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Jüdisches Volksblatt · 1862-01-01 · 42 (1862) · p. Seite 164

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
9 (1862)
Issue
42 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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l theilS stattliche Bäume, theils Gruppen von § uschwerk. Die hohen und starken Tamarisken bilden ai -einigen Stellen kleine Wälder, deren Boden auch seine Fora har; besonderfiel mir.Ende Februar eine hübsche Lilie iart auf. Da- Wasser diese- Tbal-, daich mehrmals n vollen»» um die Well gehet, audem streckt es sich durch daS ara- Backe dahinstießen iah, fand ich immer schmack! aft; als ich zum ersten Mal 1844 Mirre Mai den Lina bereiste, trank ich eS bei der drückenden Hitze von 30' R. sehr reichlich; sein milchweicher G.efchmack macht, er : ur angenehm. Wollte man gar, wie in der Thar nculic' versucht worden ist. aus diesem Ekarandelwasser daS Bi terwasser der Schrift macken, ^sp bedürfte e« dazu nvlyw abig des Talent-, aus Bitter.Süß. aus Süß Bitter jt machen. Eher lassen sich die beiden folgenden Tbaier: L adi Useil und Wadi Tainbeh, mit Charanüel zusammen,! Uen, obschon kein« von beiden einen ähnlichen Reich hum an Wasser und Vegetation dardieter. Und dazu leibt für Eharandel entscheidend, daß mir ihm als der eisten herrlichen Dass die Grenze der wasseclosen unerquicklikt,n Sand-, wüste gegeben ist. Wiodl aber scheint es, alob lntec dem Mosaischen Elim nickt ausschließlich der eine Wa »i zu verstehen 'ei. da sogar ..Elim und als die za ei Hauptstalionen des Sinaitischen Zugs einander gegen! werden, und zwischen ihnen nur nock der .Lüste Lin im 2. Buche MosiS (lö, I.) Erwähnung grsckie >t. Dazu kommt, daß ohne Zweifel ein längerer Aufenthalt der nack der 'Sckrifl millionstatken Heeres auf Elim zu r chnen ist Vom Wadi Ch.:randcl zog ich am 27. durch die nächsten drei HaupkwadiS: Useir, Thal und » aijibeh. Das letztere har ein« Stelle, ganz dcS Pins lS werlh. Den Blick vor uns b,greinten nach drei Seiten terrassen förnnac Bergwände vion Sandstein, deren untere Schichten weißdräunlick, lichter sund dunkler, die öderen dr areldraunrolb waren. Innerhalb derselben jrudle das Hai, von glitzernden Wasserstr. Iren auf seinem sälzweißtict en Boden durchzogen, aber auck lieblick geschmückt mir ein m kleinen j Tam.rn-k.nwal. e, Der| nock einige Palmen über agcn mit; ihren Kronen. — 168 herietzjn: „Nach dem Baden lasen wir auf am Land seltsam Ding von Muscheln und SchneckenhauSlein und weißen Korallen, deß viel da wächst, in mancherlei Gestalt. DaS rothe Meer ist ein Arm auS dem Meer, das zuringS bische Land, und isteben' Wasser als im großen Meer, nur das es versalzener ist. Berg und Erde um Vas rothe Meer ist rothfarben, davon es da« rothe Meer heißt, es wächst auch roth Hol; dabei", „aber das Wasser ist nicht rolh". Die Bibelleugner. Ein geist- und gemüthrcicher Freund machte uns neulich folgende Bemerkung: „Ein Fürst und regierender Herr tragt niemals Geld bei sich, sondern weist, wenn er seine Gaben verlheilen will, auf fernen Rentmeister hin. der hierzu mit dem nöthigen Gelbe versehen ist. Wie? wenn