Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1859)
- Issue
- 15 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisches Volksblatt. Znr Leleyrung und Anleehaltung auf jü Herausgegeben von j Rabbiner Ur. Ludwig Philippson in Mag^ebu dischem Gebiete. Mo. 15. 1859] S*cn diekrr zang« l Teilschritt erschein» wöchentlich eine Kummer. Prei» Iblr. Bierleljäbrig 7-, Rgr. Sllr Sochhaoklomra» pnd »eiruu^lexpeditiouea nehmen Beftellnngen nq. de« A Posta, ^6. Iahrg. 2. Quartal.} Die heilige Tchrift. An alle l'ibelrrcucn Israeliten.') Wenn das welke Blau verkündet. Daß auf brken Alles schwindet. Und daß AllcS bicr vergeh». (»iebt es ein Werk doch l'icniedeu. Das gewädrr uns dodcn Frieden. Weil es immm’oit bestedr. Scbvtl Jahrtausend' und vergangen, Und was Väter einst empfangen. Noch der Enkel Auge rriffr; Jene debre Gotteögabc, Unsre allerböckste Habe, , Unsre heilige Wcttcefdirirt. Barer baden sic erstritten, Söhne für sie viel gelinen, Enkel wabren sie noch beut'. Und waS ibre Bücher sagen, Was sie jubeln, was sie klaqeu. Und was unS ibr Worr gedeur: — Klinget jetzt in bunkert Zungen. UeberaU bin ist'S gedrungen. Wo noch eine Hüne stcbt; Ibrem Worte wird gelauschet. Wo am Pol' die Brandung rauschet,- Wo die Sonne senkrecht ftebr. Drum besangen und begrüßten Dich, mein Volk, in jener Wüsten, Moscke's Worte, berrlich schön: „In der Wüste zum Geschenke Ward die Tbora, daß sic lenke Tdalauftvärts zu lickten Höb'n." Daß daS Bibelwort ertöne In des Originales Schöne Mit dem kräftigen deutschen Wort;. Daß auch von Iesckurun's Seite Man das Bibelwort verbreite Billig bin von On zu Ort: *) Wir theilen diese Verse, die so recht aus der Mitte und dem Herzen des Volkes ertönten, gern hier mit. D. Red. Kleinem! Op Daß mqn fo er wird's gelingen, l. vor alle» Dingen Falsche Uebefsetzung jag'; Daß daftn alle'Völker lesen Klar dex Bi Klar wje de 's Mabnet! uns , Der schon e 1 Und mft ibr cl Geist und Wesen, ler Sonnentag. — ein dober Meister, nre große (Keister, . en Großes sckuf. j Brüder^ lapnnrt um ihn schaasen, Semenls Worte Folge wabren. Wie ess will des Meisters Ruf. Bad Hombufg. LouiS Lebmann. ‘.'.‘L Urber Trajrme. (Schloß.)! l A«S dem grauesten Alterthume bis in die neueste Zeit .werben uns vftle Beispiels von bedeutungsvollen Traumen berichtet, ußv die Berichterstatter sind oft Männer, denen Hlaubwürhigkeft nicht abzusprechen ist. Wenn wir selbst dergleichen! Erfahrungen nicht gemacht haben, so haben wir darum j Da wir die Kenmniß der Traumwelt nur immer auS unS selbst zu schöpfen vermögen, noch nicht daS Recht, die Erfahrungen Anderer rundweg akzuläugnen. Cirerri erzählt uni einen Vorfall. den er als allbekannt jund von den wahrbeitliebendsten Männern bekundet, bezeichnet. Zwei Freunde kamen gegen Abend nach einer Stadt, in welcher der Eine beieinem Gastfreunde, der Andere! bei einem Winde einkehrte. Der Erstere wohl ausgenommen und bewi.nbet, fährt in der Nacht auSde« Schlafe auf, und tfrrilt voll Schreckens seinem Gastfrrftnde mit, sein Reisegenoffe sei ihm im Traume erschienen, unv babe ibn um die schleunigste Hülfe angerufm, da der Wirtb, verlockt von de« Gelbe, welches er bei ihm bemerkt, ihn »öbten wolle. Der Gastfreunb beruhigte ihn, indem er über den Traum lächelt und ihn auS den Beschwerden der Reise unv dem genossenen guten Weine erklärt. Der Fremde läßt sich beschwichtige»^such« sein Lager von Neuem, und fällt abermals in!bchlu^mer. Kaum daß «ine Stunde vergangen. so*fätzrt er'von Neuem empor, kleidet sich eiligst an. und. auf die Fragen-seines erschrockenen GastfreundeS, ruft er ihm ,z^>: Nicht« vermag mich mehr zurückzuhalten,