schulwesen in Ungarn durch hierzu zu ernennende jüdische Schulinspektoren geführt werben solle. In Erlau in Ungarn fanden Ercesse gegen die Juden statt. |Sft dem Begräbniß einer jüdischen Braut in Ebenkohen (Rheindaycrn) folgten der katholische und protestantische Pfarrer neben dem Rabbiner dem Sarge, und die Glocken der protestantischen Kirche wurden gelautet In Smyrna baren die Vorstände der jüdischen Gemeinde selbst um die Begnadigung der Griechen, welche sie jungst mißhandelt und verfolgt hatten. Ja Rhodus starben bei dem jüngst stattgefundenen Erdbeben auch viele Israeliten, und viele verloren ihr Hab und Gut. Die Vorsteher der größeren Gemeinden de- Herzoglhums Nassau haben jüngst eine Versammlung gehalten, um allei den jüdischen Kultus betreffende Fragen zu erörtern, undhatte die Berarhung sehr gute Erfolge. Möchte sich doch überall der Eifer für die Angelegenheiten unsres Kultus in Gemeinsamkeit und Einverständniß verhängen! — Die amerikanischen Blätter dringen vielfältige Beweise der glänzendsten Tapferkeit, welche israelitische Militärs auf den blutigen Schlachtfeldern des nordame. rikanischen Kampfes liefern. Doch ist nicht zu übersehen, daß aslch in den Reihen ^der Conföverirten viele Juden kämpfen und zwar mir gleichem Fanali-mu-, wie ihre christlichen Mitbürger. — v Allgemeine Zeitung des Judentbums. Ao.29. 1803. Lei tende Artikel: Reaction und Opposition. —Spenden. Lisi« für die Rießer.Stiftung. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Au» dem Herzog, thum Nassau. Au- Wüttemberg. Preußen: Berlin. Berlin. Dolftein. OesterrrichischerLaiserstaat: Aus Südungarn. Preßburg. Aus Ungarn. Frankreich: Bayovne. Paris. Jta. lie»; Turin. Großbritanuien: London. Rußland: Warschau. Amerika: San.Francisco. Aus Nordamerika. — Nachtrag: Aus Sachsen. Töln. Hanover. Wien. MJk'Zu beziehen durch jede» Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler. vierteljährlich % Thaler. Verantwortlicher Redoetnrr 8. Fritzsche. vR»tz«RdtUMg i» Vciflif- — Dro« »bb 9 St «8 i i B g ia Seiv»i»