Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 5 (1858)
- Issue
- 21 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4908862-5999346-6000844--1109-4909726- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
84 Vom Institute zur Forderung der israelit. Literatur. Wenn diesmal unser drittes Jahr mit dem 1. Mai Eure gegangen,' obere daß die zweite Sendung der diesjährigen Schritten in den Händen der refp. Abonntnien sind: so liegt die Schuld daran, daß Herr Dr. Frankl das Ente seines Werkenickt rechtzeitig zu liefern im Stande war. dennock aber nur das ganze Werk anS Lickt treten konnte. Die lenken Dogen find ^eyr unter der Presse unk so hoffen wir die Versendung nock in den letzten Tagen tiese« MönatS beginnen layen \u können. Dafür erhalten die Abonnenten das ganze Werk in zwei.Tbeilen von 63 Dogen gr. 8. mir Einem Male und da der II. Tbeil »on 2 oft 30 Dogen, faßt, in diesem Zabre 140 Bogen. :Da/ür können wir wohl schon einige Nachstckt und Geduld in Anspruch nehmen. Notiz, für Gemeindevorsteher. Von dem Beamten einer großen norddeutschen Gemeinde werden wir ersuckt. .folgende Bemerkung hier mitzutbeilen: . ..Ein ordenrlickes (tzeblirtsattest muß entbalten: 1) den Namen deS Vaters. 2» den Namen der Mutter, 3, die Angabe, daß N. N. in der gesetzlichen Ehe. dieser Leute an dem und dem Tage geboren sei. Auch daß alle Flamen corrett geschrieben seien, ist eine Bedingung, indem stc binierher nicht mehr können umgeändert werden'. ES ist unglaublich, wie selten die jüdischen Gemeinde., bebörten .kleiner Städte die von ibnen j.u liefernden Geburtsscheine richtig abfaffen. Wir haben hier oft unsere Nokh damit.. Der Name der Mutter fehlt gewöhnlich. (- Notizen- Der Marschal Eanrobert. Oberbefehlshaber der Mi« liiairdiristoncn. deren Hauptguarkier zu Nancy ist, war jüngstens in Seraßburg. Dei dem Empfang der Behörden. unter denen das israelitische Consistorium des Sprengelstck befand. sah. der Marschal den Secretär ' deS , Eonststorftmis, Herrn Leonard Levy au: ..Sie müssen,! sagte er ibm. der Bruder deS Doelor Mickel Levv. unseres berühmten ArmeearzreS, sein; man erkennt Sie auf den ersten Blick: ick bin sehr erfreut. Sie zu sehen, und bitte Sie, Ihrem Herrn Bruder meine freundlichsten Begrüßungen zu überbringrn." (Arch. isr. de FruneeA Herr Eduard tzantor aus Detroit (Michigan), ist Mitglied der Staatslegislatur; dies ist heutzutage ziemlich gewöhnlich in den Vereinigten Staaten; aber wasmerkwürdiger ist. daß die verschiedenen christlichen Setten, wenn sie ZncorporanotsSacten nachsuchen, sich eher an ihn, alS an einen feiner chrifilichen Eollegen wenden. Warum dieser Vorzug? Weil sie ihn, wie sie selbst sagen, für unparteiisch halten. Herr Eantor ist bei seiner Rückkehr nach Detroit, nach dem Schluffe der Sitzung mit außerordentlichen Ehrenbezeugungen von Seiten seiner Mitbürger empfangen worden, und es leidet keinen Zweifel, daß er, von den Wählern des Staats, zum Deputirten für den Congreß gewählt werde. Wir empfehlen dieses Beispiel allen NewdegateS oder Wagcners alles Länder. (Arch. isr. de France.) Anfrage und Antwort. L. in S. Ich bin unverheirathet, 30 Jahre alt, gesund. ohne Vermögen, aber durch ein Augenübrl. das mir Schreiben und Lesen unmöglich macht, ohne daß meine Sehkraft selbst abgenommen hätte, bin ich gezwungen. mein Amt als Lehrer niederzulegen. Was soll ich. bei gänzlicher Abneigung für das GeschäftSfach, beginnen, um mich in der Folge ernähren zu können? Die Beantwortung dieses Frage ist sehr schwer; denn nicht Lesen und Schreiben, kein Lebrantt. kein GeschaftSfach. kein Handwerk und kein Vermögen!? DaS Einzige, was uns möglich scheint, wäre eine Leihbibliothek halten, womit wenigstens nicht zu viel Schreiben verbunden wäre. Verbesserungen. Unsere Leser müssen Nachsicht üben, wenn daS ..jüdische Vollsblatt" öfter alS es wünschenswerrh an Druckfehlern leidet, da die Entfernung von» Druckort dieselben nickt verhindern laßt. In No. 20 in dem Aufsatze über „die israelitische Gemeinde" muß es S. 78 Sp. 1 Z. 16 v. u. statt ,.Ereigniß" heißen: ..Erzeugnis"; Sp. 2 Z. 28 v. u. statt ..hat sie feie' heißen: „hat sich die"; Z. 7 v. u. statt „was" heißen: „wer". In chem in derselben Nummer befindlichen Gedichte ..Gott!!', welches, beiläufig gesagt, daö letzte einer ganzen Reihe ist, muß es S. 79 Sp. 2 Z. 9 v. o. statt: „Macht" heißen: ,.Wackt< Was aber den Sinn ganz entstellt, ist daselbst Z. 15 v. u.. wo „Weisen" steht, wahrend es „Wesen" beißen muß.! Beide Piecen sind übrigens vom Herausgeber unseres Blattes selbst. Die Redaction. Allgemeine Zeitung de« ZudenthumS. Ro. 20. 1858. Leitende Artikel: Großbritannien. — Ist eS ratbsam. die Israeliten im Halten christlicher Dieustleute^ irgendwie zu beichranken? Zeitungsnachrichten. Deutschland: M>rms. Hamburg. Preußen: Berlin. Berlin. Berlin. Magdeburg. Breslau. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien. Großbritannien: London. Frankreich: Mühlbansen. Korrespondenz: Meine Reise über Galizien nach Deutschland. Bon Jsaac Roseumeyer. Oberlehrer in Homonua. IV. Zu bezirken durch jede» Postamt und jede Buchhandluug. Jährlich 3 Thaler. vietteljährlich »/« Tbrler. BeraMworrlicher Redacteur: K. Rabe. v.-rl-z von BausgLrtser'S Vuchhanttunz in Leipriz. — Druck von Alexander Wiede in Leipzig.