Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 7 (1860)
- Issue
- 16 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4908862-5999354-6026353--1608-4910130- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
63 ✓ Augen, „ich glaubte bijetzt, daß die unglücklichen Juden allein ihre Mütter lieben. Ihr anderen, ihr reichen Christen des Dorfeseid allesammt verhärteten Herzen-." „Ach," erwiedert« Grete, „wir kennen unnicht. Und darum hassen wir uy», anstatt unS zu lieben." „Ja," nahm Kella da- Wort, „lieben wir un-7 und unsre Eltern, damit der gut« Gott der Juden und der Christen sich unser in dieser und in jener Welt erbarme." Und die beiden trefflichen Mädchen besiegelten ihr« Freundschaft mit einer langen Umarmung. Seitdem wurde Maringrete'S Mutter sehr gut beköstigt und gepflegt. Aber sie starb plötzlich in Folge eine- Sturze- und Maringreten blieb Niemand auf der Welt als ihre Freundin Kella. Man nannte sie im Dorfe W Herzen-- schwestern. 1 > (ftoTtfcgung folgt.) Kleine Gedichte von Landrabb. Hamburger in Emden. Anvertrautr- Gut. Giebst Du dem Freund ein kostbar Gut, Er soll e- Dir bewahren, Ob noch so sorgsam er ethut — Doch leidet - mit den Jahren: Enagt daran der Zahn der Zeit, Läßt'» rosten und veralten, Nicht nützt de- Freunde- Achtsamkeit, Efehllozu erhalten! — Dem lieben Gott verttau'st Du an In Nacht fir Nacht die Seele, Sie kommt, erwachst Du Morgens dann, Zurück Dir ohne Fehle: Du legst vom Tage-werk erschlafft In Gotte» Hand sie nieder — Erquickt, gestärkt mit neuer Kraft Gibt Er sie dann Dir wieder! 'n Hb D**i>nn «11» Die Heimkehr der Frommen. iö fop crtnn Ein Amtmann fühtt in seinem Wirkungskreis« .Da» Dienstgeschäft gar pünktlich, treu und weise: Zum Lohn wird er vom Fürsten, der ihn schätzt. In ein noch höh're- Ehrenamt versetzt. Die er verläßt — in Thränen sich ergießen. Daß seine Leitung nicht mehr sie genießen; Dafür der Ort, der nun de- Biedern Ziel, Mit Jubel ihn begrüßt und Saitenspiel! — Daist ein Bild der echtbewährten Frommen, Die Gottes Dienst getreulich wahrgenommen: Ihr Wert auf Erden ist gar gut bestellt, Nun ruft sie Gott — in eine bessre Welt. Dve Menschen hier -idie jammem bei dem Scheiden, Daß sie solch fchmerzl chen Verlust erleiden; — Die Engel dort— die jauchzen froh vereint, So str die Frommm — Heimkehrzeit erscheint! Der S ’n b »nd am Meere. v^rin «iiv Sv mächtig au4 Fast thurmhoch Al» wär'» und« Die ganze Welt Doch finden stet Und brechen sich Der Sand alldo Er gibt den W Er trotzt dem A Bi» sie — m'i de» Meeres Wellen »iS an'» Ufer schwellen, Nkdar sie zu hemmen, zu überschwemmen — 1 sie Widerstand, am MeereSstrand: t, so fein, so schwach, i gen — doch nicht nach; »griff unversehrt, Meer zurückgekehrt! 8«l ., Israel ist wie So heißt'» mit Denn ob die! $ Gleich wildeN Zu gar verschied Da» Gottvolk z Umsonst ergrkm Der Haß, der Der Wellensch Der Sa.ndlbef ni la. De e 'tji > Geh st Wege Du, Bald bleibst Du So Du erst steh'st Wirst bald auch il Und sitzest Dü ich Du spottest bald D'rum sei im Um > Nimm gleich — Der Künst Der Künstler schafft Der Künstler stirb» — Da» Schöpfung-wert Da- Werk vergey't - Sand am Meere —" Recht in Gottes Lehre: nde noch so stürmen, ogen hoch sich thürmen^ nen Zeiten schon u vernichten droh'«— t die mächt'ge Fluth, Hohn, der Uebermüth —: zuletzt erschlafft, tzt — die alte Kraft! rste Schritt. 0^*9 «11» wo Frevler gehen, falbst bei ihnen — stehen; wo Sünder weilen, rea Sitz- Du theilen; Spötterkreife, — in gleicher Weise: ang fein bedacht, n erste« Schritt in Acht! de er und fein Werk, v'dnri «11» < in Werk, ein.Meisterstück, das Kunstwerk bleibt zurück mtstand auf Gotte- Wort, - doch'Gott lebt ewig fottt-