Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1859)
- Issue
- 23 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 4)
- Language
- German
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93 die Wal>rbeit erkennen, dein es ist der menschlichen Natur gegeben. da» Wabre von de« Falschen zu unterscheiden." Konstantittopel, Ha«-^eui. 28. April 1859. Benoit Brunswick. Bl« Auszüge von Erzählung«, wie Erklärungen von ~ Bon Joseph menlese. 0 leichnisseu, Gedanken und Meinung«, Sihnsistellm auhebräischen Werken. Rawicz in Breslau. „Webe denen, die fiij des Morgenfrüh aufmachen, berauschenden Getränken rachjagen, die lang verweilen m der Dämmerung. der Bein erhitzt sie. Da ist Zither und Psalter. Pauke und Flöte und Wein tbr Gelag. aber au» daS Thun des Ewigen blicken sie nicht, und das LLcrk seiner Hände seber sie nicht." Jesaja 5, 11—13. 'fan Vater trat mit sein;m Sohne in eine Restauration, um ibren Appetit an «uren und schmackbasten Speisen zu stillen. Man stellte Lobn well« zugreifen, ..Warum soll ich nicht ibnen einen Braren vor. Der der Vater hieltihn davon ab. »von genießen?" frug der begierige Sohn „Ich rieches'. erwiederte der erfahrene Vater, ..die scharfen Gewürze,!die der Koch bineinzuthun wohl iür nöthig gefunden, um einen anderen scharten Geruch, im Fleische selbst entstanden, zu vertreiben. Du begreifst also, warum ich nickt zHugreifcn erlaube. Verderben wir durch Anschneiden den traten nicht, er würde unS verderben."- Wer in berai fckendrn Gelränkeh, in lärmender Musik sein Vergnügen fuckr, der ist innfrlich verdorben, der bar keinen Sinn fir höheres Vergnügen, bat kein srvbltckes Bewußtsein. Wenn die Winternacht Millionen Sterne aus dem uferlosen Firmament! entgegenprangt, wenn die Frübiinaswel Millionen Blumjrn um die Füße wirst, wenn im Sommerqewiner die Flamme des Blitzes das Himutclsgewölbe solltet, wenn der Herbststurm lobend durch die bundertiLbriäe E,che brauset t— er siebt Gon nickt, der sich in diesen wundervollen Erstheinungen offenbarer: wenn Ereignisse einrreten, die mast als eine Macht des todten Zufalls ansaunt, über die her Verstand wie in Wahnsinn versinken möchte, und diese seltsamen Verwickelungen sick am C nde genugthuenh und beglückend auflösen, und die üb rstandene Prüfustg mit Entzücken tobnen. er wird in d esem Laufe der Schicksale nicht die Väterband des Allmäch igen gewahr, der durch da» Labyrinth glücklich geführt and den Triumph herrlich bereitet, um unS auf Erden beglich zu erquicken^ (AuS dem Kol Jacob.) , Unterhaltungs-Pillen. Boa Louis Zehmann in Bad Homburg. ..Sagen. Sie einmal", frug vorige- Zahr der Senator R. in Frankfurt a. «. den kürzlich selig verstorbenen Di-, iur. Emven. „was die» für ejn Mann auf der Zuhörergallerie ist. der bei allen Assisen- und sonstigen Verhandlungen zugegen ist, er scheint nur zu Ihren GlaubenSgenoffen zu gehören, die überhaupt hin jedeSmal stark vertreten find." „Da ich weiß, daß Sie. geehrter Freund, mit Ihrer Frage nicht- Böses bezwecken", erwiederte der Angeredele. „so will ich Ihre Frage soviel mir möglich beantworten. Unter meinen hiesigen Glaubensgenossen, welche öffentliche Sitzungen besuchen, und die nicht ein besonderes Interesse an irgend einem einzelnen Fall dahinfübrt, giebl es zwei Claffen, die in ihrem Müßiggang und ihrer Sorglosigkeit die Zeit damit todt» schlagen. Die eine Classe ist die der Millionäre, die andere die der Minjanäre. Die erstere Classe bedarf keiner Erklärung, mit der anderen hat es folgendes Bewandkniß: Minjanäre sind diejenigen, die zur Vervollständigung eines MinjanS (gesetzmäßige Anzahl Leute zur Abbaltung eineöffentlich,- Gottesdienstes) gewöhnlich sehr gut bezahlt werben und hierzu nur Morgens-und Abends auf eine kurre Stunde in Anspruch genommen sind. Das fragliche Individuum ist, soviel mir bekannt, der letzteren Classe angehörig, also ein Minjanär. Eine Ehrengabe. Sr. Majestät der Kaiser von Rußland hat dem Rabbiner Dr. Pbitippson in Magdeburg nach Entgegennahme eineS Errmplar» der zweiten Auflage sein,- Dibelwerkes. einen kostbaren Brillantring al- Zeichen der Anerkennung und des Wohlwollenzustellen lassen. Der Ring ist eben so durch die äußerst geschmackvolle, künstlerische Fassung, wie durch den außerder,klicken Wertb und die große Zahl der Edelsieine ausgezeichnet — ein trabt» Haft kaiserliches Geschenk. Die israelitische Bibelanstalt. (S. Nr. 13 d. Bl.) Spendenlisten zur Stereotvpirung hebräischer und deutsck-bebräischer Bibeln enthalten fortgesetzt die Nummern der Allg. Zeitung d. Judenth. Gefammtfumme gegenwarlig: 967 Thlr. 2 Ngr. 3 Pf. Allgemeine Zeitung des Judenthums. No. 22. 1859. Leitende Artikel: DaS rothe Gespenst. II. — Die israelirische Bibelanstalt. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Aus Württemberg, aus Ryeinhesi«. aus Bayern. — Preuß«: Aus Schlesien, aus Schlesien, Berlin, Posen. — Oesterreichischer Kaiserstaal: Aus Galizien, aus der Wojwodiaa. — Donaufürstcnthümer: Galatz, aus der Moldau. — Italien: Flormz, Flor«;. — Rußland: St. Petersburg, MohMnv. X? Zu bezieh« durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich */« THaler.! Verantwortlicher Redacteur: K. Nabe, beech« »«, Vnchbaadlonz i» krio,i-. — DrvS »o» «ler-«der Sied, i» eet»»ig.