Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1858)
- Issue
- 52 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 5)
- Language
- German
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20» sie de» Dorhof und chtAekhten dMHau«; — ad« den Söhne» HasmonaÄ gelang el fle ß schlagen — und zu verjagen —* tntjbea Hat — r»d den Gräuel fortzuttagen — aus btt» Ha»-. -fUud )tt Priest« befahl, daß «an nicktz schnne — «d rätme da» Haus. — Da suchte «an a»ch Orl. um die Laape anzuzündttr im Hau»; — doch kdnrte »an kin unettweihtes finden im Haus; — bis d» Pstestn zurrs einerHalle Im Haus: — sag' an. was hm hu, »a» «,'tn ist im Haus?'< — Eie sprach: „Nichts «st. »lseinOeßrügl'in ist im Haus." — Da brach Alles in Jubel au j — ord groß« Ruhm krönte das befreite Haas; — tn>i prte< Gott und sang Lied«, als man Wieder weihte des hau«. — Drum geziemt e» Jedem, «der verständtz', in siesen Tagen sich zu freuen beständig —' Sott z« »reis« für des Weinstock» Frucht, dir den Geist m<f>t lebmdig, — und zu segnen den Noaä, — d« im Rtbendft uns hat verschafft ein Rittet «egen Weh' urd Ach. — Seine Eltern, unsne Ahnen. — Kochten es «hnen, — als bei sein« Geburt ste sagte« — „der tritt Trost verschaffen uns Geplagten, — ab von den Sergen, dbn bösen, — — unS «lösen!" Und nun stiMte seinen Bhr« n cn und sang: Wenn Grametzluth im Kitlrw Dch verzehrt — Durch Rebentttt wird ihr «r leiste gewehrt! — Der Kelch frei die Gemüttsmh' »jeder h«, Die durch dei Leiten Ungu« ward gestört. Freu' Dich d» Dechn»! Dirk', seit Inhalt wär' Die Seele, « Dein Geist ll» Lev gehört! — Nun trat dl/ Zehnte hensl-und sprach: E» lebe de Lebet! — dat gebeugte Grmüth erhebet — untj den v«zagten Geist mit Ruth belebet. — Wenn derfWinter ein fich stellt, — wenn er mit seinem Krieg-Her rückt in » ßeld — auffchlägt auf der Flur sein Zelt j— wenn feine Gewalttn — sich entfalten, — so daß Dit seinem Hauche, dem kalten, — Nicht» Stand kann val'en. — indem selbst Felsenwände sich spalten. — int auS de« Luge» Brunnen — Thränea rinnen; — wenn seine Fahne d« Schnee läßt wehen — auf Bttg'sstthen, — und auf den Snaßen find seine Raffen z» sehen: — wenn die Scheit« auf dem Herde sind aufgeschtchrel, — wie Knze»' »ufgerichtet, — und ihre Reihen —Flammen s»eien, — mir denen sie. wie mit blanken Klingen. — tat Frost bezwingen: — dann regen im Hf^zen sich womtge Triebe — und «wacht die Liebe! 4- Wohl brach t rein im Tebet jenes f»rcht> bare Hbtßgoschick. — desgleic m noch nicht wahrgeaomi eineG-M^sche» Blick, — ind selbst die Himmelslil ihre Angesicht , — da gegen Zernsale ltn —. gezo; n kam heran — mit sei —^ weshalb ich ä« dehnte» Tebet Al von Thränen i «stuthst, — und All« — allein n» Memchen ist es ja §t\ de» Blut llewRrbe» fseine» Herzen uth und Lever! d«v» wer auch bei übler Lage. f~ d« mwi doch bei Nscht »eines »acht' zu bäittzigen und zu endlgea läge! — Mgeu die Sorgen — immochin a« Morgm — sprosse», «e junge» Grtn. — am Abev» werden fi^bgeatäht und «üffen vnhlüh'n. — Der Dein — ve Babylon» Heeresba Augen ze» e« ben, — zuhauche» — iS »it des — ferne vertreibt der Seele Schmers. er hmabgl« let zwischen GAtst und Herz. —! tte Sorgen vnbre»»en der Muts — d« Fluth. ■«- die sich «gießt aus Flasche: — ,^Vom H«rn ging aus ein Fe»er und branßte stezu Asche!" And' nun trug « sein Lied vor: 3» Deinen Arm die Rebentocht« schließe! — Des Lebet Gut an ihr« Brust genieße! — «in Flußbett sei der Bech« Dir. aus dem Ei» Honigstrom auf Deine Znnge stieße — Den Kelch betrachte als der Liebe Kinn. Aus welchem sich Ht Liebe Trank «gieße! — Darauf ließ der Elfte sich vernehmen: .Hch behaupte, daß der Ronat Scheint — gar viele Vorzüge hat! — ihm schaut Alles hoffuunaßvot entgegen. — da pflegt des Wintns Unmuth /stch zu legm. — und des Frühlings Anmuth sich zu regen; — — wen« anbricht seine Zeit. — «wacht Holdflligketl. — und alles Schöne wird erneut; — es durchbricht des Dinkel« Hülle. — und fein Auge schauet helle. — Da spmdeln hervor die Wafferquellen, — die Bäche schwellen. — ihre Fluth. krystollenrein, — hingießend üb« Rarmir-Gestein. — Ttnt« der Erde beginnen die Keime vm ihr« Fessel sich los zu mache«. — und die schläferte« Freuden erwachen. — Auf der Flur — zeigt fich bueir« dn Pflanzen Spur. — ihre Triebe entfalten fich, — und Kuospen und Blüthen gestalten fich. — Da >tgt die Sonne ihre Schwingen. — die Dämmerung zu wzwinge«. — ihre Strahlen überall hindringen. — um itanfen Heilung zu bringen. — Die Wärme siegt, -4ste Kälte unterliegt; — näh« und näh« rückt der Jeunballen, — und die Wärme behaget Allen. — Du «itschleiern die Beete thr-Angestcht, — und aus ihren Augen strahlet Licht. — Wie wohl thut da ein Zag — ai« dem weingefüllten Krug! i— Die Flasche iß d« storge Sarg, worin fle wird zu ^rab getragen: — „denn kiele har sie verwundet und Viele erschlagen!" Und er ließ sei» Lied «tüuen und sangst Gebrauche im Schebstt den Kelch als Stab — Und stürz' mir einem Schlag den Gram ins Grab! — 3n da» Gewand der Fre»de kleide Dich, — Des Kumm«» Trauermantel lege ub! Wie SchLtte»>schwindea Deine Tage hi» — Freu' Dich d« Spanne Zeit, die. Detzw Hab'! — Jetzt hielt cs am ZMütstten. der spracht. „Dem Ronat Ad»^— bring' ich meine Huldigung dar! — « ist, geschmückt mijt dem Frühlingskleide. —: das entzückt, wie et» Perlengeschmeide. — Da steht bn Lustbar^it Schaar v«eint, —- »nd des Lebens Lücke ist v«zäunt; — da vermag des Trübstnns He« — sich nicht zn behauptet «ehr. — ID» sind dem Wint« gebunden Ae Hände —' und mit seinem Tode ist » pi Ende; —' und sein Zuruf «geht an seine Begleit«: — auf, wir müssen weit«! — «greift mit mir die Flucht! — hi« reift uns Leine Frucht. — Run sendet die Wolle ihren Segen ^,HW» spendet sanfte stiegen; — die Somre wellt lange — ihrem Himmrlsgavge, — Gartens Dftft .— «fiillt die Luft. — Im 9^*!. {JJl da» große «und« Statt. — das Gott für *U