Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1858)
- Issue
- 48 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Kelehruny und Anterhaltung aus jüdischem $eöieie. Htztttu-gegebe« »o» Ratzchrner vr. Ludwig Hßßilippsov in Magdeburg. , «^v 4 ■■ Bon dieser SdOftrifi «rMrisi b*4*ujW* »int 5Um**r. vtze!« kt« IBbr« rE a 4 —. . . -» sIto. 48. l8s8 I 1 **"■ •««rtUfcH.'TV. *<f-?N. »«♦banMnuar«. #«W»i« IH. ^gyrg. 4 L J HHl 3HlBng#tr»C»(tl»B*Ä »«»»»» •'«•»OUR*** «I. *• » ~ D -» .. Chanukka — nicht Weihnachten! ' Wir müssen unsere Aufforderung in No. 46 d. Dl. noch einmal, und ganz direkt wiederholen. Die Ihr noch Ginn und Gefühl für die Religion Eurer Väter, für ^luer eigene- Dekenntviß habet, die Ihr Eure Sucher nicht zu^lenen Ha!b«v»schen erziehen wollet. welche Fenster meine-Häuschens. ..Ich will ausgrhen und-das zwern Hüften hinken", und zuletzt all« positive Re^ichni Nachdenken über diese» dunkle, verwickelte Gewebe, mensch von sich weisen, weil sie in keiner heimisch sind — fö Ihr die Weihnachtsfeier schon in Euren Familien zum Gebrauche gemacht, wandelt sie wieder io eine recht innige Feier des EhanuEafestet um — da beschenke« Euch, beschenket Eure Linder, jf,i« Zünden der Chanukkalampe, im wohl durchwärmten Zimmer, wenn der Abend ans hie Erde niedergesunken. Ihr werdet dadurch in Euch und dm» Eitrigen wieder da» Bewußtseia wecken, daß Ihr Zudru,. u»b »aß Ihr /iß. Juden Stzva« stid. daß Ihr um» von'de« Brovfame» lebet die 'von Anderer Lisch abfalen^ sondern daß Euch Eure Religion selbst Anc reiche Lasel de- Heil- und der geistigen Erhebung bereitet hat. Glaubet nur nicht, daß Ihr bei Euren christlichen Mitbürgern Wohlgefallen durch die Milfeier de- Weib, nacht-festefindet' — der Christ steht diedurchaus nicht gern, den« er fühlt, daß Weihnachten ihm, nicht Euch gehört, -und daß Ihr einen Diebstahl an ihm begehe», da Ihr. «- Euch anmaßet. Ihr aber begebet einen religiösen Berrath an Euch und den Euren, da Ihr Euch und die Euren aller Freude an Eurer Religion beraubet! ES war ein schöner Sommertag — ein englischer Sommrrtag, nicht brückend heiß, — wo es eine Freude iß, die warm, freundliche -ult eiozuathiuen. doppelt frrvqh. lich, wenn sie geschwängert mit ttui Wphlgeruche der neuen Heuernte oder mit dem Hauche benachbarter Hagedorablütchen kommt: ugp ste draqg-ln zu mir durch has Die Auwslemnstl. Aßt» Witz Lhar^att« Montefiore. Dorbemerkupg. Vor Kurzem'lst erschienen: „Rim. moaim. Ein deutsches ßesebuch-sh»> Israeliten in Schule und Haus. Don Vv. Z. H. tza"r,bsou.Sttpzlg. 1859". eine treffliche Sammlung größeoer a»»d. kleterner, prosa». scher und. poetischer Stücke, die wir unsere» Lesern dringend empfehlen. Wir theUe» aki ihr folgende Piece mit, welche die geist» und ^getst-tchretche Richte des Sir Moses Monteßore, di« Gattin des Herrn Joseph'Horazio Montefiore, die vor vier Jahre» in jugendlichem Alter kurz nach der Geburt eines Kindsverstorben ist. zur Verfasserin hat. Die Redaktion. liches Leben, lassk«; in der fchbnen ftöhlichen Natur will ich des Menglhen beaurnhtgtes Dasein vergessen." — Ich erhob mein.düstere- Haupt, nzackte «eine Bücher zu, verschloß und eilte hinaus. Dock gleich meinem eigen»« Schatten, folgte« mir die trüben Gedanken in die leuchteiSe Sonne meines» Gauen-, un» ich konnte den letzteren ehen so ewig wte de» ersteren entgehen. Deogebenzwitscherten die Bchgel. vergebensandten mir «eine griiebae» Blumen tröste»»»« Worte in ihrer bunt» farbige« Sprache zu. ' weichliche. Schicksal schie» mir in Derglkich mit dem schönen Schauplatz, auf welchem er seinen kleinen Lheil hinbring», um. so elender. Zwar Hane «ich kein großes Unglück , getroffen, der Lod nicht seinen sengenden Schatten über mein Haugezogen, keine tiefgeh'gle Hoffnung war mir plötzlich vereitelt worden, doch .ich litt unter der Bürde kleiner Sorgen und Eattäuschjlngen, ernste Anstrengungen für. wie ich dachte, loben-wt'tde Gegenstände waren ohne Erfolg geblieben. lang durchdachte PILne gingen auf in Nichts; ich hatte noch kiesen Morgen Armuth gesehen, die ich nicht erleichtern, Her;brechen. für da» ich nicht Balsa« finden konnte, Jedermann schien mir nur Widerstrahl meinrr seihst, untauglich für die Lage, in welche er versetzt wurde, sich abmühend in seiner kleinen Leben-spanne^ mit unzufriedsaem Murren, und unter dirsen armseligen Hausen suhlte ich mich als das armseligste, nutzloseste Wesen. Ich ging mehrere Male den Garten cküf und ab. ohne gu einem angenehmen Schluß zu kommeWtz da öffnete ich endlich die Wkivenihür und eilte schnell aus dem Gatten weg; weg über das schattige Gehölze, in welche« ich sonst so gern'schlenkerte, weg aude« Dorfe onbml- Allem weg vor der Kinverschul,; der Laut dejugendlichen. Lachenwürde mir einen Strom vonHWJm» eutlockt haben. Ich ging nach dem Meere hi»; "Atis, da einig« alte FreWnhg sich a« Gestade sonnten und ich fichenwar, daß William »pich quälen würde, «it ihm in »i» See zu Ufru», der alt« Jim bestehen würde, iaß ich. tz«ch seinen Teleskop «uf >ncn-wti$rn