Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 9 (1862)
- Issue
- 44 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 164 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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öl' Na<td )ft1M t) un 1 Liv. Shrwürden B. Abrahams eine zweite Rede, durch ihr tiefes Gefühl sich au-zeichnete. Staub zum Staude zurückgekedrt war, wan Trauerzug nach der Synagoge zurück, wo am Gebete für den Fasttag Zum Gedaljah abgehaltit! Den Dienst al- Bordetec verrichtete dei.diefer trar genheit Herr Piza, von der Spanisch-Portugie» zöge, und Herr 2- H.Myers, von Sir Mos«' RamSgare. Unter denen, welche das Leichenbegsi einigte, waren auch einige persönliche christliche Verstorbenen. Viele hunderte von den B RaMSgate hatten, sich um die Synagoge grädnißplatz versammelt, indem sie in achtungsvollem Schweigen verharrten. Da es Sonnt waren alle Werkstätten geschlossen. Einige von d im Hafen hatten Halbmast geflaggt, und in eiai ithacen die Prediger d« unglücklichen Ereignisse- Oer edle Leidtragende, der zu Ramsgate lebt, wir erfahren, fein schwer« Leid mit der from^i senheit, die uns sein frühere- Leben erwarten ließ weile har er der Duke's-plaee Synagoge 50 jeder der anderen Hauprsynagogrn 25 Liv. St. zu Zwecken gespendet. Eine Berechnung von seit Wohltharen bei dieser traurigen Gelegenheit ist vorgekommen. In feinem Hause in London gen- und Abendmit Minjan Gebete verrich e heilige Schrift verlesen. Wir konnten nicht in dringen, od die Verstorbene ein Testament g einige besonder« Wünsche avsgedrückt hat. Wir schließen unfem Nekrolog mit einer' ihrer geistlichen Eigenschaften. Lady Monttsion Natur ein sehr fromm«, ruhig« GemürK, und 'elbst in der größten Gefahr zu beherrschen, vertrauen war unbegrenzt und war auch der Furchtlosigkeit, welche sie bei mehrfacher Geleg z. B.als die lodende See da- Leben ihre- Mann derer, die mir in dem Schiffe waren, bedrohte. Jh> feit war ungeheuchelt, ihre Liede zu ihrem Gott und tUlfrichtig und ihr« Verehrung für Israelehemßl und alten Gebräuche eine tief«. Sie besaß vie Ihre Seele war ganz und gar Poesie, nicht von Romantischen, natürlich meinen wir das Romc Gott Allein Allem ist, das in Anbetung vor niedersintr, das den Abglanz seiner Majestäi ganze Narur sucht und auch findet. Ihre gi Beschaffenheit war wahrhaft weidlich. Ihre Ge rief und eine entsprechende Saite ertönte ha ihrem Herzen zu Allem, was groß und gut weiblicher Instinkt und «eidlicher Takt verlie rn dem Kranze von Tugenden, welcher ihre S bildete die Wohlthärigkeit die glänzmdste ihre hauptsächliche Eigenschaft war die große welche sie für alle edlen Plane ihr« Gatten diesem war sie so vollständig vertraut, daß beiden Körpern zu wohnen schien. Wie da- und der Cherub, welche btx Prophet Ezechiel in sah, waren die beiden unzertrennbar und von ein» Willen beseelt. Wenn der ein« sich erhob. gleichfall- ,m so der Me sich der Pachmittage n wurden, rigen Gele- Syna- Synagoge zu ngniß verstünde der nern von den Bernd gefühl» g war, so n Schiffen en Kirchen Erwähnung, e cträgt, wie en Gelasi Mittler» St. und njohlthätigen en anderen unnicht rden Mort und die Erfadrung chnachk ober Bl i er t starb 176 en )e kurzen Skizze hatte von wußte sich Ihr Gotteirund jener