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Jüdisches Volksblatt · 1859-01-01 · 5 (1859) · p. Seite 20

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
6 (1859)
Issue
5 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 20 (sequence 4)
Language
German
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20 t ♦ eoichc Senne »nedu' ich »i’OtnJ Solchen irdtmin Se>mcnßtjfcl,j Senn' in iiwn, Senn' in Hpben, Sennmlid’t «uiT Berg u;:C Tdasl Horic im S-jnaai 1850. Dr. ‘Ätellf CFfctcnifeil jfljjfrfriner. und Jbren übrigen Verehrern in freundlicher Erinnerung bleiben und genehmigen Sie. bechwürdiger Herr die Versicherung der ausgezcichnctsten Hochachtung von Ihrem ergebensten Heidelberg, den 12. Januar 1859. «cobrechk Wolff, Antiquar. ' Ein Brief an den Herausgeber! des „Jüdischen Volksblattes"^ «Unsere Leier nisten, daß wir sie i^ur seilen in den ven, uns r^diginen Blattern über unsere Persönlichkeit unterhalten/ Es geschieht daher nicht aud- Eitelkeit, wenn wir dwr eolgenken. eben cingclaufenen Brief mitthrilen, sondern des frischen GeisteS, der liebenswürdigen Ge« mntdlichkeil wegen.. die unS daraus fo! wohltbuenb anfrrechen. Hedartion.) l Eine innige Freude empfinde ich, Ihnien, ho^würdiger Herr, sagen zu dürfen, wie man in untrem liefen Heidelberg — das Sie in Ihren „Priesen!auS und nach der Heimalb"- so reizend schön geschildert Md welches Herr Dr. Ealm in seinem ..Anwalt und Assessor*' noch immer so warm im Herzen tragt — von rem «Herausgeber und den Mitarbeitern deö jüdischen VolkSblvneS denkt und sprich:. ^' Nach einem am verflossenen Sonnabend von mehreren i''raclilischen Gemeindcmikgliedern in den Räumen der ' Ihren Lesern noch wohlbekannten „Baujbergei" abgebaldienen Balle, der in Lust und Freude die Versammlung biö zum frühen Morgen in ungetrübter Heiterkeit vereiyigte, beschloß der jüngere Tbeil derselben. deS Abends . in geselliger Unterhaltung raS Fest beim Glase Wein' gdmüthlich zw beschließen. ES verstand sich vvrz selbst, daß chan begeistert der Schönen gedachte, unserer ltkdreizenden iHeidelberzerinnen sowohl, wie deS duftigen lieblichen Dlüthenkranze's von Jungfrauen in den Instituten der Herre^r Dr. Reckenden und Destels. - . Aber nicht entcn wollte rer Jubels als ein älrerrs Mitglied der Gesellschaft, ein Leser ufid Verehrer des jüdischen VolksblatteS. auf den unerschrockenen Kämpen für Wahrheit und Recht, den Herrn Rfibbiner Dr. Lud- -t wrg Pbilippson in Magdeburg, den 'wackeren Mann, der schon seit Decennien unermüdlich dem 'Aberglauben wie dem leidigen IneisterentismuS mukhig fntzegengearbeitel und doch immer noch Zeit findet, seine'ihn Verehrenden durch schöne Erzählungen noch mehr an sich zu fesseln, den Tiefgelebrien und Hochgefeierteu, auS voller Brust ein dreifaches donnerndes „Lebehoch" auSbrachle. Nacktem mannoch des ehrenwerthcn, immer noch burschikosen Herrn Dr. Calm. deS lustigen Herrn EmU ' IreSlauer und teS gemütblichen Erzähler-, Herrn Julius; Rotenberg tu feurigen Toasten gedacht, machte die heran. ' nabende MinernachrSstunde dem freudigen Treiben ein > Ende. SkelS werden diese »rötlich verlebten Stunden mir Einige Curiosa ans der Geschichte der spamsch-portugicsischen Juden. tRach Dr. Kayserling's Sephardim, Berlin, 1859.) Als auch in Portugal die Inquisition eingefübrr worden, war ein elender Jude gottlos genug, die ersten Lpfer^für das neue Glaubensgericht auSzuspäben. HenriqueS RuneS war der Name dieses Vcrräibcrs, in Borba geboren und in Castilien vom Judenrbum abgefalleu. Nach Portugal gekommen, nistete er sich in den Häusern jüdischer Enusfim-Familien (b. h. die vor der furchtbare» Gewalt zum Cbristentbum übergegangen, und nun erst rech: von der Inquisition verfolgt wurden) ein. betrug sich als ihr Bruder, alS ibr Glaubensgenosse und rhai AlleS mit ihnen vereint, um die geheimen Ansichten seiner ehemaligen Brüder recht genau erforschen zu können. Sobald er daS Innerste ihres HerzenS und die geheimen Verstecke der Juden in Lissabon, Camarem und anderen Städten kurchwühlt und auSspionin batte, begab er sich nach Evora, woselbst der Hof^üch zur Zeit aufhielt, und von da nach Llivenza. Er schrieb an den König Jono III. einen Brief. worin er unter Anderem eine große Liste aller von ibm als heimliche Juden erspäheten Personen aufftellte und die. Zeichen angab. worin jeder versteckte Jude leicht zu erkennen sei. Jetzt gingen den betrogenen Juden die Augen auf: sie merkten, daß NuneS ein Spion .und Berrakher fei und suchten um jeden Preis seiner habhaft zu werden. Auf dem Wege nach Bajadoz erreichten sie ihn. NuneS wurde in Valverde, wenige Stunden von dem genannten Bischofssitze, erdolcht. -Anekdoten und Scherze. Bost W. In welchem Wechsel-Verbalmiß steht Kaiser Napoleon HI. von Frankreich zur sammtlichen Judenbeit? Napoleon ist Einer, gewählt von 7 Millionen (stimmberechti.fter Franzosen), die Juden sind 7 Millionen, gewählt voir Einem (Gott). Allgemeine Zeitung deS JudenthumS. No. 4. 1859. Leitende Artikel: Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland:Speyer.Worms,Worms. — Preußen: Plefchen. — Rußland: Aus Kurland, Dkilau, Mirau, Mitau. Zu beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Lhaler, vierteljährlich *'« Thäler. trriflS rrit JoBtniartne Verantwortlicher Redacreur: K. Rabe, kuchtandlaag in rripzig. — Truck ren Al' ander Wirde in Srwi's-

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