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Jüdisches Volksblatt · 1859-01-01 · 50 (1859) · p. Seite 200

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1859)
Issue
50 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 200 (sequence 4)
Language
German
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fcirr wirk die Zukunft des Gerechten durch das Bild gezeigt. was ver gegenseitig sich ergänzenden Verbindung der Zeder mit der Palme entnvmincn wirk. -Beide zulammen, die Zeder nur der Palme, so sprechen sie, gebraucht der Psalmift als Bild für das Leben des Gerechten. Die Zeder trägt kerne Früchte, daher die Verbindung-der Palme, die Früchte trägt: die Palme, wenn.sie abgedauen wirk, treibt keine Schößlinge — daber die Zeder, welche -Schößlinge treibt auch dann noch, selbst wenn-sie abgebauen wurde, so bezeichnen beide in ihrer Verbindung das Loos des Gerechten, daß er Frücht» trägt, und selbst nach kem .rode noch immer Schößlinge tre.br.' Ebenso nackdrucksvoll sprechen tre Bilder, wohin das Beharren in der -sünke uns südrt, wie nur dann selbst die Ursache unseres Unterganges sind. Allen Bäumen gereia-k cs zum Eeii. wenn deren Wurzeln mit Erde bekecU werten, nur nicht dem Pußbaum — ein Bild Tut den Sünder, daß das starrige Läugncn der Sünde ihn wohl bei den Gerichten der Pientchen retten kann, nicht aber vor dem Gerichte Gottes. **) Als Gott, so Heißt eS ferner in ttncm Gleichnisse. taS Erftn schür. zitterten schrecklich die Bäume: nun ist es aus mit unS, es wird die Art über »ns sich erbeben und unsere schönen drckbelaubten Aeste abbauen. Warum zitiert ibr kenn also vor mir, ries darauf das Eise-, ihnen beruhigend hinzu, gebet eirer Holz der An nicht zun« stiele, so wird tirfdt< sich nscht eurer bemächtigen!***) Ebenso: Als Noa-aus den Weg nck machte, um eine Wempftanzung anzulegen, begegnete ihm. so beißt es bildlich, das Haupt der Dämonenmit den« .fröhlichen, freudigen Zuruf: wobin Noa? Eine Wein» »-sianzung anzülrgen — war die Antwort. Eine Wein» pstanrung — das ul rin köstliches Werk, aber wisse, daß ich'dadurch dein Genosse werde, daß ein Lbkildieses NebeirsaneS mir gebörr, dem Haupt rer bösen Geister — o daß Du dich nicht vergessest und deine Grenze überschreuest, rbnft Du daS und. kommst in mein Gebiet (Bild des übermäßigen LVeingenuft'eS), dann wisse, daß Du ohne Wunden nicht davon kommst, Noa trank darauf vom Weint auf eine unmäßige Weift unk versiel der Schmach (I. M. 0, 2> >>.****) Pur gnS den nicht Frucht tragenden Bäumen befahl Gott die Sliftsbüttc zu errichten, f) nur Bäume, die keine Frücht» tragrn, darr man zur Belage», rung einer feindlichen Starr umbauen — ein Bild rcS Geschickes der Frevler.ff) Daber sie sinnigen Bilder: We( einen von Trauben beladenen Weinsiock im Traume sieb»,t+T' dessen Frau bringt keine Fehlgeburt zur Welt; wer einen Feigenbaum im Traume siebt, ressen Vct’if wird'vor Vcrgessenbeit geschützt (siebe oben Sümbol des *i Bababarbra so. \ **) Zalkui ju Spr. -2al.. 5 S*»l ams Ende. i ***) Mi.lr. r. 1. M- Abichu. 5 am (jnCc.! ****) Miilr. r. 1. M. Abschn. 36. . f) Daselbst 2. ä)L Ädicbn. 33. ff) Ali<lr. r. unk Ialknr;u Schottin, fff) Bcrachckb /»7. Nmer Traniii wird das menschliche j Leben verstanden, das wie eia Traum verfliegt — rer Weinsiock! ist da» Bild dcS Segens (siebe oben) -- in diesem Sinne sind j auch die übrigen Sprüchevier anfzufassei^ > Feigenbaums ist die Erkaltung) u. w.*). Ebenso: Der Weinstock spricht: So spricht der Ewige — wie wenn man Saft merkt in der Traube und auSruft: zerstört sie nicht, denn noch ist des Segens darin, also werde ich's »lciner Dieser wegen tbun. um sie nicht Alle zu vernichten <)esaia 65, 8.); der Feigenbaum: wer den Feigenbaum wartet, genießt dessen Frucht (Spr. Sal. 27,1$); rer Granatapfel bäum: wie die Hälfte des Granats, apftls ist deine Wange unter dein Schleier (Hohld. 43); die Dattelpalme: der Gerechte grünt wie die Palme, wächst gleich der Zeder (Psalm 02); der Apfelbaum: Wie ein Apfelbaum unter den Baumen deS WaldcS, so mein Geliebter unter den Söbnen. nach seinem Schalten chatte ich Scbnnicht. ich saß daselbst und seine Frucht schmeckte süß meinem Gaumen. (Hohld. 2. 3» Perek.schjra). Ebenw klar sind die Lebren, wie nur das Tbatculoft und Niedrige sich erbebt und über Andere zu glänzen sich Müde gicbt — eine Warnung, daß der wabre Vollkommene nicht prablt und berrschsüchtig über Andere sich erbebt. Veracbokh 57. Siebe Svmbel des Feigenbaumes — und weiter zulevr. lLcbln>? Aphorismen von David Wahl in Coblen;. Tie alten Heiden kannten die Natur mehr, als das Her;-, aber rer Triumph der Tssenbarung ist es, daß ste die Herrlichkeft dcS Herzens erössnek unk mit den» denkenden Geiste cs verinäblend der Welt den Frieden und taS Glück gebrach! bat. Die israelitische Bibelanstalt. Die Spenden für diese, so viel Ersprießliches verbeißende Anstalt haben bzrcitS die Höhe von 3000 Thlrn. erreicht. worüber siehe die Beilage. Allgemeine Zeitung des Iudentbums. No. 49. 1859. Le»äendeÄrtikel: Denkschrift der Vertreter der Wiener iiraelitikchen Culrnsgemeinde über die Regelung > der staatSbiirger lichen Stellung der Fuden in Oesterreich. — Vom Instimte zur Forderung der israelikistbrn Literatur. — Die israelitische Bibel anstalt. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Dessau, Eassel. -- Desterreickischer Xaiscrstaat: Waraedin, Warasdin. — Italien: Bologna. yy Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchbautlunz.' Jährlich 3 Thaler. vieneljährlick Thaler. ---1— Hierzu ein Beiblatt.' . Verantwortlicher Redacreur: K. Rübe. Vertag Vism^dTtner'« B»ckbandwoq in Leipzig. - Crorf es* riexander D:ede in LeivUg.

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