Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1859)
- Issue
- 42 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 4)
- Language
- German
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168 An einem der jungten Abende Unterließ er dies, und als man ihn deshalb näher beträ^rtete, war er — eme Leiche. Das war der ewige Jute von London. Die Stiftshütte. (Rach Schemdth rabba 33, Anfang.) Bon Rabbiner v^. Löwenmeyer A Grauten;. Es war einmal ein König; Der bat ein großes Land.!- Den; Völker unterrbanig. .! Gleich wie am Meer der Sank. (St tbeilte feine Krone Mit keinem Ebegemabl, Ibm prangt an seinem Tbrone Kein Sohn, der mithefabl. Nur eine Tochter milde Dlübt ibm allein zur Seit'. An deren hebrem Bilde Sein Herz sich doch ersteul. Kam einstens angezogen > (5in Fürst vom Morgenland. Der ward der Maid gewogen llnd bat um ibre Hand. [ Die Fürstin ibn erhöret. Zu sein ibm eine Braut: Der König auch gewävrel Sie ward ibm angetraur. Als aber nab und nabe,r Die ernste Stunde kam, Daß Abschied von dem Schwader Der Eidam traurig nahm: Da sprach mit weichem Trine. Weil ibm das Her;.so schwer. Zu seinem Schwiegersöhne Also der alte Herr: » i > i i > > > Wie ist des Fürsten Name, Der also liebt sein Kink? Sag' an, wer diese Dame Und ihr Gemahl wohl sink? Der Fürst, der thront da oben. Der ist und ewig war; Den alle Wesen loben, Dem Preis sie bringen dar. \ Die Tochter ist die Lehre. Die vor der Zeit Pegtnn Schon saß in Gottes Sphäre, Erstellend seinen Sinn. (Sv- 8, 25.) Um diese Edle. Hehre Hat Israel qesteit; Ihm ward die bohe Ebre, Daß sie sich ibm geweibt. Sie schwur, zu weichen nimmer Von seinem süßei^Mund; Er schwur, zu ballen immer Den heil'gen Ebebund. * Und wie eS Israel drängte. Zu zieben nach dem Land. Das einst der Herr ibm schenkte AlS LiebeSunterpfand: Da-sprach der Gott der Gnade Zum Ehepaar: Wohlan, So zieht die Wüstenpfade Geeint gen Kanaan. Doch kann in Himmelshöhen Der Vater fröhlich sein. Siebt er durch Wüsten geben, Sein einzig Töckterlein? Drum Eurer Lieb' zum Lohne, Baut mir ein heilig Zelt. - Daß unter Euch ich tbrone. Ich, der regiert die Welt. Zeug heim in Deine Lande, Und mit Dir Dein Gemahl, Das Dir durch heil'ge Bande Gebört und steie Wahl. Doch, wiß, von ibr geschieden, - Des ein; gen Tochter mir,! Find' ich wohl keinen Frieden )n meinem Reiche hier. > Drum will mit Euch ick. Ziehen, Wohin des Wegs ihr ziem, Da Freuden mir nur blühen. . sie mein Auge siebt. 1 - Das Seeprer dien' zur Stütze, Wenn schwer die Wandrung fällt: Statt stolzer Königsitze! Baut mir ein lercktes Zelj. Notizen des Tages. Die Großherzogl. bessische Regierung will keine jüdischen Mediciner zum Militairdienste in ihren» Fache zulasten. Der Educ. isr. aus Dercelli erzählt, welch riefen Eindruck es machte, als beim Durchmarsch viele französische Soldaten dem Gottesdienste in der Synagoge beiwohnten, sich aufrustn ließen, und ibr Kadisch vor der h. Lade sagten! Allgemeine Zeitung de- JudenthumS. No. 41. 1859. f Leitende Artikel: Die israelitische Bibelanstalt. ' Zeitungsnachrichten: Deutschland:.Aus Bayern. Fürkv.! — Preußen: Aus der Provinz Posen, Nicolai, aus dem Posenschcn, Trier — Testerreichischer jtaiserstaai: Aus Mähren. Wien,; Arad, aus dem Tolnaer Coinitate. — Die Schwei;: Dber-Eu-; dingen. — Frankreich: Paris. [ Berautworrlicher Redacteur: K. Rabe. t<;rUa von Azumaärrrstr'S Buchhandkaoi» Leipzig. — Dr»a von Alexandre Wiede in?eivziz.