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Jüdisches Volksblatt · 1860-01-01 · 41 (1860) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
7 (1860)
Issue
41 (1860)
Date
1860-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Vvlksblatt. Zur Belehrung und Unteehallung auf jüdischem Gebiete. * Herau »gegeben von Rabbiner vr. Ludwig Pdilippson in Magdeburg. sNo. 41. 186Ü.j von diejcr Zcitiibrin erfteint wöchentlich ein« Nummer. Pr«« de« Iaotü-ing« i Thlr. Niertchäi-ri^, 7 V. N^r. Alle «uchbanrlunzen, Postämter und ^eiiung«expeditivnen nehmen Bestetlunqea «n. [7. 3ahrg. 4. djuartäl] Iausels Goffe. i'om AiechrSauwall Dr. D. ^aim. einer Ordnungsstrafe von fünf Thalern genügend« Vollmacht zu den Acren zu beschaffen hat, in der Sache selbst aber so wird Klager, soviel -zunächst die Klage weg« Rwo- ..;orNr»iu,z «u« No.«..) . carion der Schenkung und die Bestrafung wegm Injurien anlangt, mir seinen Magen ab und .zur Ruhe gewiesen, wogegen die eventuelle Klage wegen Duldung des Wasser- Prozeßrage sind schlimme Tage, wie nun erst Prozeß-' avlaufS in Maße ihres AnbrmgenS nicht Statt hat. Die wochen und - Monde, dazu nach dem alten gemeinrechtlichen Verfahren, in einer kleinen Stadt, zwischen Nachbarn und Verschwägerten. Heute fragt dieser Bekannte nach dem' Stande der Sache, morgen jener, der Eine räth, der Andere tröstet — und Keiner hilft. Man möchte das Unheil mir der Schnelligkeit de« Courierzuges herbei wünschen, indeß der belastete Themiskarrea mühsam fortächzt über Knüppeldämme und holprige Hohlwege. Holt das. Pferd des einen Abvocaren einmal etwas aus, schnell halt der andere daS seinige an, denn „Alles hat seine Zelt". Heute reißt ein Strang, morgen bricht ein Rad, der Wagen muß restiruirl werden. Aller Stunden eine Maulh, Brückzoll, Vorspann, rechter und linker Hand Gasthäuser und Schenkstellen — das Fuhrlohn kostet schon mehr als die Maare werth ist, man fährt nur weiter um der Frachtkosten willen. Brr, Brr! — man ist bei der ersten Hauptstation angelangt. Kosten des Prozesses einschließlich der für Transmission der Acren fallen dem Kläger zur Last und sind von ihm dem Beklagten, richterliche Festsetzung Vorbehalten, zu ersetzen. Daß diese» Uctheil den Äechten und den uns übersanhten Prozeßakten gemäß sei, bezeugen Wir Dccanus, Senior und andere Professores der Juristmfacultät der Königlichen Universität zu . .. mit -Unserm Siegel." Ja, ja, Jausel, so lautet der ominöse Spruch! Der Amtmann selbst, Dein freund, bat ihn Dir verkündet. Deine Lippen beben, und Du sprichst nicht. Dein Gesicht glüht, und es ist doch eben nicht warm in dem dumpfen Ge, richtszimmer t Das ist rin böser Chanukahtag, wie soll da übermorgen die Tort« schmecken, was sollen und werden Deine Tischgäste für ein Gesicht machend So schreiendes Unrechr ist noch keinem Sterblichen widerfahren. Und Meter ist nicht einmal zum Pub!licationst»rmine erschienen, just als „Zur UÜlverstrat N." Di- Fracht wird abgeladen, in einen; Wtte „ Sieg poriausgewußt. Ergib Dich! Nein, dunkeln Speicher zu andern Collis geworfen, da« Lagergeld alte Prozeßgarde ergibt sich nie — und Du bist ihr und die Kosten der Rückfpedirung werden vorweg bezahlt.^.General. Wa« sind daq für schwache Gründe, mit denen Pferd, und Kutscher ruhen einige Monate auS, indeß da- Dich befangene Professoren schlagen wollen. „Die Klage heim dre Absender für Zehrung und Fourage sorgen müssen. . wegen Wasserlaufsstöcuni gälte nickt für städtische, nur für Nach Monaten wird das Colli geöffnet, hui! wie ist die' ^„„iche Grundstücke, ein! anderer RechtStitel fei nicht nach. Waare verstockt und fleckig, man erkennt kaum das Muster mehr und die Grundfarbe. Die chemische Analyse beginnt, es wird viel Scheidewasser confumirt. Der Pharmareut ist fertig und referirt über seine Thätigkeir, er spricht seine Schlußansicht recht laut aus, damit die schlafenden College« aufwachea. „Ja," gähnen sie. Man plombirt die Waare mit diesem Spruche, sie wird «ingepackt und vrrsiegelt — im. Galopp geht'- nach Hause. Wem wird di« Waare gehören, wer wird die Fracht bezahlen Pränumeration der EröffnungSspesea, feierliche Stille, der Athen» stockt. Und so lautet das bedächtige feierliche Wort: „Ja Streitsachen des Kaufmanns A. Jausel m . .. an einem wider den Lohgerbermeister I. Meier daselbst am andern Theile, Widerruf einer Schenkung, Servitut des Wasseradlaufs und Bestrafung wegm Realinjurien betreffend, erkennt das Herzogliche Justizamt zu . . . nach eingeholtem Rath« auswärtiger Recht-gelehrten für Recht, daß zunächst der klägerische Sachwalter binnen 14 Tagen bei Vermeidung gewiesen, noch behauptet." Recht-tttel! Ist Dein Wille nicht der beste Rechrsgrun>? Du wirst appelliren> Jausel, noch -gibt es ein -Od -rgericht, aber nur schnell .schnell, ehe da« Frühjahr neue Wasserfluthen heranwälzk! Mir solchm Gesinnungen sch ich Jausel betrübt nach Haufe. Dieses Mal schlug er nllcht den Weg über den Markt ein, durch ein enges Seitengäßchen erreichte er die HinterchÜr seine« HauseS. i „Kind," sprach er zu seiner Tochter, „ich reise heute noch zum Odergerichtsadvoeatch nach M., Du fährst mit mir, wir sind morgen bei Zeiten, wieder hier, ich kajm Dich unmöglich allein lassen." ' „Wie Du willst, mein Vater. Kur mich ist Hierfein wie Dortsein. Wie auch der ÄuSgang Eure« Prozessts fein wird, er kostet blo« mein Lebensglück, um den Preis-meiper Ruh« wird. daS Hazartzspiel fortgesetzt. Das Hei-Virus Mädchens ist für Männer «in geringer Einsatz." ,

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