Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1859-01-01 · 26 (1859) · p. Seite 104

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1859)
Issue
26 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 104 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4908862-5999350-6000916--1385-4909950
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

m Dich mit Fragen zu beteiligen, vie stck> eigentlich nicht für mich geziemen. Meine Perehrung für- Dich ist grenzenlos, meine DankLarkeic steht ihr nicht nach. Desto schmerzlicher empfinde ich es, wenn ich Etwasebe. waS für Dein großes unk leuchtendes Bild fini unwürdiger Rabmen ist. wenn ich Worte höre, die vor deinem Lbre * nicht gebrochen werden dürften! Es empösrt sich meine Seele, wenn ich Dich, besten Geist auf de» Höben der Lehre und in den Liefen yeS Gesetzes weilrl und besten Arbemzug Weisheit, Tugend und Frömmigkeit ist. in Sorgen deS Tages, von Ven gemeinen Bedürfnissen tzeS LebenS^berühn. gewabre — o, das sollte nßcht sein! das darf nicht länger sein! ES ist ein Dorwßrf für uns. Deine Schüler, für Deine Freunde, für Dein ganzes Volk, die Du Alle mit Wohltbaten überhäuf^, für welche es gar keinen Maßstab gijebr. Warum also, in dieser Umgebung? warum unter diesem niedrigen Da<s? warum..." Die Frage stockte ibm auf ter'Zunge.! Rabbah sah ihn mir einem scharfen Blicke an, und winkte mir dem Haupte, als! ob er sage: „An weiß wohl, was Du sagen willst..." j Dann sprach er lächelgv: „Esscheint, mein lieber j/Lbaii. Du glaubst, efei eine Zeit der Bekenntnisse unter uns gekommen; undweil Du mich mit Deinem Leide bekannt gemacht, daß sich Dein Herz der schönen Äbigail, der Tochter deS Mar-Ukban, zugeivandt, und auch sie Dir daS ibriqe nicht rorenrbalken b >r. der hochfabrende Vater aber sie Tip verweigert —" Äbäji zuckte schmerzlich zusammen — „Nun, mein rbeucer Sobn", sprach ernster Rabbah, „sei! nicht empfindlich, ich nebme den innigsten Ailtbeil, und werde allen Einfluß daran setzen, Deine Wünsche erfüllt zu feben — d )ch ja, auch ich will mein Herz vor Dir öffnen, und dw," dem ick nichts verberge, was ich beftke und weiß, soll auch klar in meine Beweggründe und Triebfedern schai en. Höre/ CtertfOi «Z folgt.) Blumenlese. Auszüge von Erzählungen, Gleichnissen, Gedanken und Meinungen wie Erklärungen von Schriftsteller! auS hebräischen Werten. ' Boa Joseph Rawicz in Breslau. Und es werden herabkommen Me^diese Deine Diener zu mir, und sich vor mir bücken und sprechen: Ziehe aus Du und all daS Volk, das Dir folgt, und darnach werde ich auSziehen. 2. B. M. 11, 8. Hier lerne und beherzige, bemerkt ■’XP "*i, man muffe stets eine Ehrfurcht gegen eine Regierung und gegen einen König beobachten. Im 'Aufträge GotteS trat Moses vor Pharao, ihm die Erlösung bewirkende Plage zu verkündigen, die sowohl den vornehmsten als den niedrigsten Erstgeborenen in Mizrajim treffen wird, und nach welcher der König sowohl als die Bürger und alle Aegypter das israelitische Volk selbst zum AuSzuge und zur Besitznahme ibrer Freibeit aufforvern werden; dennoch sagte Moses nur, eS werken Deine Diener zu mir kommen und sich bückend, mir die Freibeil zurufen, verschonte Pharao selbst mit dieser kränkenden Demülbigung und verletzte die Ehre gegen den König nickt in Gegenwart feiner Diener, obgleich es in seiner Macht stand, gegen den Tyrannen tvrannisch auftukretcn. Unterhaltungs-Pillen. Bon 2. R. ui B. -Jemand rügte einem Rabbiner vor: „Wie konnten Sie eS zugeben, daß der Taugenichts T. neben dem frommen Mann Z. beerdigt wurde?" „Der fromme Mann Z.", enlgegnete der Rabbiner, „wird gegen diese nachbarliche Niederlage nichts haben, er wird vielmehr beruhigend sagen: wenn der T. nur schon liegt, mag er weiter liegen." Das Testament dcs^i^ Jsaac Lyon Äoldsmid. A.: Ick ließ Eie zu einem Vergnügen laden, warum kamen Sie nicht? B.: Ich hatte ein anderes Vergnügen. A.: Dies ist nicht wabr; ich habe gehört, daß Sie geschlafen haben. B.: Der Schlaf ist bas einzige Vergnügen. welches man verschlafen muß. Die englischen Blatter mein des kürzlich hier «erster smiv giebr nur einen un großen Reichrbum, den er sönliche Verlaffenschaft allen land restgestellte ErbschaftSst Pfk. Sterl. Er hinterläßt -tige Anstalten, darunter doner Universität zur Unt geologischen Lebrkanzeln, goge, je 1000 Pfv. dem israelitischen Kleinkinderbewsa -Erbe deS ältesten SohneS wi Mill. Prb. Sterl. geschätzt. ipelden hierüber: Das Testabenen Barons Jsaac Goldvsllständigen BeweÄ von dem binterlaffen bat. Seine xerzablke die höchst , in Enguer. nämlich für eine Mill. lambafte Legate on wohltha- Pfd. Sterl. cn die Lonützung rer bebrßischen und Pfd. einer einzigen Svnaisraelinschen Hofpial und der hr-Anstalt u. s« w. Das aus mehr denn! anderthalb 3000 er i 21X0 ii d Ein Vater klagte einem alten Schullehrer, daß sein Kind bei ihm schon lange lesen lerne und noch nicht buchstabiren könne. Der Lehrer wollte die Schulv aus vie schwere Fassung deS Kindes wälzen, und sagte mit wichtiger Miene: Meinen Kopf kann ich Ihrem Kinde nicht aussetzen, das geht nicht. Allgemeine Zeitung des JudeuthumS. No. 25. 1859. Leitende Artikel: Kann Europa größere Garantieen von Seiten der Juden fordern? — Die israelitische Bibelaastalt. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Stuttgart, Hmmover, SonderShausen. — Preußen: Magdeburg, Berlin, Königsberg, ans Westphalen. — Oefierreichischer Kaiserstaat: Wien, ans Böhuttn, Xanten?. — Donaufürstenthümer: Aus der Moldau. — Nordamerika: Charlestoo. — Die Schweiz: Genf. — Großbritannien : London. — Rußland: AuS Südrußland. — Frankreich: Paris. ■ Verantwortlicher Redacleur: K. Nabe. V’.fiit vor ch-L«z«rtver', ©i^ocblocj «# 1tei»,ig. — Dra» des «leraader wiedt «r LripziK.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.