Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1859)
- Issue
- 50 (1859)
- Article
- Beilage zu Nr. 50
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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haben als höchkess Papier, Ledrrbaud nki Versendung koket. La^, ätereotypirung und Druck! müssen durch gesammelte Apenden gedeckt werden. Die» allein wäre rem Zwecke entsprechend. Nun. ist daS unerreichbar? Kanu dies nicht mit einigen Taufend Lhalern bewirkt Werdens Und sollten in der Thal nickt mehr einige Lausend Lsbaler in Israel zu finden sein für solchen Hoden, Heiligen-Zweck? ES ist. nur der Anfang, der auch hier schwer ist. Wenn sich erst riefe schön auSgestatteteff Bibeln durch unsere Synagogen und Schulen verbreitet haben, wenn sie erst in allen Häusern zu finren, wenn die Jugend fie in Händen, da- Atti-r sie lieb hat, kann wird rie immer wiederholte Erneuerung eine leichte Sache sein. Schwer ist es nur, freigebige Freunde fürl eine Sache zu finden, die erst geschaffen sein muß. Wohlan L Der Anfang geschehe. Dazu bieten wir die Hand. Möge sie nicht zurückgewiesen werden. , (58 gilt, daß alle Diejenigen, welchen die Bibel theuer ist, eine freiwillige Gabe bei unS niederlegen. Wir selbst beginnen den Reigen mir dreißig tzhaleru. 3rde Gabe wird in der Allg. Zeitung de» JhvemhumS vcrr Lffentlickt. , Sobald eine solche Auzahl Gaben bei u»S eingelaufen, daß der allgemeine Anklanz zu erkenne» ist. so werden wir eine ähnliche Organisation Herstellen, wie bei dem Institute zur Förderung der israeltti,chea Literatur: Leiter, Kaffe, Cantrole, öffentliche Rrchnungablegsinz, Commissionäre in allen Theilen der Welt. Vor Allem aber Geldspenden. Diejenigen Orte, auS welchen Gaben zufließen, werden zunächst der Bibeln bedacht. Nun. eS gilt hier eine Angelegenheit, fentlich im Judenthume keine Parteiung Ihr Reichen, zeiget, daß Ihr noch Her . Erbe Eurer Väter, füll das Kleinod Euter Ahnen, für die große Gabe Gotteh an unseren Stainm und durch unseren Stamm an die ganze Menschheit. | Ehemals stifteten israelitische Reiche große Summen zum Truck deS Talmuds, zu Bibliotheken. Werdet Ihr NichiS für die Bibel thun und für die Hunderttausend«, die ihrer bedürfen? Nun, Lhr Rabbiner» und Lezrer, für Sure Synagogen und Schulen sollen Bibel» Erschafft werden, wert?» Ihr müssig bleibt»? Ihr wiffet. die reichen Juden lesen selten diese Blätter — so ist eS fcuie Sache, diesen Ausruf zu verbreiten. Es stehen zu diesem Behufe Euch Eremplar« desselben zu Gebote. Aber rasch zur Lhat. ES gilt bier kein langes und längs«»» vorzubereirendeS Werk. Sobald die Mittel dazu vorhanden, kann morgen angefangen werden. Darua» zögere Niemand. Gottes Segen mit diesem Werke! Magdeburg, in« Marz 1859. Vr. Ludwig Philippfon." bei Betheilung in der eS-hosgiebt. Nun, dabt für daS Der „Aufruf" batte den besten Erfolg. Schon nach sechs Tagen waren wir im Stande die erste Liste der Spenden zu eröffnen. (Nr. 15 d. 9l| Z. d. Z.) Wir begleiteten dies mit den Worten: „Jedermann steht rin-, daß die Sache durchaus nickt zu schwierig auSzusühren ist, da eS sich hierbei lediglich um ra. 5—6000 THIr. handelt. Jedermann sieht aber auch ein, daß eS sich hierbei nicht nur um eine Jache der größten Tragweite handelt, da-es gilt, eine gute israelitische Bibel Allen und Jedermann um den geringsten Preis in die Hand zu geben, in Synagoge, Scku^e und HauS heimisch zu machen, sondern auch um eine Ehrensache brr Jubenheit, die, einmal ausgesprochen, zur unbedingtesten Pflicht geworden. DaS wahre Heiligthum Israels soll dem Volke wieder gegeben werden; für daS wahre Heiligthum soll ein kleines Opfer gebracht werden — wer möchte da die Hand zurückhalien!" Wir fügten in Nr. 16 hinzu: ES wäre dies eine herrliche Gelegenheit für einen reichen Jsraelitxn, durch einige Taufend Thaler sich ein unsterbliches Verdienst zu erwerben, seinen Namen diesem Bibelinstnute auf immer zu verleiben, und ihn so zu verewigen, und auf jede der Hundcrttausende von Bibeln, die wir zu eeiren gedenken, seinen Namen zu infcribircn! -Findet sich aber ein solcher Jude nickt, der Verdienst und Ruhm durch eine Thar auf diese Weise zu gewinnen daS Her; hat — nun. so werden eS die Kleinen und Schwachen thun durch daS Scherflein Vieler! Wir wollen die Mühe des Sammelns und Anregens nicht scheuen! Ihr aber, Rabbinen und Lehrer, erwäget E»»re Pflicht wohl. Ihr verkündet daS ganze Jahr daS „Wort Gottes", die „Quelle des Leben-'' von der Kanzel. Zeiget, daß Euch daS „Wort GotteS'' theuer ist, und eS „lebendig" erhalten wollet in Israel!" Jedermann weiß, daß unterdeß der KriegSsturm in Italien loSgebrochen, daß dadurch über die Besitz» und GeschäftSverbältniffe in Europa, ganz besonderaber in Deutschland eine große Calamiiär gekommen — und dennoch hatten wir die Freude, in jeder Nummer der A. Z. d. I. die Listen der Spenden fortsetzen;n können. Allerdings haben auch hier wieder vorzugsweise die Kleinen und Schwachen ihren Eifer erwiesen, während nur wenige Große und Reiche daS Herz hatten, der Gründung dieser segensreichen Anstalt auch nur einen, verhältnißmäßig geringen Beittag zuznwenden. Allerdings haben auck hier abermals die kleinen und mittleren Gemeinden ihre Anhänglichkeit an der GotteSlehre und deren Urkunde bethätigt, wahrend mit sehr geringer Ausnahme, sowohl in den Vorständen, als im Schoße der großen Gemeinden selbst Alles schwieg. Demungeachtet-sind beute di« Spenden bereits bis zur Höbe von 3000 Thalern ausgelaufen, „die Israelitische Bibelanstalt zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln" ist begründet, und so siege» wir die feste Hoffnung, daß »vir recht bald das Doppelte und Dreifache dieser Summe erreichen werden, um unverweilt ans Werk gehen zu können. Wir bekennen offen, daß es unsere Absicht ist, »vo möglich unsere Bibelanstalt noch weiter auszudrbnen, und ebenso hebräisch-polnische, russische, englische u. s. f. Bibeln zu schaffen. Bei weiteren Unterhandlungen hierüber hat eS sich aber herausgestellt, daß zuvor für Deutschland daS segensreiche Werk in vollständige Ausführung gebracht