Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 9 (1862)
- Issue
- 37 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 4)
- Language
- German
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gu Hell. Wer wirklich in diealttestamcntlichen blickt, wirb sich-bald überzeugen, baß sich Strenge, als Gott gegen sein eigenes Volk nicht denken laßt. „Siehe» unter feinen Knechjt obne Ta5el und an seinen Boden sinder er Hiob 4, 18); wenn EiiphaS so von den Geistern' .Gottes redet, so ist kein Wunde! Blätter , der alltestamenttichen Geschichte zeigest diejenigen am meisten züchtigt, welche er am Wenn man sehen will, wie das eigene Volk schont wird, wie. dir Besten und Höchsten des jegliches Ansehen der Person gedemürhiget unbefangen,und neidlos was .unter andern und löblich ist anerkannt wirdmuf man Mische Liverakur des alten Lest.rznenles hinein ich oben bemerkte, der Stil der alnesiam Zahlung könne nur als Abdruck der geschichrlic keil begriffen werden, ist einem guten Theile unvergleichlichen Strenge begründet. Solche Vorurkheile, wie dir eben erwähnten, könnrer nicht entstehen und zum wenigsten sich nich> wenn nicht die altkestamenrliche Geschichte vorzugsweise einen religiösen Charakter hau« dem Schicksal unterworfen ist, welches das RH zu besteben bar. Weil nämlich das Wahre liche in der Religion selten begriffen und ver so wird bas Religiöse viel leichter, alS irgen! LebenscrscheinunA, mit seinen Trugbildern und verwechselt. DaS Religiöse ist in dem Volke Ifrae Geschichte der alldestimmendeGrundfacror und bleiben di« übrigen Leistungen diese« Volkes meinen und geschichtlichen Gebiete unrerg gering. Ader auch diesen Umstand versteh fälsch, wenn man meint, die israelitische einen welwerachtenden Charakter und die Go setze die Welt einem verschwindenden un > Moment herab. Nur wenn man oderflact einzelne Aeußerungen des allen Testamentes Zusammenhang reißt, kann man auf eine solch ► geratben. Häl^ man sich aber an den Zu>am alttestamrntlichen Aussagen, so est Himmel u Gott geschaffen und auf' der Erde dcr Mer fetzt, die in der Schöpfung von Himmel setzte göttliche Bestimmung durch freie S und Selbstrhäligkeit zu verwirklichen. Von die punkte auS ist allerdings zunächst Himmel Menschheit abhängig, insofern beschrankt un dann aber durch Gottes Wort geschaffen un! Geiste belebt, und insofern auch Gott gegen» bleibend und ewig. at f A e Die Psalmen. Prof. Baum garten in der so .eben Schrift: „David, der König obne Gleichen 11 Berlin. 1862. Z. 12. Beranr S*frU* tan Saenjgj.Ttncr 148 ‘— cher hineinj „Die Psalmen — freilich so breit urzd prächtig wie eine größere die Poesie der Hellenen auf dem Strome h.s Welrlebens ausübt, gar; dahinfährr, macht sich diese geistliche Liedeksammlung der vtt ist Keiner Hebräer nicht. Aber da wo das Rauschest und Säuseln Torheit" <f. der homerischen Gesänge, der piodarischen Hnmnen, der himmlischen sophokleischen Dramen, der horazischen Oden verstummt, , daß alle wo aber die eigentlichen Tiefen und Höhen des Menschen- . wie Gerc Herzens ihre geheimnißvolle Stätte haben, da beginnt die meisten liebt. Macht dieser bescheidenen, keuschen und strengen Lieber, nirgends ge- Da wo die Seelen in großer Einsamkeit mit Gott ringen, Volkes ohne wo- Gnade und Sünde, Himmel und Hölle, Leben und Tvd »erden » wie mit einander im Kampf« liegen, da rauscht der Psalm Völkern gut auf dem feierlichen Kinnor und giebr für das in allen in die ifraesonstigen Sprachen Unnennbare Worte.deS Schmerzes und chauen, und -Worte der Wonne und stärkt di« Geister mit himmlischer nrlichen Cr- Begeisterung und Freud'e. Und niemals verbrauchen sich en Wirklichdiese Lieder, niemals nutzen sie sich ad; jeden Morgen sind ach in dieser sie frisch, wie der junge Tag. Denn die Kunst hat an anbegreifliche ihnen wenig Antheil, desto mehr aber die Wahrheit, und überall gar die Wirklichkeit des Menschenlebens in seinen Höhen und' festwurzeln, Tiefen, wie diese Wirklichkeit durch die reinsten Herzen stud Literatur unvergleichlich ' lief fühlender Männer, dieser herrischen und damit Vorkämpfer in den heiligsten Kriegen der Menschheit, hinigiöse überall durchgegangen ifV aus dieser heilig kasialischen Quelle sind md Wesentsie gequollen, und darum eben sind sie durchwürzt von f anden wird, einem unvergänglichen -Duft und von einer ewigen Kraft eine andere des Geistes der Wahrheit. Nein, keine Poesie der Erde iluSarrungen ' har eine so reiche, so fruchtbare Geschichte auf den Blattern dcr am reinsten und tiefsten fühlenden Menschheit, wie dieser hebräische Psalter, der nach David als seinem vornehmsten Meister benannt wird." e>en und seiner deswegen dem allgeordnet und man ganz ligion habe their Israels gehaltlosen licher Weise auS ihrem Vorstellung nenhang der. Erde von 'ch dazu ged Erde ge- Ibstbewegung °*n .Gesickrs- Erde und endlich, so- . von seinem j >«r «esenhafl;ö t n erschienenen ) sagt: Curiosa und Notizen. Die „Köln. Zeit." erinnerte jüngst wörtlich daran, daß in den 40er Jahren schon daS HauS Rothschild mit Staaten, die keine Verfassung hatten, oder in denen die Stande keine Bürgschaft für den Finaazelat abgaden, gar nicht oder sehr schwierig in Finanzoperationen einging. So hätte denn diesejüdische Haus auf die,konstitutionelle Entwickelung in Europa keine unbedeutende Einwirkung geübt, was, wenn es auch bei ihm nicht aus Liebe zu dieser Staarsform geschah, doch immer zu regisiriren ist. Allgemeine Zeitung des Zu denk bums No. 66. 1862. . Leitende Artikel: Tie Reform im Jubentl'ume. VH. — Die Anstellung ^oi'cher Lebrer noch einmal im preußischen Abgeordnetenbauie. — Zerstreute Bemerkungen. — Lirerari'ebrr Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Regensburz, Gailingen, Hamburg. Preußen: Berlin, Berlin. Siegburg. Desterreichischer Kaiserstaat: AuS Ungarn. Schwei;: Genf. Holland: Amsterdam. Amerika: Chicago. gy Zu bezieben durch jedes Postamt und jede Buckbandlung. Iäbrlich 3 Tbaler, vierteljabrlich 1, Tbaler. oenlicher Redacteur I. H. Lüd«r. S»»-a«dl>rng iu^ripz'g. — Dnu! ton G SrevIi« g in Lerpziz.