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Jüdisches Volksblatt · 1861-01-01 · 19 (1861) · p. Seite 76

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
8 (1861)
Issue
19 (1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 76 (sequence 4)
Language
German
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» 76 zu treten: trag sich denn, zuerst mit Grund getha», allmählig zu Sitte und religiösem Gesetze wandelte. Nach Mosis wurde dessen Sohn, Arua»'), Priester der Zyprischen Heiligrhümec, zury Könige erwählt, woher e« dei den Juden Sitte ward, daß immer dieselben Priester und Könige sind, so daß hier Gerechtigkeit und Religion, aufs enasste verknüpft, unglaublich verschmolzen." (C. III.) „Die Schätze dc6 Volke- *j erwachsen auden Balsam» zollen, da dieser in jenen Gegenden allein wachst*) Es gidt nämlich ein Thal, welchevon fortlaufenden Bergen, wie »o«> einer Mauer, umschlossen wird, zweihundert Mor» gm^ykoß, HierichuS genannt^ . Zn diesem Thale ist ein: dichter und angenehmer Wald von Palmen und Balsam» | bäumen. Diele Letzteren baden eine den .sichren ähnliche! Gestalt, nur niedriger, und daß sie wie Reben b^arb^trct j werden. Diese schwitzen zu gewisser ZakreSzeir den Balsam auS. Nicht geringer als der Reichlkum ist die Anmuth der Gegend, denn odschon daganze Land von der heißest.n Sonne glüht, ist hier beständige Kühlung und Frische. In dieser Gegend ist der A'phalrsee4), ^rr. von der Menge und Undewegltchkelt des Wassers datobte Meer genannt wird. Denn durch Winde wirb et nicht bewegt, indem dasErbpech dem Wirbel widersteht, wodurch da» Wasser stagnirt; noch weniger kann es befahren werden, «eil alles Todre sogleich versinkt, indem da- Wasser keine Materie trägt *). — Zum ersten Male unterwarf der persische König Leeres die Juden ^), alsdann .kamen sie mit den Perfern unter die Herrschaft Alexanders de- Großen"), und standen lange unter dem syrischen Königreiche. Als'sie aber vom De merri uabsielen, nachdem sie mit den Röme rn ein Bündniß geschloffen^-, »raren sie die ersten, der Mor» I> Aruasift oerstämmelt für Aaron. den aller» Brüters Moste! ■ Ji Die allerdings nie geringen Tcmpelichätze regren oft den Neid der Böller aus ss. Je». «. 30.', obgleich sie nnr die Lpar pieunige be» Belkes waren, das. als es »choa zum Tbeil zerstreut war. jdbrlicb stir e Tempeladgaben nach Jeruialcm getreulich schickte, weiche Tempclabgaben die römiichen Xaistr nach der Zerstörung Jeru'alems dem Jnpiler Äapirolinus zu bezahlen befahlen. Allein! auch da schickten die Luden noch lange lävrtiche Gelder an die schule zu LiberiaS, und an den dortigen Patriarchen. -i» Die Allen glaubten die Gewürze und Baliame kamen aus; Arabien, indem sie, nichr unmittelbar mit Indien in Verbindung fttbenk, die indischen Waaren aus den Händen der Araber erhielte«. 4, Unter Hierichu« ist Jericho zu versieben, welches gleich , oberbald des tonen Meeres lag. ä> Asphalt ist Ärtpeck, das am retten Meer« in großer Fülle auS der Erke quillt 6) Die Ärzädlung von Baliam ist eine der unzähligen natur* bisterischen Fabeln, mit denen sichere Alten trugen, und denen sich Wahres und Unwahres aus die*bunteste Weist vermischte. S. Pliniu«, Äolumella, Harro und Geoponika. 7) Bem Nebukadnezar, säst ein Jahrhuakett früheb als lerxe«, weiß Tr. P. nichrs. Unter den Persern, deren erster König, KvruS, bekanntlich die Juden auS Bädvlon nach Jerusalem zurückkebren ließ, batten fie eS sebr gnt. kerxeS wird ÄSra c. VII. und Nehemiab c. II. Ar las astha genannt. 8) ÄS ist bekannt, wie gütig der edeler Gesinnungen noch fähige. Alexander die damals bereitwilligen Israeliten behandelte. Die Letztem nahmen ja selbst seinen Namen unter die ihrigen auf. 9) Zuerst machte Jod a« Mattabaus mit den Römern, zu denen er Gesandte schickte, ein Bündniß, s. 1. B. Matt. 8, I sg.. qenländer, die sich die Freiheit errangen *), leicht damals von der Beute den Röinern Geschenke spendend." — So weit TroguS PompejuS und fein Epikvmaror Justin. Wir f.hen in den Nachrichten desselben bas Wahre und mit der heiligen Schrift Ueder,instimmende von Fehlern im Einzel» nen umgeben, jedcnnoch laßt er den Israeliten hinlänglich Gerechligk.it widerfahren, und würdigt ihr heiliges Streben, sich von der Tyrannei der syrischen Könige frei zu machen. und ries erneuete-Icnathan, i- I. B. Matt. 12, 1 fg Biel half.ihnen dies Bündniß nicht. I) Äs ist die Glanzperiode der jüdischen B olksgeschichte, die Zeilen der Makkabäer. ii^orttetzvaq felgt.» C u r i o s u in. Zn einem Schulbuche mir dem Titel „Oesterreichische DaterlandSkunVe. Wicn Itzä4. Zm k. k. Schulbücherver» läge" werden in Z. 33. die „Zahlen der Einwohner nach Stämmen" angegeben. Da findet man: Deutsche, Ezrchoslavea, sdarunrer Slowaken-, Polen, Rukhenen, Slowenen, Zlliro - Slaven, (darunter Kroaten, Serben), Bulgaren, Magyaren, Italiener, (darunter Friauler, Ladiner), Rumän.n. Albanesen. Griechen, Armenier, endlich: 82,000 Zigeuner und über 700,000 Zuden. Da 2 Seilen später. §. 30. unter der „ Ueberschrift der Religionsbekenntnisse nach Stämmen" Zigeuner gar nichr Vorkommen, diese also als Heiden betrachtet werden, die Anzahl der Juden auch dei weitem größer ist als die der Zigeuner, so kann man den Umstand, baß Zigeuner Juden voran ge fetzt werben, nur dem Motive zuschreiben, daß die Zuden mit Absicht den Zigeunem nachqesetzt werden. AuS diesem Buche wird in Untergymnasien, diesen Pflanzschulen der Intelligenz, vorgerragen; und dennoch wagt man eS, den Zuden „Exklusivität" vorzuwerfcn. Bemerkung. In No. 18. ist übersehen worben, zu bemerken, daß die daselbst mitgekheilren Gedichte ebenfalls wie in Ro. 17. aus den trefflichen „West-östlichen Schwalben von Ludwig Wihl" entnommen« find. Die Redaclion. Allgemeine Zeitung de« JudenlhumS. No. 18. 1881. Leitende Artikel: Aufforderung, den Juden - Leibzoll in Warschau betreffend. — AuS dem Kaiserstaat Oesterreich. Zeitungsnachrichten: Preußen: Berlin, Breslau, Naugard, Magdeburg. Oestfrreichischer Ka,srrstaat: Wien, Preßburg, au« Mahren, auS Ungarn. Rußland: Odessa, Echaulen. KST" Zu beziehen durch jede« Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich % Thaler. Verantwortlicher Redakteur: St, Rabe. 9ctU| hoi « ftutttMluag i» ItrippA. — Drack mb G. »rctzltas ia «ripjig.

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