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Jüdisches Volksblatt · 1860-01-01 · 37 (1860) · p. Seite 148

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
7 (1860)
Issue
37 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 148 (sequence 4)
Language
German
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148 }tn soviel ihr wollt, taugen sie auch nicht viel, so sind sie unglücklich, bemitleibenSwerrh — aber wozu von der Kanzel auauffordern, wozu die Initiative ergreifen? Ueberlaßt da- Euren christlichen AmtSbrüdem, denn Euch legt man Rach einer höheren Entscheidung ist nunmehr in Prep, ßen dm Juden auch daactive und passive Wahlrecht zu den Pcovinztallanbragen zugesprochen worben. — Ein ultramontanes Blatt in Italien hatte dem sardi- -- 'i_'. ' . m ’ i .. > ein uirramonianev «oum in yauc vun iiuvis >* nur -l« OltrntatiorimI. D,ig-bkNj; nif(1)tn M.nist,. - Pr°si!>,n„n Gaoour ,in,n Vorwurf d--°u« Herren Moatefiore und Cremieur angeführt. S« toiffr diese derselbe Tadel, denn auch die beste Sache schadet, wenn sie taktlos angegriffen wird. Nicht Meis,In gilt mein Vorwurf, er handelte nur im Aufträge, aber wohl dem Vorstand der Pesthec EultuSgemeinde. Laufende von Juden flüchteten im vorigen Jahre auS Tanger und Marocco in Roth und Elend — der blutigen Tage von DamaScuS nicht zu g,txnf,n — hat ein Geistlicher der gaüzen Ehristeaheir da« Her; seiner Glaubensgenossen für die! unsrigen gerührt? ,.Wohtthätigkeit ist besser alS Opfer"I„fie versöhnt statt d,S Altar-, der einst im Tempel stanH," .„sie erhalt dir Welt" und kein Volk der Welt darf sich von echtem, rein menschlichem WohlthatigkeitSsinne mit«m Jüdischen messen, aber trotzdem ist Allezu vermeiden, chaS nach Ostentation schmeckt und namentlich auf der KanzSl. Die Absicht mag gut sein, die Weife ist nicht die rechrq.- (iVwtK?una feJjt.) Notizen des Ta;cs. In der jüngsten Zeit haben mehrst che 25 jährige Jubelfeier bei jüdischen Geistlichen und Sehr, rn stattgefunden, bei welchen sich der dankbare Sinn uns, er Glaubensgenossen in anerkennendster Weise zeigte. Sj die Jubelfeier de- Hr. I. M. Jost in Frankfurt am Main, als Lehrers an der israelitischen Realschule, de« vr. FtenSdorff in Hannover, alS JnsprcrorS der Freifchule^ des Herrn M. L. Rarhanson in Kopenhagen, der Lss Jahre der von ihm gegründeten Freischule für jüdische Mädchen alS Dirrctor vorgestanden, und welchem, da er schon Ritter de« Danedrog und DanebrogSman ist, der König, her zu dieser Zeit sich in Schweden befand, die Ehre erwie«, ihn per Telegraph.;um EtatSrath zu ernennen. — | . Eine ministerielle Uebersicht über ^en Besuch der Gymnasien und höheren Realschulen in Preußen erweist, daß diese Pflanzstätten der Intelligenz undj Bildung von^vlrrmal so viel jüdischen Schülern besucht whrden, al« nach dem, BevölkerungSverhältniß auf die Juders käme. —- ' Auf der jüngsten Reise de« Großfürsten Thronfolger« kais. Hoheit durch di, Ostseeprovinzen hallen in Riga, Mirau und Libau die Rabbinen die Ehre von Sr. kais. Scheit empfangen und huldreichst angsredet zu werden. — Noch einmal hat bei einer deutschen zweiten Kammer die Sache de- Recht« eine Niederlage Erlitten. In Baden besitzen die Israeliten die Staatsbürgerliche« Rechte, können, obgleich noch kein Beispiel vorhanden, grundsätzlich im Staatsdienst angestellt werden, aber da« ^ladtdürgerrecht besitzen sie noch nicht. DeSfallsige Petitionen sind von der zweiten ' Kammer vor Kurzem abgewiesen worden. — | gemacht, daß er einen Juden, Herrn Isaak Artom, zu wichtigen öffentlichen Geschäften verwende. Graf Cavour erließ darauf ein Schreiben, in welchem er seine Grundsätze offen aussprach, und den Talenten und der Pflichttreue de- Herrn Artom da« glänzendste Zeugniß auSstellre. Vom Institute zur Förderung der jüdischen Literatur. Wir machen die resp. Agenten und Abonnenten aufmerksam, daß mit dem 30. September c. der Abonnement«- termin für da« sechste Jahr (1. Mai 1860 — 1. Mai 1861) ablauftj und Nachbestellungen gänzlich unberücksichtigt bleiben. Wir bemerken noch, daß in Pari« Herr S. Eahen, rodscleur des Arvh. isracl. de France (16 rue des Qnalre* Fils), in London Herr Dr. Benifch, editor of the Jew. Chron., 7 Beiis Marks, $U Mary Aie E. C., in Mitau Herr F. B e st h'o r n (G. A. R e y h e r 'sche Buchhandlung), in Wien die Hofbuchhaadlung Wilh. Braumüller und die Buchhandlung Knopflmacher und Söhne, in Frankfurt am Main Herr I>r. I. M. Jost, in Mergentheim (Württemberg) Herr RechtSanwall S. Ellinger Abonnenten entgegennehmen. Die israelitische Bibelanstalt. Die Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch - deutscher Bibeln haben jetzt die Höhe erreicht von 5583 Thalern. Allgemeine Zeitung de« Judeuthum« No. 36. 1860. Zeitungsnachrichten: An unsere galizischen Glauben«-' genosieu. — Preußen. — Allerlei au« der Tagesgeschich». — Die israelitische Bibrlaustall. Leitende Artikel: Deutschland: AuS Baden. Preußen: Berlin, Danzig. Oesterreichischer Kaiserstaat: Prag, Wien, SdlfierNy, au« Galizien.' Holland: Maastricht. Italien: Padua, Moren;. Frankreich: Pari«. CP Zu bestehen durch jede« Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich % Thaler. ■t BeraNtwvrtlicher Redactevr: St. Rabe. Berlag »oa Ba« »ghrt»«r'« Vmbbavtluug t» Leipzig. — Dnuk vo« G. Sreysillg ia Leipzig.

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