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Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 6 (1863) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
6 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 24 (sequence 4)
Language
German
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Wir üanbon gegen 2 Uhr früh aoermal« vo> dem st..tki:chen Gebäude, wortn sich der Ungar, ifrael. Lere n best 'd.r und nur mir Mühe gelang ,< uns und i ifrrm rfiamoen Einlaß zu finden. Zn aller Früh fetzte wir unsere Ausflüge nach Ofen und Umgegend fort. Wir oerührten die bcruhmre Kettenbrücke, jenes cl loffal, Wunderwerk von Szechenvi, dem Schöpfer jener, de auch u magr-ar. Industrie ins Netzen gerufen.! Wir waren auf dem Blocksberge angelangl und Darren > - großattfizste Aussicht von der Welt. Bor ur S lag Pest mir seinem Häusermcere. Uarer den stattlichen (iebäudea lächelte uns besonders freundlich der Lemp 'l der I'raeliren an, der im mauerischen Stile erbaut, einem anderen Gotteshaus, der Hauptstadt nachsteht. Maje rärisch unter kleinen Häui'ecn, gleichsam ein Bild deS großen Reiches, schaut freundlich oas Nationalmustum z r unS afnstber, zenc» Gebäude, in welch,in ^sich eine vor »gliche Bücher-,Gemälde: unbNaturalien'ammSung befindet. Unter Sen vor unS liegenden Eoenen har keine die Berü mldeit .riangt, wie jene, di»' unter dem Nam« deS RakoS ickannt ist und auf welcher vor Jahren von den Magnat n eine .Re,chSver>'ammmng gehalten wurde,- apf welcher m chr als If>,000 Edelleure erschienen' Oowehl Ofen geschichtlich merkwürdig und Ks Sitz der höchsten Behörden des Landes itt Besuches würdig ist. ’*o verweilten wir doch, eben weil nur Fiiialg imrinde von nlrofrn, einige Augenblicke tN dieser Stad Schur,' in Altosen gehört zu den besten des und fanden wir in ihrem betagten Oberlehrer ein wackeren Schulmann. Auch baS Synagog'enweier Die Landes n recht ist im Fortschritte begriffen und ist der gegenwärtig, Rat di auch der magvar. Sprach, mächtig. Die Synagoge, odwöhl alterthümlich erbaut, ist nett unv schea. Wir bestiegen gegen Abend baS Dampsbobt, kehrten nach Pest zurück, von wo auS wir noch in derfilbIl Nacht adzur.l'en beschlossen. Oowohl BerutSgeschäfte un« in »nlrre Heimat» riefen,?o wurden wir doch durch die nahe bevorstehende Zusammenkunft unlerer ersten orthodoren Rabdinen in lldony bestimmt, letzteren Orr zu besuchen und unsere Ai tourreise aufzuschieben. Wir wissen nichr, was unsere ersten orthodoien Radbinen bestimmt haben mag, gerade in Adony, ft um unbedeutend.n Marktflecken im Pester Eomirare gelezen. eine Versammlung zu Falken, wollen doch Männer, welche derselben nahe stehen, ihr jeden Anstrich einer * 1 Konferenz adsprechen. Wie dem aber auch immerhin sei, «denfall« brachte die Hochzeit deS Enkelchen beS selig ent chlafenen Preßburger Rabbiner» Moscheh Sopher die Hä pler der Orthodorie Ungarn» in Adony zusammen und r urbe am Hochzeitstage die Chaisidimfrage zum Gegensta >de einer ernsten Besprechung gemacht. Der Rabbi Benjamin Schreiber auS Preßb« lg wurde auf seiner Fahrt mit dem größt.n Pompe empfai gen, und waren eS insbesondere seine Getreue» in Pest, «, lcke ihren Liebling würdig begrüßten. Aber auch Abovv bot alleS auf, seinen Gast würdig zu empfangen und dtjrch einen Fackrlzug den Raddi zu ehren. J-cUf »ob »<iBi4ttatt’< Obwohl di« Gemeinde IN Preßourg -US die orthodoxeste deS Magyarenlandegilt, so geht doch die Gemeinde damit um, einen zweiten Geistlichen anzustellen, der baS Gottes» wo« in Hochdeutscher Sprache zu predigen versteht. Da unser Rabbi sich für ven ersten Rabdinen de- Lande» hält und alS Oberradbi der Krönungsstadt Preßburg größer denn alle, so war eS unS nicht möglich so bald zum Empfange zugelassen zu werben, und war eS in der Thar nur Männern vom schweren Kaliber gegönnt, zur Ehre de« Handkusses - V.) vorgeiassen zu werden. <Forkl. folgt.) Kuriosa und Notizen. AuS Warschau berichtet man unter dem 10. Januar: Der durch einen Dolchstich verwundete Israelit ist noch am Leben, der Verbrecher aber noch nicht entdeckt, da der Verwundere mit Bestimmtheit erklärt dar, der der Tdäl verdächtige Schlosser sei nicht sein Mörder. Zum Verständniß dieses neuesten politischen Attentat« berichtet man der „N. Pr. Z." noch Folgende«: Der Gemordet, war Mörtel Bandmann, welcher auf einem in Garwolin hallenden Wagen verschiedene Brechstangen und Dieb«» instrumente entdeckte und davon dem Bürgermeister Anzeige machte; die drei Emissäre, welche neben politischer Propaganda eingestandenermaßen oie Absicht gehabt hatten, die Post zu berauben, um den Nalionalfono« zu vergrößern, wurven dann nebst einer Anzahl von Dolchen und Revolvern fest genommen und hierher nach der Eiradelle gebracht. Für die Verhinderung dieser Postderaubung hatte oie Regierung den Mörtel Sandmann 300 Rubel Belohnung zuerkannt und ec w.lr am 7. d. M. eben im Begrase, dies« Summe auf d»r Staatskasse im Schatzgebäud, .in welchem Ryll../einer «Zeit auf Graf Wiclopolsti schoßsich zu holen, als er den Dolchstich erhielt. Wie vollständig das revolutionäre Eomitö von jedem Schritte und Tritt« seiner Opfer unterrichtet wirb, da« beweist der Umstand, daß der Mörder den Mörtel Bandmann schon erwartete. Am Tage vorder wurde bereit« den armen Zuben, al« er sich zum Empfange de» Gelbe« meldete, im Schatzgedaude da« Zeichen de« Halsadschneiden« gemacht. Der delreffenb« Beamte, der ihm da« Zeichen macht«, soll verschwunden sein. Seitdem ist der Verwundete gestorben. der Mörder aber noch unenldeckt geblieben, da der deshalb al« verdächtig Eingezogen« von dem Israeliten als Thärec nicht anerkannt worben. Allgemeine Zeitung de» Zu denrhum». 'Jio. & Im,3. Leitende Artikel: Zur Gedächtnisfeier MoieS Mendelfo.ll'S. —Tie Proielvten in Ilde» im XVI. und W1I. Zahrhundert. — Lirerar, cher Wochenbericht. Zeitungsnachricht en: Deutschland: Au» Wünem berg. Preußen: Berlin, «äoltbn». Oesterreichifcher Kai> ferstaat: Lemberg. Schweiz: Bern. Rußland: Lu» Lieflaud. Großbritannien: London. Amerika: New-Aork. £S~ Zu bezieben durch lerrs Postamt und jede Luchdantlung. Jährlich 3 Thaler. vierteljährlich THaler. Berantwoi klicher Redacteur I. H. Luder. I nchy«^»lUUg ia reivu». — DraN vov ««- S»t0 r* ic reist««

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