nun dieser Fürst behauptete: Man bedürfe, um Geschenke zu machen und Gaben zu vertheilen, gar keines Geldes, wie er ja selbst keines bei sich trüge und dennoch so viele Mildthätigkeiten ousüde i! dergestelll i- So kommen mir diejenigen Männer vor, welche die rechten Begriffe vom einzigen Gptte, den Schöpfer.der Welt, von seiner Allweisheil und ÄUgüle. sowie von den Vorschriften der Sittlichkeit, des Rechts und der Nächstenliebe zu haben glauben und wirklick haben, diese aber auS sick selbst zu schöpfen und erworben zu haben meinen, und darum der heiligen Schrift nicht zü bedürfen wähnen, während doch dies alles erst aus der heil. Schrift geflossen, und. ihnen, rpenn nicht unmittelbar aus ihr, dock durck ihre Eltern, Lehrer, Umgebungen und Schriftwerke aus jener geworden ist. Aphorismen von David Wahl in Eovlenz. Nirgends ist es schwieriger, mit gutem. Erfolg daS Des Abends ge«cn Vier, nack acklsiündl .m Ritte, j. 33<cfdumtf nachzukolen, al» in brr Erziehung. Solche lagerte ick am Meere! bei Ras Zelime. Auck riese Lager statte gehört in den Kreis der Mosaischen Erii nerungen; denn, wie der genauen Bericht im 4. Buche Mosi > (33,10.) auSsagr, „von Elim zogen sie aus und lagert« a sich an» Schilfmeer". Wegei der schroffen Berge, die mit ihren felsigen Ausläutern bis ans Meer reichen, so d ß sie, und nur zur Ebbezeit, r icht» als einen sckmalen lassen, können die Israeliten kaum einen ander n als den jetzt noch gewödnlict en Weg eingeschlagen Hab n. Srevr der Name b«S Ras Zelime, wie ,S den Anschi ü bat, in Abhängigkeit von bei» alten Elim, so mochte fi< ,'S dadurch bestätigen, daß die ganze Gruppe der fruchtb. ren Wadis von Charandel bis Taijideb al« ein größeres Ganze zu MosiS Zeiten den R lmen Elim geführt. Odschon der Ade, b kübl war, so wagt' ich' doch, das Wiedersehen der ein amen Lagerstätte am Sch lfmeer mit einem Bade zu fei« n. Fadri rhar dasselbe n der Nah« von Ayun Mu'a; di e Bemerkungen, die er bar n in seiner Beschreibung knüpft, darf ich w»hl zur Kurzwei d«S Lesers Beranru ve- *aun$&xtntz't :reg frei Versuche fallen ungefähr eben so aus, alS der Einfall brr närrischen Schildbürger, die beim Bau ihres RarhhauseS die Fenster vergaßen und dem Uedelstand dadurch abzuhelfen suchten, daß sie das Licht mir Säcken in'« Haus trugen. Mehr in der Zurückgezogenheit, als im Geräusch der Welt, offenbaren sich uns die Regungen des menschlichen Herzens, so wie man Melodien besser in einer gewissen Entfernung zu unterscheiden vermag. Allgemeine Zeitung desJudenibumS. 2lo. 41. 1%2. Leilende Artikel: Heine'» Briefe an Moses Moser (Schluß). — Zeitungsnachrichten: Deutschland: AuS Bayern, Hamborg,. Lebenbausen, Büdingen. Preußen: 9?«fel, Frankfurt a. d. Oder, Posen, Lachen. Oe sterreichis cher Kaiserstaat: Krakau, Gr. BacSkerek, Semlin, S- A. Ujhelv. Frankreich: Paris. Belgien: Biüsiel. A merika:Lhicago.Dvo aufürstevrhümer: Aus den Douaufürstenkhümern. %S~ Zu bestrbeu durch jede-Postamt und jede Bnchhandlung. Jährlich 3 Lbalrr, vieneljäbrlich % Xbaltr. »nlicher Redacteur 3. H. Luder. üt ütipjig. — iTTibcb «A SttBiinfi in reirriq

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