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Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 22 (1863) · p. Seite 88

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
22 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 88 (sequence 4)
Language
German
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chub und die von tyder geseS Ocker an, Jan ann und u, «dendesonberS Lheil aus ländischen . Zuden sich folgt.) auf daS innigste verbunden. Durch' diesen Bor'« durch diese Verwandtschaft erklärt eS sich. das. Abraham Jakod (auch Jakob öevi und Sign« nannt), Picard Kotzo Abraham Picard), M> lMaschoker, Karl Granus), Dan Bosdeck (Adr der Bradanlcr, auch Hrt Shippertje, auch BoSit Bonn» genrnnl) und Franz BoSdeck (auch Ich falls Her Shippertje genannt) abwechselnd und geführte Bradanrifche Räuberbande zum größten Juden bestand, und auch unter den übrigen niede Banden viele, wenn auch nicht so zahlreiche befanden. *) _ (Forts Blumenlese aus hebräischen Wirken. Bon Joseph Rawic; in Breslau. -pr»3 3*03 13 orrr *jb *pn: «jcsn Esther 3, U- Nach dem Midrasch liegt in diesen Lorten «ine Andeutung deS traurigen Endes Hamans und iü äußerst günstige Wendung seines schalkhaften mörderisch n PlaaeS. DaS Verständnis zu dieser schwer zu lösenden! Zemeckung giedr einen Darschan mir einem Maschal. Ein Banguier hatte sich zum zweiten Male mir einem junger Mädchen verbeirarber. Diese neue Ehehälfte strebte nach d m ganzen Reichrdum ihres Mannes, und wünschte die ges gnete Zeit herber, wo ihr Mann has Zeitliche segnen wird. Aei seinem Tod« vermachte er ihr auch wirkich sein großes Vermögen von 100,000 Dukaten, mit der Anweisung jed> d* seinem ersten Sohne eine bedeutende Summe davon z» geben. Ucber das Wieviel sprach er sich zu Gunsten einer Frau nicht aus, sondem bestimmte, daß sie diesem Sohne so viel geben sollte, als' sie selbst wolle. Der Dann schloß seine Augen zu, der Frau gingen die ihrigen über ih - Glück erst recht auf. Der Sohn beansprucht« nur als rechtm ißiger Erde die Halft« des hinlerlassenen Vermögens, die M ttt« wollte nicht für eine boshafte Thocin gehalten «erde >, die den letzten Willen ihres Mannes nicht ehrt, und wieS dem Sohne nur 10,000 Dukaten an. Dieser n ihm «inen RechrSgelehrrrn, der sich seines Rechtes recht «lehrt und kräftig annahm, indem er bewies, daß der So >a 90,000 Dukaten erhalten müsse, weil nach der Amreifung der Frau es sich herausstellte, daß sie dies« Sum m für sich verlangte, und das Testament bestimmt, si« gebe dem Sohne, was sie selbst wolle. Das Gericht ge »ann diese Ansicht und der Sohn den Prozeß. — Be dem Ertheiiea einer Befugniß mit dem jüdischen Volk nach Willkühr zu schalten ging. Achaschwerosch sehr voi sichtig und besonnen zu Werke, und sprach zu Haman o> ige Worte, welche für den Fall einer falschen Beschuldigung und einer ruchloftn Anklage auch diese Deutung zulassen: Dies Geld ist gegeben für Dich — die 'Buchstabenzähl r on Sakesch ist dieseldt von kueir 165 — Du konmst an den *) Bgl. Becker, a. a. L-, II, 86 fg., wo in der; der brabanrer Räuber umer 50 Räubern 32 Jud find; ferner S. 48 dar Berzeichniß der Holläud und S. 115 fg. daß der Mertener Baude. Nicht zr daß aber auch durch die Einverleibung einegroßen Königreich Polen zu Preußen einer wüsten Waffe findet» der Weg nach Deurschlaud und durch dasie land und Frankreich geöffnet wurde. Berzeichniß n aufgeführt