it bewies, - und aller Frömmighrem Volke ige Sitten Idealität, einen Zug »tische, dem em Throne durch die nz« geistige ühle waren ^monifch in war. Ihr en sie nie; umgab, me. Aber Sympathie, Mit « Seel« in heilige Rad einer Vision demselben der andere > im f 4tt-. tb auf und wensi der ein« stehen blieb, stand der andre auch still. Ein gebeimnißvoll« Band hielt sie zusammen. Ihre geistigen Kräfte waren weit über das Durchjchnitt-maaß erhaben. Sie befaß eine große und allgemeine Bildung. Sie unterhielt sich mit großer Lebhaftigkeit und Heittrkeit, besonde« wenn ihr Volk und ihr LiedlingSthema — daheilig« Land — den Gegenstand der Converfation bildete. Reisen hatten ihren schon von Name zum Beobachten geschickten Geist beträchtlich erweitert,' und zwei von ihr anonym herauSgegedene Tagebücher über einige dieser Reisen stellen ihren Fleiß und ihrer Beobachtungsgabe ein ehrenvoll« Zeugniß aus. Es sind außer dem auch noch, wie man weiß, in Manuskripten di« Tagebücher vorhanden, die sie auf ihren anderen Reisen führte. Don ihrer sprachlichen Begabung haben wir schon oben gesprochen. Sie spielte gut da- Piano und sang angmehm. Es war ein großes Vergnügen für sie, mit ihrer klangreichen Stimme an den Gesängen theilnehmen zu können, welche an Sadbathen und Festtagen in ihrem Hause ertönten. Diejenigen, welche da- Glück hatten, in ihrem häu-lichen Kreise den freudig belebten Blick zu sehen, mit dem sie die Sabdathlampe anzüudeke, der den Festtisch am Peßonhrorabend schmückte, wird nicht leicht den tiefen Eindruck vergessen, den diese-/Mild« fromme Wesen hervordrachte, dessen natürliche- Element der Gotte-dienst zu fein schien. All« in Allem genommen war Lady Monrefiore einzig in der jüdischen Gemeinde. Jetzt, wo sie dahin gegangm ist, hat sie nichtihr Aehnlich« zurückgelassen. Bon ihrer persönlichen Erscheinung brauchen wir nicht zu sprechen, da glücklicherweise ihre Züge in ihrer Jugend der Nachwelt durch ein au-gezeichnet« Portrait aufbewahrt sind, und ihr Bild wenige Monate vor ihrem Tode von einem trefflichen Photographen ausgenommen worden ist. Durch ihren Tod sind fast alle unsre ersten Familien in Trauer versetzt, da sie mit allen von ihnen durch die Bande de- Blut« verbunden war. Man hat « als einen seltsamen Zufall bemerkt, daß ihre Schwester, die Baronin v. Rothschild, auch kur; vor den Neujahr-lagen starb und ebenso am Zum Gedaljah beerdigt wurde. Aphorismen von David Wahl in Codlenz. Leicht ist « da- Gute zu Fall zu bringen, aber schwer, das sittlich zerfallene wieder aufzurichten: So. läßt sich der Diamant wohl zu Kohlenstaub verbrennen; aber den Kohlenstaub in Diamant zurückzuführen ist ein noch aufzulösende- Problem. Allgemeine Zeitung des Judeuthums. No. 43. 1862. Leitende Artikel: I. Lohen und die weltliche Macht de» Papst«. — Pariser Briefe. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Preußen: Berlin. (Schluß.) Oesterreichischer Kaiserstaat: Lemberg, Prag» Wien, Großbritannien: London. Frankreich: Pari». Rußland: Moskau, Warschau. Zu beziehen durch jede» Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thakr, vierteljährlich £ THaler. Leranrn e ■all« oon 8a b m 53 r t h c t'( rtlicher Redacteur I. H. Lüber. LuchhaudlnBg in Leipzig. — Druck »ob (9. fftevfiafl in Leipzig.