Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 8 (1861)
- Issue
- 25 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
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100 die Ihrigen geneigt — getrennt in Speisen, gerremik iü der Ehe von ten übrigen Völkern — Beschneidung — Liedezu Nachkommen. Verachtung des Todes. Die Leichname begraben sie, verbrennen sie nicktl), nach ägovtischer Sitte, und mir derselben Sorgfalt. Ader über die Götter haben sic andere Begriffe. Wahrenddie Aegvpter die -meisten Ttnere und Bilder verehren, erkennen die Juden dje Gottheit allein im Geiste, und einen einzigen Golks Jenes höchste, ewige Wesen »ei. unveränderlich und unvergänglich. Sie glauben, daß die gottlos seien, welche Gort in Bildern aus körperlichem Stoffe, in Gestalt der Menschen abbilden Lader findet man keine Bilder in ihren Städten und Tempeln. Nicht Könige, nicht römische Kaiser schmeicheln sie so 3). (C;i}.. Vs.) Tacirus gibt nun eine kurze Geographie Palästina'«, wo er unrer Anderem sagt: „Die Körper der Juden sind gesund und zur Ertragung harter Arbeit abgehärtet." Ec beschreibt den Libanon; den LaufdeS Jordans durch zwei Seen *), und wie er sich in den drillen mündet^); das tovte Meep, von dem nicht weit entfernt Vll.> Felder lagen, die ehemals fruchtbar waren, und große Städte trugen^ durch Blitze aber verbrannt wurden, so daß der Boden wie verbrannt sei nn& alle sruckttreibende Kraft verloren hätte"-. „Die meisten Juden wohnen . in Dörfern zerstreut, jedoch -Haben sie auch S/adle, und Jerusalem ist bas Haupt der Nation. Hier stand der unendlich reiche Tempel, nur die Vorhalle war den Juden zugänglich, üder die Schwelle durften nur die Prlester schreiten." Ec erzählt femer, wie sich die Juden von öen^Svrern frei gemacht, und sich selbst Könige eingesetzt, die durch die priestecliche Würde, die. sic zugleich besäßen, unumschränkte Macht hatten *). IX.) Pompe,uS war der erste Römer, der die Juden unterwarf und in den Tempet drang, woher es bekannt ward, daß ln dein Innern desselben kein Bilbniß GckleS vorhanden sei^z. l > Reiner unk Griechen verbrannten gewöhnlich inre Tekien. ~‘i Tacüus hebt/ kies w deteurciit heraus, »reit fick wirklich kie Eliten hierdurch von allen allen Bölkern unlerietnekeu uub auszeichneien. Dre Griechen und Römer b^ueu unzählige Bild aule» il'rcr Götter und Göttinnen, unk verehrten rie'e. :l' Rickis war zu Tacirus .geilen .gewöhnlicher., als daß die iklavi cken Rationen -Sen reriuichen ^tai'e?n Tcmrel nur Altäre well'len. uur ibren Bildsäulen aus rieien göttliche Ehren erwiesen. -1' Ter Lee Möris unk Genezarelb oder Tiberias. .'»> Das rcrre Meer. ♦»> Letcui mld'-Gcmorrha. 7, Die Hasnionäer. }<• Hierdurch,wirerlegl Tacrms ielbst die unwahre Fabel, die (r friiber erzählte lV >, Mo'es habe im Tempel das Bilk eines Dalbeiels, als kcS TbiereS. durch das' er jene Wasseradern in der Düne gesnnkrn, auigesrellr. Suvas Acdnlicbes Diodor XXXIX >, Anliockus EpipbaneS babe. als er in den Tempel drang, tas steinerne Bild eines E<cls gefunden, aus welchem ein alter Mann mit grauem Bane, ein große« Buch in der Hand, iaß, und welches MoieS vorgcstcllt babe. Welche verwirNr Ansrchren die Alkeu''vcn der jüdischen Religion batten, ficht nran z.B. AkS der Kaiser Ealiaula befahl, seine Bildsäule im Tempel aufzustellen, ergriffen sie lieber die Waffen." Taeilu« schließt nun die Geschichte des Römischen Krieges und der Belagerung Jerusalems hieran, wo er mit starken Farben die Tapferkeit und den entschlossenen Mulh der Juden, sich unter den Trümnrern Jerusalems und ocS Tempels zu begraben. schildert, — was aber nicht zu unserm Zwecke hierher gehört. -.^rncvun-, im:., \ , auch aus Sueron, was rcbhier gleich anfnbren will. Dieser erzählt. „Bespa'ian >ebe er Xaiier wart, babe in Zukäa das Lrakei des Gottes atarmel beiragt" «eine Verwechselung wir keni Berge Karmel im gelobten lande-. „nur tic'es vcrküiitele ihm, cs würde Alles in Erfüllung gehen, was Großes er auch im Linue bäi»e." Vit. V.-s)>il.--. V. Historische'Notizen. Nach einer 'Verfügung deS Justizministers in Berlin ist die allgemeine Verfügung vom 10. Juli 1-837, welche den Eintritt jüdischer RechtScandidaken in den Justizdienst dis auf Weiteres nicht mehr gestattete, zurückgenommen worden, und jüdische Rechtscandidaren werden zur-Prüfung für die Ausculralur und zur demnächstigen Beschäftigung der den Gerichten wieder zugelassen. Nach achtzehnjähriger Amtsführung (v. 1843 bis 1801) sieht sich der Rabbiner Leopold Stein in Frankfurt a. M. genetdigr, sein Amt niederzulegen. D>e Gründe davon bar er in einer beiondern Schrift auseinandergesetzt. Sonst und Jetzt. Derrgetreuc Resolution Friedrichs de» Großen auf eine an ihn gerichtete Supplik. Gesuch des Schutzjuden Meyer Benjamin in Magdeburg um Bewilligung der Rechte christlicher Kaufleute daselbst. Resolution: „Der Jude Sol Sich So vohrt aus Ma^rtii hupi? I'in|ut‘n. oder der Üomamluut wird! Ihm heraus schmeißen." allgemeine Zeitung desJudenldums. Ro. 24. 1W1. leitende Artikel: Einige Beinerkungen an jüngere Eollegen. 111. —Aus Nordamerika-— literarischer Docken bericht- Zeitungsnachrichten: Preußen: Berlin, llttagdeburg. - Glogau, Paderborn. Oesierreichijcher Kaiserstaat: Aus Ungarn- Die -Schweiz: Berlin. -Holland: Amsterdam.! Amsterdam. Rußland: Warschau- Frankreich: Paris. Paris. Tunis: Tunis- Korfu: Korfu- Australien: Melbourne. TL" Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 9 Tbalcr, vierteljährlich yA Thaler. Berantwonlicher Redacteur: St. Stäbe. * »erlag »ca SiuagitUctj Su<fcUnbtn«a in vripzia- — Druck »von Ä. «reysing in üervvg.