schon Bande leuguen ist, Theils vom üdischen Gevach Hol- 1* Galgen — und mit dem Volke ist zu thun, wie es gut ist in Deinen Augen, d. h. was Du wünschest, baß man Dir rhue, dieß geschehe dann dem Volke, — es erhalte eine unbeschränkt^ Macht zur Rache an seinen Feinden. — — Eine nützliche Lehre habe ich Euch gegeben. Sprüche 4, 2. Ein Gelehrter befand sich einst auf einem Schiffe, welches mehrere große Geschaftsmanner mit ihren Waaren nach einer großen Handelsstadt fihrte. Diese hielten den Gelehrten für «inen Handelsmann, und da sie auf dem Schiffe nichts von .ihm gehörenden Waaren und Handelsarrikeln erfuhren, fcugen sie ihn spöttelnd: „Welchen Platz nimmt denn Deine Waare ein? Oder bedarf sie gar keine Niederlage — „Eine weit größere und rheurere Waare," erwiderte der Beleidigte. ,,führe ich als Ihr Prahler." Von Neugierde getrieben suchten die Kaufleute mit genauer Umsicht das ganze Schiff nochmals durch, fanden nichts als die Gewißheit einer Lüge und entschädigten sich für ihre Mühe des Durchsuchens mit einem Lustigmachen über den unbesonnenen Lügner. Das Schiff halte das Unglück von einer Bande Seeräuber überfallen zu werden, die es ganz ausplündcrten. Als sämmkliche Reisend« ans Land stiegen und in die erwünschte Stadt gingen, hatten sie keine andere Aussicht als mit Noth und Mangel zu kämpfen, denn Keiner wollte ihrer Erzählung von einem Raubanfalle Glauben beimessen. Wie half sich der Gelehrte? Er ging ins Lchrhaus deS Ortes, unterhielt Mehrere mit lehrreichen Vorträgen, und diest sorgten gleich für feinen Unterhalt. Die Kunde von seiner Gelehrsamkeit verbreitete sich auch bei den angesehensten Männern veS Ortes, die ihn mit Geld uyd Ehre überhäuften und ihn sogar ihres Umgangs würdigten. Als die verarmten Reisegefährten, die Kaufleute von seinem Rufe hörten, gingen sie den Gelehrten mit der Bitte an, sich bei seinen wohlhabenden Bekannten für ihre schreckliche Notb zu verwenden. „Je länger wir hier bleiben", sprachen sie zu ihm, „destomehr vergrößert sich Deine Ehre und unser Elend, hilf unS, Dein Wort macht Eindruck, sprich für uns, daß wir fort- und nicht umkommen." „Der Verlust Eurer gepriesenen Waare", erwiderte der Gelehrte, „führt Euch zu!dem, dem Ihr kein Vermögen zumuthetet. Ein Mensch von mitleidigem Gefühl kann Thronen des Kummers nicht ungerührt fließen sehen, wenn es in seiner Macht steht, sie zu stillen. Hilfe soll Euch werden; dieses Unglück biene Euch. aber zur Belehrung, daß nicht die Menge, sondern die Dauerhaftigkeit den Werth der Güter macht, und emfindel die Wahrheit des Salomonischen Spruches: Eine gut« und nützliche Lehre gebe ich Euch, meine Weisung, meine Wissenschaft verlasset nicht!" —(Midrasch Tanchum, Perscherh Terumah.) — - . (Forts, folgt.) Allgemeine Zeitung des Judenthums. No.21. 1863. Leitende Artikel: Di-. Gabriel Rießer. — Nekrolog Rießer'S. III. (Fortsetzung.) — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: Fürth. Preußen: Birnbaum, Aus Westphalen, Posen- Oesterreichischer Kaiserstaat: Triest. Pesth, Aus Mahren. Schweiz: Endingeu. Italien: Ferrara.Rußland: St. Petersburg,Sl Petersburg, Mitau. Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 8 Thaler, vierteljährlich yA Thaler. Verantv örtlicher Redaeteur I. H. Luder. «erlag veu 9a u st s »r1«e t' »u«baadiiukö i» reiprig. — Druck G- »revliug i, Seioziz.

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