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Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 3 (1863) · p. Seite 12

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
3 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 12 (sequence 4)
Language
German
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in Geist und Herz, und Du gehst sicher. Wan mit, nach ©Mt, und niemals wirst Du fehlen. Dich, wenn Du am Beginn eia.« WegeS stehest der sti, der Gott gefällt, den da» Gebot Lottes der ein Gottgesegnerer sein kann, und ewird de sein. Und b<* Dir dieser Gott nicht Wegweiser au 4Üege genug tsinqestelll? Frage Dich doch, was w Mund Dein,« Vater« zu diesem Wege sagen / wie w Herz Deiner Mutter bei diesem Anblick schlagen i wi der ernste de« Lehrer«. der Dich, al» Du geworden, iegyete, auf Dir rüden i Frage Dich, die tiedeerfiiüte Seele Deiner treuen Gaitm hierzu Frage Dich, ob Du auf diesem Wege noch die Deiner Mitmenschen verdienest i und endlich senke prüfend in Dkin eignes Herz, höre auf die SkiMme eignen Gewiss m«, aber aufmerksam, selbst auf di Regung, und Du wirst Deines Wege« nicht fehl Dir« sind freilich keine Postwagen und Eisenbahn keine Zeitungei und Volksredner, da« sind die alter men. die sckoz Adam „in der Kühlte des Tagei" -v aber e» sind »nd bleiben die einzig rechten Wcgw Lebens, daß nir de« Wege« nicht fehlen. i cde i cbe wa d le vor, Frage ob eS billigt, rechte Deine der das würde nünüig würde i »einen k tchkung o Blick Deines leiseste n! — ggons, Sumrnakm, isrr b<S n t geh> r Kuriosa und Notizen. In einem Bericht, über die Sekten in der g iechischorthodoren Kirche Rußland'« liest man: Zu den Häretikern der drilten Kategorie nächst die ältesten russischen Ketzer: dje Iudenrbüm deisiwujusrlitsihie^, deren Ursprung m die Zeit bin.' in der Nowgorod seinen kühnen Unabhängigkeit» nachkinq und der tittbauisch, Fürst Michael Ol, in die Sradr kam, um die Regierung;u übet Mit diesem kamen nämlich einige Hebräer dahin Diele zu ihrem Glauben bekehrten und i'o vre m.r Secte bilderen, welche sich bald di» nach Moskau v< und trotz aller Verfolgung bi« heute erhalten bJ ist Jetzt mehr unter dem Namen der S>ubbölmki adendfeierer) bekannt. Diese Sectirer hatten sieb Träger der reinen GotteSoecehrung und die treuesten des mosaischen Gesetzes. Trotzdem kennen sie bi wenig, und sie beschränken sich auf die Beodawu zelnec Aeußerlichkeiten, wir auf die Beschneidung, sondere Feier - der Ostern, da« Leien und Singer einiger Psalmen in hebräischer Sprache, die sie mit russischen Buchstaben schreiben, da« Halten von Rabbinern i . f. n>. Wie die Juden erwarten die Ssubbolniki noch die lnkunft de« eigentliche, Messias, und verwerfen sie alle C restliche Leb«, die Dicramenie und auch den Eid. Die Eden schließen und löstn sie ganz willkürlich. Anekdote. Ein polnischer Jude kam einst durch eine klein« K e h i lad, wo gerade nur ein Minjanwak: diese Gemeinde hatte eine Synagoge und einen GvnrSacker. Der Pollack, — 12 der immer feine Spitzsinbigkeiten bereit liegen hat, und überall talmubifchen Pilpul anbnagen muß, warf hier einen ns» auf; er fragte den Parne«: Wozu besitzt Ihre Synagoge einen Gottesacker? wenn alle« lebt, so braucht ihr doch diesen nicht; wenn einer stirbt, so ist die Synagoge unnütz, da ihr dann kein Minjan habet? Der Parnes, der auch noch Spuren de« angeboenrn jüdischen WitzeS besaß, antwortete: Sie haben vollkostimen Recht, waS un« berriffr; aber wir müssen einen GvlleSacker für Durchreisende haben. Eine alte Frau pflegte ihre Buttermilch bei einem > Juden M LanbstädlchenS zu-.holen, der einige Kühe hielt. > „Ich hole immer di, Buttermilch bei Euch," sagte sie ’ zu der Frau de- Juden. „Und warum. Hanne," frug diese, „holt Ihr sie nicht bei Steffen« oder SchoyderS?" — I „Ei", sagte die Alte, „Ihr seid doch Juden, und läuft; darum die Milch nickt." — j Ein Jude in N. hart« die Sine angenommen, seinen j Kindern einen „Weihnackrsbaum" anzuzünden. Jüngst sollt, stin ältester Knabe Bar mizwali «erden, und er hing > diesem unter Andern» einen — TalttS (Gedetmantel) an > den Ba» . »i^n . Welche Naivetät! en zue r(äu- .^ufreicht, räumen kowltich rhehmen. welche wur-drge pflanzte Sie Sonn' für die Wahrer seS nur ng eindie de- Anekdote von B. in B. Ein alter Jude erkundigte sich bei einem Lehrer, wa« für eine Art von 7»2^r eigentlich die „goldene.ns^s f,i, und setzte erläuternd hinzu, sein Löckterchen habe ihm au» de--Zeitung vorgrlesen: „ES ist einegoldene Breche verloren gegangen." Der Kaiser und der Rabbi. Ein Mährckcn! lacht zu Rabbi Iosua Trapm, ein Mährchen, gut für Blinde just; De« GvtteS, den mein Auge nimmer sah, Wie sollt' ich seiner werden mir bewußt! „Verzeihe, Herr, so wende Dein Gesicht Der Sonne zu. Du stehst geblendet? Traun! Den schwachen Strahl au« feiner Krone kicht — Erträgst Du nicht, und willst ihn selber schaun!" Allgemeine Zeitung de« Ztbdenkbum«. *Jl«. 2. 1863. Leitende Artikel: Ueber die Stellung der Rabdinen unserer Zeit- I. - Der jüdisch - deutsche Dialekt vom kulturhistorischen Standpunkte. «Schluß.) — Zerstreute Bemerkungen. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten- Deutschland: Bremen.Desiau, Erlangen. Gera, au« der baver'chen Pfalz. Preußen: Berlin. Schwerfen;, Rakel. Frankreich: Pari» 'Nordamerika: Baltimore. Zu beziehen durch jede« Postamt und jede Buchhandlung Jährlich 3 Tbaler, vierteljährlich yA Tbaler. Beramwvnl •erlag mb St« mü tiBtt’t der Redakteur I. H. Lstder. baodlvBg in Seipjig. — Druck von @. Nreyking in -eirzig.

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