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Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 28 (1863) · p. Seite 112

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
28 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 112 (sequence 4)
Language
German
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112 satt 0 b Fuchs heraus. WaS geschah hieraufk Am a kamen die Eltern des geraubten Thieres uni ander« Füchse, und baten weinend und weh t starken Mann, doch den jungen Fuchs in Freihji und ihn seinen Eltern wiederzugeben. Aber weichep zu lassen, dand er ihnen Allen die sammen und steckte die brennenden Fackeln Hinei! liefen sie davon und wurden nur wie durch von dem ihnen drohenden Tod errettet. Als aber einige Zeit nachher der starke M» > war und keine rechte Macht mehr hatte, und vielen Feinde ihn mit Gespött« und Gelächter machte er die letzten krampfhaften Anstrengungen baude seiner Feind« zusammenzustürzen, — selber seinen Tod dabei. Jubelnd strömten jetzt von allen Seiten herbei, sich über den Untergang deharten und einer von ihnen sagte: „Wohl uns! nun endlich besser gehn, und alle Gefahren sind vo Ader »in alter be'jahrrer Fuchs rief ihm zu gar zu hoffnungsvoll, junger Bruder! den grö sind wir allerdings nun los, und wir haben uns darüber zu freu.»; aber die Gefahr ist bei nicht vorüber, denn auf uns lauern in allen Jäger, um uns, theilS des elenden B theil« unseres reichen Pelzes wegen, zu e Wie Recht hatte der gute alte Fuchs! hatte er auSgeredet. als sie schon die Pfeile schwi^ und rasch liefen sie auseinander nach allen Enden! i ldern Lage noch viel lagend den it zu setzen sich er« ,wäaz«;u- Heulend Wunder er i *n n geschoren nun seine betrachteten, das Geoiber er fand die Füchse Mar nes freuend, vird es unS »eil" „Nicht ten Feind ein Recht, item noch Wäldern die nügens, »»ürgen!" " Denn kaum re« hörten, Ecken und 4. Zwei Aeste sprachen zu dem Stamme: Wir stehst du kahl und einsam da! Mir Moos bedeckt und faulem Schwamn r, Bist du dem Untergange nah. Wir aber tragen Blüeh' und Früchte, Mir hoffnungSzrünem Laub bedeckt, Im Scharren unsrer Blätterdichte Liegt, mancher Wandrer hingrstreckt! Drauf sprach der Stamm: Ihr möget sä erzen, Weil ich so einsam bin und alt! Ihr könnt di« Wahrheit nicht verschmerze^ Daß ich allein bin buer Hast! Die Säfte meiner Wurzel stiegen Durch mich in eure Zweige ein. Und würbe dieser Quell versiegen, Ihr würdet bald entblättert sein. So habt durch mich ihr euer Leben, Zehn meines alten Markes Saft, Und diese- Mark/ von Gott gegeben, Verliert in mir nie seine Kraft. Ja, würde je ein Sturm mich fallen, — Was aber niemals wird geschebn, — Ihr würdet Beid' mit mir zerschellen, Ihr müßtet mir mir untergehn! -. Anekdoten. Ein junger Mann', der Nichts besaß und bei seinem Bruder wohnte, bewarb sich um die Hand eines Mädchens in -einem entfernten Orte. Der Vater der letzter» kam zum Bräutigam in sp«, um dessen Desitzverhältniss« zu prüfen. Der junge Mann zeigt« ihm feines Bruder- Haus und sagte: „Sehen Sie, dieses Haus gehört meinem Bruder allem, da drüben aber das große Haus und der Garten und das große Feld, daran habe ich gerade so vielen Antheil wie mein Bruder." . .. Den AuSgang der Sache wissen wir nicht. — Ein sehr dornirter junger Mensch wurde von seinem Vater zur Freiwerbung geführt. Unterwegs bar ihn sein Baker, ja Nichts zu sprechen, weil «G dadurch seine Dummheit verrarhen würde. Er saß daher still und schweigsam neben der Braut io ape und ihren Freundinnen. Rach einer Weile ging der Vater mit dem Brautvater eine Treppe höher, um die Geldangelegenheiten zu. besprechen.! Da hörte der junge Mann ein Mädchen zum andern flüstern: „Gott, was ist dafür ein dummer Mensch!" — Sofort sprang dieser auf, sprang zur Treppe und rief hinauf: „Barerleben, sie wissen'- schon, sie wissen'- schon!" — Kuriosa und Notizen. (Ein WohlthLter.) Abraham Mandel, ein Israelit von Schmalkalden gebürtig, der alganz armer Jüngling seine Vaterstadt verließ und später an 30 Jahre als Kaufmann im Rothschild'schen Hause in Frankfurt, Neapel und London thälig war, hat sich in seiner Vaterstadt ein bleibende- > Denkmal errichtet. Testamentarisch hat er der Stadt ein . Capital von circa 10,000 fl. vermacht, dessen Zinsen zur Erziehung armer verwahrloster Kinder ohne Unterschied drr Confeffion verwendet werden sollen. Druckfehler. In Nr. 27 S. 108 in dem Artikel „Reiche Leute" find mehrere Namen verdruckt. Es muß heißen: der Philosoph Seneca, ApiliuS, Kleopatra, Lucullu«, Mesiala. Die Redaktion. -Allgemeine Zeitung de» Judentbum». No. 27. 1863. , Leitende Artikel: Die Lage der Juden in Preußen. — Der Longreß zu Ferrara. — Fortsetzung der Speoden-Liste zur Rießer.Stiftung. — Rechnungobericht de» Institut» z,r Förderan* der israelitischen Literatur au» feinem achten Jahre (1. Mai 1862 bi« 1. Mai 1863.) — I Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hamburg, München. — OesterreichischerKaiserstaal: Pefih, Pesth. Raab. Frankreich: Pari». Belgien- Brüssel. Nachtrag: Mastricht. —-Lo rsespoudenz- Lonferenz der israel.LehrerWest- PHalen» und der Rheinprovio; am 27. und 28. Rai. (Schluß.) i JU1 Zn beziehen durch jede» Postamt und jede Buchhandlung.! Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich % Thaler. Berauw örtlicher Redacteur 8. Fritzsche. MI »««■ Jiiiitt'l vxshxxdtxxg Ix trivai«. — S>txd vox «• »revlixg ix eeivzi»

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