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Jüdisches Volksblatt · 1861-01-01 · 27 (1861) · p. Seite 108

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
8 (1861)
Issue
27 (1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 108 (sequence 4)
Language
German
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erwerben würde. Der Rabbi solle ihm sagen, waS er zu thun harre. Rabbi Hirsche! machte ein ernstes Gesicht, sann laffge nach und sprach endlich: „Mein lieber Herr Jtzig, ein KiS-Kaf (Handschlag) ist ein KiS-Kaf; ich kann ihnen : ein Steder (Gelübde) mattic fein lfrei geben), wenn es; ihre eigene Person betrifft, nicht aber wenn eS ju Guni sten eines Drillen geschehen ohne Einwilligung desselben. : Ich rarke Ihnen also, sprechen Sie offen mit ihrem Freunde,! geben Sie ihm eine große Summe unter der Bedingung, j paß er Sie Ihres Versprechens entbinde." ' Jtzig war mit diesem Bescheide zufrieden und stthr , wieder nach seiner Villa zurück. Hier redete er den Freuud an: „Lieder MarkuS! Es war sehr schon von Dir, daß Du mir von der Peitsche sprachest, die Du mir bei unserer Trennung überließest, nicht aber von meinem damaligen Gelöbniß, nach welchem Alles hier eigentlich Dir gehören sollte. Wir wallen unS absinden, indem wir die Sache kerumdreben. Ich gebe Dir J 0,600 Lhlr., dafür entbindest Du mich förmlich meines Gelübdes, undivaS ich Dir für Deine Sehne versprochen, Halle ich auch." Markus war wie vom Donner gerührt; einen solchen Reichthum einst zu besitzen, war ihm niemals im Traume eingefallen. „Du bist ein geltesfürchtiger, treuer Mann! Nur Dein Edelmurb zwingt Dich, mir soviel Gutes zu thun, denn jeneS Gelübde war doch nur ein eitel, leichtsinniges Wort. Alles, was Du willst, will ich Dir thun und Gott wird Dich segnen auf alhn Deinen Wegen!" Warum ist. solche Glaubenslreue! nicht erblich geblieben im Hause b«S reichen Daniel Jtzig f Das Ab harachmim. In No. 16 des „jüd. VolkSdl.^ haben wir auf Abschaffung der „Rachegebete " gedrungen, unter denen der zweite Theil deS 0*3n*'n 3» odenanst.hr. Wir bemerkten, daß dieses Geber nur bis;u den Worten *p*ix **X2 or V715 (einschließlich) deibehalren werden dürfe. Wir haben seitdem von mehreren Seiten die Anfrage erhalten, aus welche Weise diese zweite Hälfte zu ersetzen fei, auch schon der alten Melodie wegen, die sonst nur zur Hälfte auSgeführt werden könne. Wir geben hier das ganze 0*277^77 3X, wie es vorgcrragen: werden kann. Die Formel: s*p3*i;i33:n V135 31 13p: 1: 3* «3 haben wir durch die, dem 0*3ii rx entlehnte Phrase ersetzt: 1*12*7 0*2'si55 **232 ins 3 ci*x, fo wie die Stellen aus der Tkorah, den Nebiim und Eherhubim durch andere von ungefähr gleicher Länge und ähnlichem Tonfall. Es lauter demnach: lipo* X177 0*31251 1*3113'2*31»2 IST 0*31177 3« Dip77 nirip *0*31311* 3*12*771 0*1*2711 *.o*2ii3 0*3*5311 D*3iX3i *3331 r®ij? Vx o®o: nS32\ 1*133 ii*i»3i i'rp 0*12:2 * nie: «r 011331 on**i3 1«® D5 7131vd 13115« o**st* : ons >vni 03ip V21 nur* 7 3irs3 •D*3bi?3 r*«:s 1123 om« i*ro*i '0715 *p*i2 10331 *3py* **V5 7732 *2 *C*n:«71 2*« 7122 11113 *r*in« anm *o*i2* 112 *203 man 7X12* 531 1« 11351 13«: 3112 D*N*3:n 1*135 *1* ^51 : ' 17122 .^3X3 2*»p71 *31331 :^0dl5 15 1231 vp21 IpIXTI 11122 532 o**n nix *35*1*1 112 1X1: "1'vn 111 xb 77*77* 2715 **277 'V12* X7 0^157 *2 '121X1 : 3 ^*30 IX «1771 ' 1X22 CC227 *3*2 ’ 22* l'l ’ 121X1 4 p*1X :5D'1223 3‘tfRr 1*1* ' pi2£3 731 VV2* 1) 4 Mos. 2:7,1U. 2>.Jesch. 32,17. 3) Ps. 10.lU.ll. 4» P. 112, 6. 5. IM. 9.9. Biythcn über Anselm v. Rothschild. Ein Mann in sehr bedrängten Verhältnissen bat Anselm v. Rothschild um ein Darlekn. „W-ei" rief dieser aus. „4606 Tblr. wollen Sie habend 4606 Thlr. werden Si, doch selbst haben l Wie kann ein Mensch keine 4666 Thlr. haben i" — Man erzäblt, im April 184h war auch das Vermögen der Rothschilds durch die gewaltigen Stöße auf die Creditwelt reducirt worden. Es fand sich, daß das Vermögen des Herrn Anselm v. R. sich im Augenblicke zu — 7 Millionen Thalec ansilstüge. Da rief der Greis aus: „Nun, soll ich als Bettler sterben, so mag es sein Ein Witz. . Ein preuß. Bl. bringt Folgendes: Meseritz. Die hiesige Bürgerschaft, durch den Commerzienrath Herrn Heimann Levy dazu angeregt, läßt für den Herrenhaus,nden Herrn v. S e n f ft- P i l sa ch ein 6 Fuß großes Ehrenschild von MazzeS backen. Allgcm eine Zeitung desJudentbum«. No. 26. 1861. Leitende Artikel: Tie Amtsniederlegung des Rabbiner Lkein in Hrankiun a M. (rAiuft.i — Tie. Differenz der ungarischen Drdinariate mir dem Unterrichtsministerium wegen des Inipeclorales der israelitischen Lchulcn von -Leiten des Xleru». Ben David Dpvent'cim, Rabbiner. — Die israelitische Bibel' Anstalt, -j Literarischer Wocbendericht. — Zeis»»gSnackrichten:Deutschland: Büdingen, aus dem Xuriürftembum Hessen. Preußen: Magdeburg. Die Schweiz. Berlin. Italien: Ferrara, Venedig. Frankreich: Paris. Nordamerika: New-'))ork. C o rrespon d e nz: Briefe aus Württemberg von Alexander Elsaßer II. Jfy Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich X Thaler. VerautwoNlichrr Redacleur: St. Näde. Verlag »cx BaxMgärtxer « VxchhaxUxxg ix üeivrig. — Druck »oo 9t Krevjrug ix teipzig.

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